Media Innovation Report von nextMedia.Hamburg (FOTO)





Vertrauen in Künstliche Intelligenzen wächst deutlich – ihre
Vermenschlichung wird allerdings abgelehnt

– 83 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, mit Künstlichen
Intelligenzen zu kommunizieren. Das entspricht einer Steigerung um 25
Prozentpunkte innerhalb eines Jahres.

– 77 Prozent der Befragten fordern, dass KI-Anwendungen als solche
erkennbar sein sollten – und sprechen sich gegen die
Vermenschlichung Künstlicher Intelligenz aus.

– Nur 39 Prozent können einen Text, der von einer KI stammt, von
einem Text unterscheiden, der von einem Menschen stammt.

Das Vertrauen der Deutschen in Künstliche Intelligenzen wächst
rapide. Das zeigt eine online-repräsentative Studie von Statista, die
nextMedia.Hamburg im Vorfeld des elften scoopcamp
(https://www.scoopcamp.de/), der Innovationskonferenz für Medien,
durchgeführt hat. Demnach können sich 83 Prozent der Befragten
vorstellen, mit Künstlicher Intelligenz zu kommunizieren. Das
entspricht einem Zuwachs um 25 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres.
2018 hatten sich noch 58 Prozent der Deutschen eine solche
Kommunikation grundsätzlich vorstellen können, wie eine Studie von
nextMedia.Hamburg ergab (http://ots.de/4oICeX).(Siehe Grafik „Ich
kann mir vorstellen, mit Künstlicher Intelligenz zu kommmunizieren“).

Denkbar ist für die Befragten dabei vor allem der Konsum von
automatisch generierten Kurzmeldungen wie Wetterberichten (63
Prozent) und Verkehrsnachrichten (51 Prozent). KI-generierte Musik zu
hören, kommt für 34 Prozent in Frage, ein KI-generiertes Buch zu
lesen, ist für 30 Prozent vorstellbar. Skeptischer sind die Befragten
dagegen bei politischen Berichten, die automatisch erstellt wurden.
Nur 13 Prozent würden derartige Nachrichten konsumieren wollen (Siehe
Grafik:“Welche KI-generierte Medien würden Sie konsumieren?“).

Auch das Kennzeichnen von KI-Texten ist umstritten: Wenn es auch
29 Prozent der Deutschen überhaupt nicht interessiert, ob eine
Künstliche Intelligenz im Kreationsprozess von Medien beteiligt war,
wünschen sich 77 Prozent, dass KI-Anwendungen als solche erkennbar
bleiben sollten. Nur zehn Prozent der Befragten sprechen sich dagegen
für die Vermenschlichung von KIs aus (Siehe Grafik: „Sollten
KI-Anwendungen vermenschlicht werden?“).

Die Unterscheidung zwischen automatisch und menschlich verfassten
Texten wird zudem immer schwieriger, da sich viele KI-Texte bereits
heute so lesen lassen, als seien sie von Menschen geschrieben worden.
So glauben auch nur 24 Prozent der Befragten, einen Text, der von
einer KI stammt, von einem Text, der von einem Menschen stammt,
unterscheiden zu können. Weitere 50 Prozent wissen nicht, ob sie
einen Unterschied erkennen könnten. Und in der Tat: Nur 39 Prozent
haben den richtigen KI-Text im Test identifizieren können (Siehe
Grafik: „Wieviel Prozent der Deutschen erkennen, ob ein Text von
einer KI oder einem Menschen stammt?“).

Auch die Glaubwürdigkeit von automatisch erstellten Texten führt
zu Verunsicherung bei den Bundesbürgern: Während 43 Prozent
KI-Nachrichten für glaubwürdig halten, hegen 57 Prozent Zweifel.
Dabei scheinen die Befragten weniger Angst vor der KI an sich als vor
den Programmierern dahinter zu haben: So befürchten 54 Prozent, dass
Entwickler die KI für eine eigene Agenda missbrauchen könnten.
Weiteren 62 Prozent gefällt es nicht, dass eine Künstliche
Intelligenz nicht für Inhalte verantwortlich gemacht werden kann
(Siehe Grafik: „Warum halten Sie KI-generierte Nachrichten für
unglaubwürdig?“).

Zusammenfassend zeigt die Studie: Die Akzeptanz von Künstlicher
Intelligenz hat innerhalb eines Jahres deutlich zugenommen. Dabei
entpuppen sich Kurzmeldungen wie Wetterberichte oder
Verkehrsinformationen als beliebte, vorstellbare KI-Formate.
Gleichzeitig wünschen sich die meisten Deutschen klare Leitlinien für
den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und entsprechende Hinweise,
wenn sie zum Einsatz kommen. Denn obwohl sie sich wünschen, dass
automatisch erstellte Beiträge auch als solche identifizierbar
bleiben, werden KI-Texte nicht mehr so einfach erkannt.

Diese online-repräsentative Studie wurde im Vorfeld des scoopcamp
(https://www.scoopcamp.de/), der Innovationskonferenz für Medien, von
Statista im Auftrag von nextMedia.Hamburg zwischen dem 25. Juni und
30. Juni 2019 durchgeführt. Insgesamt haben 1.000 Personen
teilgenommen, die zu 50,4 Prozent männlich und zu 49,6 Prozent
weiblich sind. Die Studie ist der dritte Teil des Media Innovation
Reports von nextMedia.Hamburg. Weitere spannende Fakten, Trends und
Diskussionen zum Thema Journalismus und Medien gibt es am 25.
September 2019 beim scoopcamp in der Hamburger Speicherstadt. Tickets
gibt es hier: www.scoopcamp.de/tickets

Über nextMedia.Hamburg:

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innovationsorientierte Zusammenarbeit zwischen Medien- und
Digitalunternehmen, Hochschulen, ihren Studierenden sowie engagierten
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Spitzenposition als Medien- und Digitalstandort zu sichern und
auszubauen. Die Initiative versteht sich als Knotenpunkt in einem
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veröffentlicht von am 14. Aug 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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