Leopold Museum eröffnet opulente Jubiläumsschau zum Gedenken an Egon Schieles 100. Todestag – BILD





Anlässlich Egon Schieles 100. Todestages widmet das
Leopold Museum, das die weltweit umfangreichste und bedeutendste
Sammlung des Ausnahmekünstlers beherbergt, dem herausragendsten
Vertreter des „Österreichischen Expressionismus“ eine besondere
Ausstellung: Mit insgesamt rund 200 Objekten, darunter Gemälde,
Aquarelle, Zeichnungen, Skizzen, Briefe und Fotografien, setzt die
Jubiläumsschau neun thematische Schwerpunkte rund um Egon Schieles
?uvre und schafft durch zahlreiche dokumentarische Archivalien Zugang
zu seiner Persönlichkeit. Während beinahe neun Monaten ist der
umfassende Sammlungsbestand zu sehen, wobei Papierarbeiten aus
restauratorischen Gründen in drei Durchläufen gezeigt werden und
einzelne herausragende Werke internationaler Sammlungen als „noble
Gäste“ die Schau bereichern.

„An keinem anderen Ort hat man die einzigartige Gelegenheit, die
Entwicklung dieses bahnbrechenden Künstlers des beginnenden 20.
Jahrhunderts in einer derart repräsentativen Auswahl – von seinen
ersten Arbeiten, über die seinen Weltruhm begründende
expressionistische Periode, bis hin zum Spätwerk des früh
verstorbenen Künstlers – verfolgen zu können,“ so Hans-Peter
Wipplinger, Direktor und Kurator der Ausstellung.

Der Auftakt der Präsentation widmet sich dem „Selbst“ sowie dem
„Ich“ – dem Selbstporträt und Schieles sensitivem Erleben der Welt.
Auch im Themenspektrum „Mutter und Kind“ kommt es zu radikalen
Bildkompositionen, die von Schieles fortwährender, ambivalenter
Auseinandersetzung mit dem Sujet der Mutter und seinem obsessiven
Bezug zu Buben und Mädchen zeugt. Einen weiteren Fokus setzt die
Jubiläumsschau auf „Spiritualität“ und zeigt den Künstler als
Suchenden, der nach Identitätserneuerung und Offenbarung strebt.

„Im österreichischen Expressionismus ist die Persönlichkeit der
Künstler (Gerstl, Kokoschka, Schiele) in ihr Werk und ihr
spezifisches Schaffen integriert. Egon Schiele ging es daher in Einem
um das Werk wie um die eigene Entwicklung. Dabei verschränkte sich
ein bewusstes und willentliches Etwas-aus-sich-machen-Wollen mit
einer rezeptiven Hingabe an organisch und geistig auf ihn
eintreffende Prozesse. Dem Sammler Rudolf Leopold ist zu danken, dass
er über die Kunstwerke hinaus auch historische Fotos, Briefe und
Gedichte Schieles gesammelt hat, sodass in der Jubiläumsausstellung
nicht nur das künstlerische Werk, sondern auch die Persönlichkeit des
Künstlers spürbar wird, die als Basis hinter dem kreativen Prozess
steht,“ erläutert Diethard Leopold, Kurator der Ausstellung.

Auch Schieles Beziehungen zu und sich im Laufe der Zeit wandelnde
Darstellungen von „Frauen“, ob Partnerinnen oder Modelle, werden in
zwei Räumen veranschaulicht. Selbst in seinen „Landschaften“, einem
weiteren Schwerpunkt, zielte der Künstler darauf ab, die „Seele“ der
Dinge zu vermitteln. „Städtebilder“ sind ein zentrales Thema, vor
allem vom mittelalterlichen Städtchen Krumau in Südböhmen, dem
Geburtsort von Egon Schieles Mutter. Schließlich zeigt die
Ausstellung stilistisch facettenreiche, mit viel Sensibilität
geschaffene und keineswegs klassische „Porträts“.

