Mathias Arnold wird europäischer Apothekerpräsident im Jahr 2027. Die Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) hat den 62-jährigen Pharmazeuten aus Halle/Saale heute in Breslau (Polen) in das höchste Amt des Verbandes gewählt. Arnold folgt damit auf den polnischen Apotheker Dr. Mikolaj Konstanty, der die Präsidentschaft im Jahr 2026 innehat. Zusammen mit der Kroatin Ana Soldo, die als Vizepräsidentin für 2027 gewählt wurde, wird Arnold im kommenden Jahr die Interessen von Europas Apothekerschaft in Brüssel vertreten. Arnold war schon ZAEU-Vizepräsident im Jahr 2020, gehört seit 2026 dem neunköpfigen ZAEU-Exekutivkomitee an – und ist bereits seit 2018 Delegationsleiter der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf internationaler Ebene. Die ABDA ist das einzige deutsche Mitglied des Dachverbandes ZAEU, der 40 Apothekerkammern und -verbände aus 33 europäischen Staaten vereint.
„Die globalen Herausforderungen bei der Arzneimittelversorgung sind groß und werden immer größer“, sagt Arnold: „Oft lohnt es sich deshalb, den Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus zu wagen und europäische Lösungen zu finden, wenn einzelstaatliche Maßnahmen nicht ausreichen. Trotzdem dürfen gemeinsame Initiativen nicht dazu führen, das Subsidiaritätsprinzip zu verwässern und Einfluss auf die nationalen Gesundheitssysteme zu nehmen. Dieses Vorhaben erfordert ein beharrliches Engagement und eine enge Zusammenarbeit der Apothekerorganisationen in Europa. Dafür werde ich mich einsetzen.“ Arnold weiter: „Im Mittelpunkt unserer Verbandsarbeit steht auch im Jahr 2027 die Begleitung der europäischen Gesetzgebung, wie beim Lieferengpass-Management und der damit verbundenen Umsetzung des Critical Medicines Act. Und ganz generell gilt es, die Zukunft der Apotheke mit einer fachlich hochwertigen und patientenorientierten Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten zu sichern.“ Der künftige ZAEU-Präsident wagt auch einen Blick nach vorne: „In Zukunft wird die Apotheke mit neuen und weitergehenden Aufgaben ein essentialer Bestandteil einer effizienten Primärversorgung und der Prävention sein müssen. Wir müssen dafür die politischen, rechtlichen, fachlichen und digitalen Rahmenbedingungen schaffen. In Europa, in Deutschland und in jeder einzelnen Apotheke, denn jede Apotheke leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.“
Mehr Informationen unter www.abda.de und www.pgeu.eu
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