MDR KULTUR porträtiert Erfurter Blues-König (FOTO)





Anlässlich des 70. Geburtstags von Jürgen Kerth widmet sich die
MDR-Reihe „Lebensläufe“ am Donnerstag, 19. Juli um 23.05 Uhr, dem
Blues-König. Im Anschluss zeigt das MDR-Fernsehen um 23.35 Uhr in der
Reihe „Erlebnis Musik“ die einzige Konzertaufzeichnung von Kerth und
seiner Band zu DDR-Zeiten.

Jürgen Kerth gehört zu den ganz Großen des Blues – und das nicht
nur in seiner thüringischen Heimat. Den internationalen Vergleich
braucht er nicht scheuen. Eigentlich hätte er in einer Blues-Hochburg
wie New Orleans, Memphis oder Chicago zur Welt kommen müssen.
Stattdessen wurde der „ostdeutsche Blues-König“ am 19. Juli 1948 in
Erfurt geboren – hinein in eine Familie, die mit Musik nicht
wirklich etwas am Hut hatte.

Am Donnerstag, 19. Juli, um 23.05 Uhr stellt die Reihe
„Lebens-läufe“ den Autodidakten vor: Ohne Profi-Ausweis waren seine
ersten Projekte stets von Verboten bedroht. Drei Bands gingen so den
Bach hinunter. Deshalb besuchte Jürgen Kerth die Erfurter
Musikschule. Dass er die Berufsmusikerprüfung bestand, hält er heute
noch für einen Glücksfall.

Seit seiner ersten LP im Jahr 1976 galt Jürgen Kerth in der DDR
als einer der besten Gitarristen. Seine zumeist deutschen Texte
erzählen von Alltagsgeschichten, von der Liebe und dem Blues. Im Lied
„Ich liebe die Eine“ macht er eine Liebeserklärung an seine Gitarre
der Marke „MIGMA“, mit der er seit 50 Jahren die Leiden-schaft zum
Blues zelebriert. Dabei will sich Kerth gar nicht festlegen lassen.
Seine Bands, mit unterschiedlichen Besetzungen und Gast-Musikern,
sind weder Blues-, noch Swing-, noch Reggae-Bands, wie er selbst
sagt. Authentische Musikstile schneidet er auf sich selbst zu und
lässt dabei Elemente des Blues stilsicher in andere Genres
einfließen.

Auf diese Weise entsteht der einzigartige Sound des erklärten
Lokalpatrioten. So auch in „Gloriosa“, einer Hommage an die Glocke
des Erfurter Doms, vorgetragen in Jürgen Kerths liebenswertem
Thüringer Dialekt. Kommerz und Publicity sind ihm dabei nicht
wichtig, Fernsehauftritte sind ebenso selten wie Platten- und
CD-Veröffentlichungen. Bodenständig, virtuos und leidenschaftlich
fühlt sich „Kerthe“ bis heute nahe am Publikum am wohlsten.

In der Reihe „Erlebnis Musik“ zeigt das MDR-Fernsehen am
Donnerstag, 19. Juli, um 23.35 Uhr ein Konzert mit Jürgen Kerth und
seiner Band vom 30. August 1982 in der Stadthalle Karl-Marx-Stadt.
Zur Band gehörten damals Lothar „Lotix“ Wilke am Keyboard, Eberhard
„Amsel“ Meyerdirks am Schlagzeug und Bernd Kleinow mit der
Mundharmonika. Die Solopassagen und musikalischen Dialoge zwischen
Kerth und Kleinow, in Liedern wie „Helmut“ oder „Martha“, machen
diese einzige Konzertaufzeichnung aus DDR-Zeiten zu einem besonderen
Konzertdokument.

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Margit Parchomenko,
Tel.: (0341) 3 00 64 72, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 17. Jul 2018. gespeichert unter Musik. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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