Marietta Slomka im „stern“: „Ich, stutenbissig? So ein Quatsch!“





Die „heute“-Journal-Moderatorin Marietta Slomka
wehrt sich gegen Kritik an ihren Interviews. Es sei „Quatsch“, dass
sie angeblich Frauen härter als Männer befrage und dass sie
„stutenbissig“ sei. „Mich interessiert nicht, ob ich einen Mann oder
eine Frau vor mir habe“, sagte Slomka im Gespräch mit dem Hamburger
Magazin „stern“. Sie verteidigt sich gegen ihr Image als
Politikerschreck. „Ich frage hartnäckig nach, wenn ich das Gefühl
habe, dass jemand ausweicht. Aber mir weibliche Zickigkeit zu
unterstellen, wenn ich das bei einer Frau mache, ist im Jahr 2018 nur
noch ermüdend.“

Marietta Slomka, 48, moderiert seit 17 Jahren das „heute“-Journal
im ZDF. Sie gilt als unerschrockene, coole Fragenstellerin, ihre
scharfen Politiker-Interviews gelten als kleine Lehrstücke. Im
Februar wurde die Journalistin (ihr Name bedeutet „kleiner
Strohhalm“) mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Ihre Art,
ein Gegenüber zu befragen, ist inzwischen zu einem eigenständigen,
geflügelten Verb geworden. Politiker würden von ihr „geslomkat“,
heißt es. „Dass eine journalistische Fragetechnik mit meinem Namen
verbunden wird, hätte ich mir vor 17 Jahren, als ich den Job begann,
auch nicht träumen lassen“, sagte Slomka dem „stern“.

Die Moderatorin äußerte sich auch zur aktuellen Diskussion um die
Abschaffung der Fernsehgebühren und zur Kritik an ARD und ZDF: „Mich
schmerzt es, wenn Journalismus generell verachtet wird und es heißt:
–Wozu brauche ich die überhaupt? Meine Informationen hole ich mir aus
dem Netz–„, sagte Slomka. Die Fülle öffentlich-rechtlicher
Informationssendungen könnten private Sender nicht bieten. Die
Alternative zu den kritisierten „Zwangsgebühren“,
öffentlich-rechtliche Sender über Steuermittel zu finanzieren,
überzeugt sie nicht: „Dann müsste der Intendant des ZDF mit der
jeweiligen Regierung verhandeln, wie viel Geld wir bekommen. Das wäre
das Ende der Unabhängigkeit“, so Slomka.

Dass Fernsehkameras Moderatoren und Moderatorinnen meist dicker
erscheinen lassen, ist für Slomka kein Thema. Sie hungere nicht
dagegen an. „Ich mache auch nicht groß Sport“, bekennt die
Moderatorin, „ich esse oft Ungesundes, wenn wir vor der Sendung
überhaupt dazu kommen, etwas zu essen. Stressdiät sozusagen.“ Die
neue HD-Fernsehtechnik empfindet Slomka dagegen als „Horror“. Die
hoch auflösende Technik sei gut für Natur-Dokus und Sportereignisse,
aber nicht für Menschenfotografie. „Mit HD sehen sie den kleinsten
Make-up-Krümel auf der Backe. Das ist auch nicht authentisch, weil
sie in natura ja normalerweise nicht mit Vergrößerungsglas und Lampe
an ein Gesicht rangehen – außer Sie sind Kosmetikerin.“

Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff,
G+J Unternehmenskommunikation,
Tel.: 040 – 3703 2468,
E-Mail: gruengreiff.sabine@guj.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 21. Mrz 2018. gespeichert unter Fernsehen, Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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