MDR sucht weiter nach enger Zusammenarbeit mit Medien inöstlichen Nachbarländern





Der MDR möchte weiter an einer Zusammenarbeit mit
ost- und mitteleuropäischen Rundfunkpartnern festhalten, insbesondere
in den Nachbarländern Polen und Tschechien. In ihrem jährlichen
Bericht vor dem Rundfunkrat über die Zusammenarbeit mit Hörfunk und
Fernsehanstalten in Mittel- und Osteuropa bedauerte Intendantin
Karola Wille, dass sich die Möglichkeiten redaktioneller und
produktioneller Zusammenarbeit nach gravierenden politischen
Veränderungen in den europäischen Nachbarländern teils deutlich
verschlechtert hätten. So seien vielfach frühere langjährige
Gesprächs- und Kooperationspartner abgelöst worden und Kontakte
dadurch verloren gegangen.

Gelungen sei es allerdings, die Kontakte zu den Redaktionen in den
grenznahen Regionen weitgehend aufrecht zu erhalten, teilte der für
die Osteuropa-Berichterstattung zuständige Direktor des
Landesfunkhauses Dresden, Sandro Viroli, mit. Dies gelte zum einen
für Radio und Fernsehen in der niederschlesischen Hauptstadt Wroclaw
und die Region der Europastadt Görlitz/Zgorzelec, zum anderen für
nach wie vor funktionierende Kooperationen mit Ceska Televize und
Cesky Rozhlas in den grenznahen Gebieten. Hier gibt es nach wie vor
den wöchentlichen Austausch von Programmmaterial für die aktuelle
Berichterstattung. Die Teilnahme an mehreren Festivals in beiden
Ländern und gegenseitige Konsultationen ergänzen die Bemühungen um
eine vertiefte programmliche Zusammenarbeit.

Gegenwärtig sei zwar nicht verlässlich einzuschätzen, wie die bis
vor drei Jahren bestehenden festen Kooperationsvereinbarungen vor
allem mit den polnischen Rundfunkanstalten wieder mit Leben gefüllt
werden können, dennoch gebe es aus laufenden Gesprächen und Kontakten
ermutigende Anzeichen, sagte die MDR-Intendantin. Der Rundfunkrat
bekräftigte einmal mehr, dass er jegliche Bemühungen um eine starke
Verzahnung der Berichterstattung über die Grenzen hinweg ausdrücklich
unterstütze. Die Verständigung und ein möglichst intensiver Austausch
mit den europäischen Nachbarn sei ein selbstverständlicher Auftrag
öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten auf beiden Seiten. Und dies
nicht nur wenige Monate vor einer anstehenden Europawahl, mahnte
Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage.

Pressekontakt:
MDR-Rundfunkrat, Horst Saage, Vorsitzender, Tel.: (0341) 3 00 62 21,
E-Mail: rundfunkrat@mdr.de, Internet: www.mdr-rundfunkrat.de

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 17. Sep 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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