Zwtl.: Gegenüberstellung von Egon Schiele, Günter Brus und Thomas
Palme

Im Grafischen Kabinett des Leopold Museum begegnen einander drei
Künstler, die eine Obsession für das Zeichnen eint: „Die Ausstellung
?Absturzträume? führt drei große Zeichner aus drei unterschiedlichen
Generationen zusammen, die den menschlichen Körper und die
gesellschaftlichen Kräfte, die auf ihn wirken, ins Zentrum ihrer
künstlerischen Auseinandersetzung gestellt haben,“ erklärt Roman
Grabner, Kurator der Ausstellung.

Egon Schiele und Günter Brus, der heuer seinen 80. Geburtstag
feiert, haben in nur wenigen Jahren ein radikales und revolutionäres
Hauptwerk geschaffen, das den Grundstock ihrer internationalen
Bedeutung und Ankerkennung bildet, in ihrer jeweiligen Zeit jedoch zu
Ablehnung, Verurteilung und Verhaftung geführt hat. Thomas Palme
teilt mit ihnen die Erfahrung von Zurückweisung, Ausgrenzung und
zermürbenden Gerichtsprozessen und setzt die Linie fort, die beide
begonnen haben.

Zwtl.: Feierliche Eröffnung der Ausstellungen

Der Einladung zur Eröffnung, die in Anwesenheit von Günter Brus
und Thomas Palme feierlich von Bundesminister Gernot Blümel,
DirektorInnen Hans-Peter Wipplinger und Gabriele Langer sowie den
Kuratoren Diethard Leopold und Roman Grabner begangen wurde, folgten
rund 1000 BesucherInnen, darunter Vorstandsmitglied Elisabeth
Leopold, Vorstandsvorsitzender Helmut Moser, Anna Brus, Christine
Gironcoli, Gerda Leopold, die KünstlerInnen Irene Andessner, Waltraut
Cooper, Lorenz Estermann, Heidi Harsieber, Martha Jungwirth,
Constantin Luser, Lukas Pusch, Walter Vopava, Jun Yang, die
Botschafterinnen Jolanta Ró?a Koz?owska, Polen, Ksenija ?krilec,
Slowenien mit Kulturattachée Barbara Ko?elj Podlogar, Direktoren
Wolfgang Muchitsch/Joanneum, Christoph Thun-Hohenstein/MAK Museum für
angewandte Kunst, Peter Weinhäupl/Klimt Foundation, Tobias G. Natter,
Marianne Hussl-Hörmann, Patrick Werkner, Herwig Kempinger, Präsident
der Secession, GaleristInnen Heike Curtze, Ursula Krinzinger, Philipp
Konzett, ORF-Reporterlegende Friedrich Ortner, Klimt-Nachfahre Gustav
Huber, Filmemacher Georg Riha, Architekt Markus Spiegelfeld, Sylvie
Aigner, Martin und Deborah Bene, Gernot Dolezal, Christa
Mayrhofer-Dukor, Heinz Neumann, Ernst Ploil, Regina Ploner, Anton
Schmölzer, Lothar Tirala u.v.m.

Link zu Fotos der Eröffnung:
[http://www.apa-fotoservice.at/galerie/11651]
(http://www.apa-fotoservice.at/galerie/11651)

Link zu ausführlichen Presseunterlagen und hoch aufgelösten
Pressebildern:
[https://www.leopoldmuseum.org/de/presse/sonderausstellungen/aktuell/
936]
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936)

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Tel. +43 1 525 70 1507
klaus.pokorny@leopoldmuseum.org
Mag. Anna Suette
Tel. +43 1 525 70 1541
anna.suette@leopoldmuseum.org
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Tel. +43 1 525 70 1541
veronika.werkner@leopoldmuseum.org

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veröffentlicht von am 3. Mrz 2018. gespeichert unter Allgemein, Museen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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