Mein Leben ein Waterloo – Robinson`s Weg vom Aussteiger zum Aufsteiger





Man muss die Menschen begeistern können und einiges drauf haben, um in der Musikszene so lange erfolgreich zu sein, wie Robinson es ist. Mit seinen legendären Ohrwürmern im Gepäck und nicht zu Letzt wegen seiner Nähe zum Publikum gelang ihm eine beispiellose Karriere, in der er die Bodenhaftung aber nie verlor.

Der Leser erfährt, wie Robinson zu dem wurde, der er ist – ein sympathischer Star zum Anfassen, ohne Berührungsängste und ohne Allüren. Unvergessliche Momente und schicksalhafte Begegnungen prägten seine Karriere und hüllten die Musikszene einer ganzen Generation in magische Melodien und Farben. Bekannt wurde er als Teil des Duos Waterloo & Robinson. Hits wie „Lilis Haus“, „Baby Blue“, „Hollywood“ und „My little world“ brachten ihnen nicht nur viele Goldene und eine Diamant Schallplatte ein, sondern verhalfen ihnen auch zum internationalen Durchbruch.

„Mein Leben ein Waterloo“ ist die biografische Aufarbeitung seines bewegten Lebens und beschreibt den Beginn und das Ende der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Robinson und Waterloo. Anders als die meisten Stars verzichtete Sepp Krassnitzer auf einen Gostwriter und verfasste seine Biografie selbst. So finden sich in seinen Erzählungen immer wieder mundartliche Passagen, die seine Authentizität noch betonen.

Auszug aus dem Buch: “ Mein Leben ein Waterloo“

„Am Stiegenaufgang, ganz in der Nähe meines Klassenzimmers, gab es eine Pinnwand. Unter „Freizeit Jobs“ stand zu lesen: Junger Geschäftsmann sucht Mitarbeiter für Werbung, Gestaltung und Dekoration in Linz/Urfahr! „BOUTIQUE ECLISSE`“ Interessenten melden sich bei Frau Marianne Kreuzmayr. Tel……… ! War es Zufall oder Eingebung? Gedankenlos mit einem Apfel in der Hand las ich die Anzeige, klemmte meine Zeichenmappe unter den Arm und ging über die Nibelungenbrücke nach Hause.

Den Rest meines Apfels warf ich während meines Dahinschlenderns über die Brücke in die Donau. Mein Blick traf auf ein altes Haus an der gegenüberliegenden Seite. Im Grau dieses Hauses mischte sich ein grelles Violet, unterbrochen von zwei Schaufenstern und der Eingangstür. Da das ganze Haus etwas unter dem Brückenniveau stand, konnte man von meiner Seite aus nur das obere Drittel sehen. Auf der Spitze einer Stehleiter stand ein Mann in einem grauen Arbeitsmantel, der sich konzentriert bemühte ein Schild anzubringen.
„ECLISSE“, diesen Namen habe vor fünf Minuten gelesen, mir aber die Telefonnummer nicht aufgeschrieben. Fragen kostet nicht`s dachte ich mir und wechselte die Seite. Vom Geländer aus rief ich dem auf der Leiter hantierenden Mann zu. Entschuldige! Weißt Du wer hier zuständig ist? Er drehte sich mit einer Schraube im Mundwinkel um und sagte kaum verständlich: I! Brauchst was?

Er blickte auf meine unter dem Arm eingeklemmte Zeichenmappe, nahm die Schraube aus dem Mund und lächelte. Aha, du kummst von do drüb`n! Host unsan Zettel g`lesn? Ja! Sagte ich und wir kamen sofort ins Gespräch. Als gelernter Dekorateur fiel mein Blick auf die noch leer stehenden Schaufenster. I komm runter, sagte ich und ging bis zum Ende des Brückengeländers und über die Stufen in die Gasse, bis zum alten Haus indem sich die neue Boutique „Eclisse`“ befand.

Ich kannte dieses Haus von früher, es war ein ziemlich zwilichtiges Gasthaus, das aber schon lange die Pforten geschlossen hatte. Es gab nur noch einen alten Besenmacher, der unmittelbar daneben sein Geschäft noch in Betrieb hatte. Dieser Platz ist gar nicht so schlecht, dachte ich mir während des Gehens. Die Lage ist zentral und die Nähe des Jahrmarktgeländes das jährlich zweimal der Höhepunkt am Linzer Vergnügungs – und Veranstaltungssektor ist.

Außerdem gehen an diesen Tagen eine Menge Leute durch diese Gasse um auf das Gelände zu kommen. Sie kommen aus ganz Oberösterreich. Also kein schlechter Platz. Vor der Boutique angekommen, begrüßte mich ein junger Mann im grauen Arbeitsmantel und gepflegtem Haarschnitt. Wir schüttelten die Hände und stellten uns vor.

Servus, i bin da Hansi Kreuzmayr und bin da Chef do. Servus, i bin da Sepp Krassnitzer und hab dein Zettl glesn und dast wen für deine Auslagn brauchst?

Göd hob i kans! Aber du kannst für dei oabat a paar Fetz`n (Bekleidungstücke) hobn und vielleicht a paar Schilling! Wiast siagst, fang ma jo grad erst an. Das waren die ersten Worte des Herrn Hans Kreuzmayr. Warum nicht, dachte ich mir. Und daraus wurde der Grundstein für eine Jahrzehnte dauernde Zusammenarbeit gelegt.“

Robinson war mit 14 der jüngste Geiger im Orchester des Brucknerkonservatoriums und hat sein Studium auf der Kunstuniversiät in Linz mit Erfolg abgeschlossen. Seinen Spitznahmen erhielt er von seiner früheren Band, die ihn als Aussteiger in Sachen Musik sah. Heute ist er ist ein Förderer junger Talente und begnadeter Maler. Robinsons Siege schmeckten süß, aber erst die bitteren Pillen der Niederlagen machten ihn zu jener Ikone der Popmusik, die er heute ist – mit neuen Projekten und neuen Ideen …

„Mein Leben ein Waterloo“ erscheint im Juli 2010 beim Freya Verlag.

Interessierte können dieses Buch gerne unter www.freya.at vorbestellen.

veröffentlicht von am 22. Jun 2010. gespeichert unter Musik, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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