MDR-Rundfunkrat sieht Behinderung journalistischer Arbeit beiöffentlichen Veranstaltungen mit Sorge





Vorsitzender Saage: „Demokratie braucht
Öffentlichkeit“

Mit Kritik und Sorge reagierte der MDR-Rundfunkrat auf
Einschränkungen der journalistischen Arbeitsmöglichkeiten bei
öffentlichen Veranstaltungen in der jüngsten Zeit. Wo die Arbeit von
Journalisten und Kamerateams mit Drohungen, Beschimpfungen und sogar
mit tätlichen Angriffen behindert werde, sei die Grenze deutlich
überschritten, sagte der Vorsitzende des Rundfunkrats, Horst Saage,
in der jüngsten Sitzung des Aufsichtsgremiums in Leipzig und fügte
hinzu: „Demokratie braucht Öffentlichkeit, braucht freie
Berichterstattung und für Journalisten den notwendigen Schutz bei
ihrer Arbeit“.

„Die Medienfreiheit unterscheidet uns wesentlich von totalitären
Systemen“, erläuterte MDR-Intendantin Karola Wille in der Sitzung des
Rundfunkrats. Wer Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes
einschüchtere oder sogar körperlich angreife oder dies zulasse, lege
Hand an eine tragende Säule einer freiheitlichen offenen
Gesellschaft. Der MDR werde dies nicht tolerieren und sich – wo nötig
– mit rechtlichen Mitteln zur Wehr setzen. Sie erwarte von
Organisatoren öffentlicher Veranstaltungen sowie von Polizei und
Ordnungskräften ein konsequentes Eintreten für die Sicherstellung der
Medienfreiheit, unterstrich Wille.

Pressekontakt:
MDR-Rundfunkrat, Horst Saage, Vorsitzender
Tel.: (0341) 3 00 62 21, E-Mail: rundfunkrat@mdr.de
Internet: www.mdr-rundfunkrat.de

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 17. Sep 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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