MDR-Doku “Chemnitz – Ein Jahr danach”





Im August vergangenen Jahres geriet Chemnitz in
die internationalen Schlagzeilen. Nach dem Tod von Daniel H.
mobilisierte die rechte Szene. Ein Jahr nach den Ereignissen fragt
die MDR-Doku “Chemnitz – Ein Jahr danach”, wie sich die Stadt
verändert hat – zu sehen am Montag, 26. August, um 22.45 Uhr im
Ersten und am Mittwoch, 28. August, um 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen.

Auf dem Campus fühlt sich Olfa Kanoun sicher und akzeptiert.
Kanoun stammt aus Tunesien, lebt seit 12 Jahren in Chemnitz und ist
Professorin an der Technischen Universität Chemnitz. Die
Wissenschaftlerin war froh darüber, dass in den vergangenen Jahren
das Leben in Chemnitz bunter geworden ist. Die Ereignisse rund um den
27. August 2018 haben die Akademikerin schockiert. Alles begann mit
dem gewaltsamen Tod von Daniel H. – der mutmaßliche Täter soll ein
Flüchtling gewesen sein. In der Folge gingen 6.000 Menschen auf die
Straße. Wütende Chemnitzer demonstrieren an der Seite von Neonazis
und Hooligans. Die rechte Szene mobilisierte und hetzte.

Jetzt, ein Jahr nach den verstörenden Ereignissen von Chemnitz,
erzählt die MDR-Doku von einer “geteilten” Stadt. Im Film “Chemnitz –
Ein Jahr danach” kommen Menschen aus verschiedensten Lebenswelten zu
Wort. Gezeigt wird ihr Alltag und wie sich ihr Leben seitdem in
Chemnitz verändert hat.

Da ist beispielsweise die syrische Familie Al-Gaber, die sich vor
einem Jahr aus Angst kaum noch vor die Tür traut. Aber auch das
Gefühl, ignoriert oder abgelehnt zu werden, schwand in den letzten
Monaten nicht. Inzwischen sind die Al-Gabers aus Chemnitz weggezogen.
Matthias Singer, der Wirt des Gartenlokals “Zur Vogelweid” beklagt
ein geschwundenes Sicherheitsgefühl. Weitere Protagonisten des Films
sind der Unternehmer und Immobilienbesitzer Lars Fassmann, der
zahlreiche kulturelle Initiativen unterstützt – auch um mehr junge
Menschen nach Chemnitz zu locken – und die 21-jährige
Krankenpflegerin Margarete Rödel, die sich nach den Ereignissen von
2018 entschlossen hat, sich in der grünen Jugend politisch zu
engagieren. Sie will ihre Stadt nicht den Rechten überlassen. Die
Doku zeigt auch die Aktivitäten von Arthur Österle. Vor einem Jahr
war er Chefordner bei den “Pro Chemnitz”-Demonstrationen. Heute
engagiert sich Österle in der AfD.

Das Erste: 26. August, 22.45 Uhr, “Die Story im Ersten: Chemnitz
ein Jahr danach” (45 Minuten)

MDR-Fernsehen: 28. August, 20.45 Uhr, “Exakt – Die Story: Chemnitz
ein Jahr danach” (30 Minuten)

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Alexander Hiller, Tel.: (0341) 3 00 64
72, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 23. Aug 2019. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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