Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. / Preisträger ars viva 2019 / Niko Abramidis& NE | Cana Bilir-Meier | Keto Logua





Sperrfrist: 20.04.2018 15:00
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Im Rahmen der Veranstaltung „Es lebe die Kunst! 65 Jahre ars viva.
Künstler und Förderer im Gespräch“ am 20. April 2018 auf der ART
COLOGNE gibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft seine ars
viva-Preisträger 2019 bekannt.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt in
diesem Jahr den ars viva-Preis für Bildende Kunst an Niko Abramidis &
NE (*1987), Cana Bilir-Meier (*1986) und Keto Logua (*1988). Seit
1953 werden herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler
gekürt, deren Arbeiten eine eigenständige Formensprache und ein
Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen erkennen lassen. Der
Preis ist mit zwei Ausstellungen in renommierten Kunstinstitutionen
für Zeitgenössische Kunst in Deutschland und im europäischen Ausland
sowie einer Künstlerresidenz auf Fogo Island (Kanada) verbunden. Die
Künstler erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Darüber
hinaus gibt der Kulturkreis einen zweisprachigen Katalog heraus, der
im Kerber Verlag erscheinen wird. Die Jury wählte in diesem Jahr aus
49 vorgeschlagenen Künstlern zwölf Finalisten aus, die ihre Arbeiten
in Ateliers und den KW Institute for Contemporary Art in Berlin
präsentierten.

Niko Abramidis & NEs künstlerische Arbeit verweist auf Themen wie
Machtstrukturen, Zukunftsutopien oder globale Stadtentwicklung.
Ausgehend von Skizzen, die im Notizbuch oder auf dem Handy entstehen,
schafft er eigene Paralleluniversen: Rauminstallationen, die an
Büroräume erinnern und dabei mit tradierten Symboliken der Macht,
einer fiktiven Corporate Identity und dem Erscheinungsbild von
Großstädten spielen. Seine Zeichnungen, Objekte und Digitalprints
lassen subversiven Humor und vielfältige Bezüge, etwa zu Science
Fiction, Philosophie oder ökonomischen Abläufen, erkennen.

Ausgangspunkt und zugleich Kern der Film- und Soundarbeiten von
Cana Bilir-Meier ist die Arbeit mit Archivmaterialien aus familiärem
Bestand. Ausgehend von Episoden aus ihrem eigenen familiären Umfeld
nähert sich die Künstlerin als Enkelin türkischer Einwanderer
universeller Narrative und kollektiver Erinnerungen an. Die
Offenlegung des Prozesses der Materialsichtung der Bild- und
Tonaufnahmen, Briefe, Zeitungsartikel und Dokumente ist dabei von
zentraler Bedeutung. Durch die Gewichtung und Kontextualisierung der
Materialien entsteht eine eigene künstlerische Sprache und
Perspektive.

Wiederkehrende Bezugspunkte in Keto Loguas Skulpturen und
Filmarbeiten sind Naturphänomene und soziokulturelle Themen. Die
Künstlerin nähert sich gefundenen oder selbst geschaffenen Objekten
konzeptuell kritisch an und unterzieht die Objekte Prozessen der
Komprimierung und Umformung. So entstanden u. a. ein 3D-Druck der im
vergangenen Jahr wissenschaftlich rekonstruierten Ur-Blume oder eine
großformatige Skulptur aus Elementen eines Bienenstocks. In einer
weiteren Arbeit entwirft die Künstlerin mögliche Überlebensszenarien
unter Zuhilfenahme von Alltagsgegenständen und macht damit u. a. das
Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit zum Thema.

Der Jury, unter Vorsitz von Ulrich Sauerwein, gehörten neben
Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises Mathilda
Legemah und Franziska Rieger (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft),
die Kooperationspartner Julia Höner (KAI 10 | Arthena Foundation),
Dr. Nina Zimmer (Kunstmuseum Bern), Zita Cobb (Shorefast
Foundation/Fogo Island Arts), Nicolaus Schafhausen (Kunsthalle Wien,
Shorefast Foundation) sowie Bettina Steinbrügge (Kunstverein Hamburg)
als Fachberaterin an.

Am 6. Oktober 2018 wird die ars viva-Ausstellung der Preisträger
2019 in KAI 10 | Arthena Foundation in Düsseldorf eröffnet. Die
nachfolgende Ausstellungsstation ist im Sommer 2019 das Kunstmuseum
Bern.

Biografien der Künstler:

Niko Abramidis & NE, 1987 in München geboren, studierte
Architektur an der Technischen Universität München und Kunst an der
Akademie der Bildenden Künste München. 2017 erhielt er ein Stipendium
der Cité Internationale des Arts in Paris. Seine Arbeiten waren u. a.
im Kunstverein München und in der C-Gallery in München zu sehen. Er
ist Gründer und Kurator des 2015 ins Leben gerufenen Projektraumes
„easy!upstream“ in München.

Cana Bilir-Meier, 1986 in München geboren, studierte
Künstlerisches Lehramt sowie Kunst und Digitale Medien an der
Akademie der bildenden Künste Wien. 2016 wurde ihre Arbeit mit dem
Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten waren u. a. in
der Tensta Konsthall (Stockholm), in der Kunsthalle Wien, im mumok
(Wien) und auf der „Diagonale – Festival for Austrian Film“ zu sehen.

Keto Logua, 1988 in Sochumi, Georgien geboren, studierte Malerei
an der Staatlichen Akademie der Künste Tiflis und später an der
Universität der Künste Berlin. 2017 nahm sie am Berlin Program for
Artists teil. Ihre Arbeiten waren u. a. bei Between Bridges Berlin
(Berlin), im KW Institute for Contemporary Art (Berlin) und beim
„Open Frame Award goEast: Wettbewerb für Experimentalfilm und
Videokunst“ am Museum Wiesbaden zu sehen.

Pressefotos erhalten Sie unter diesem Link:
https://tinyurl.com/yahaylzm

Pressekontakt:
Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.
Sabrina Schleicher
Kommunikation
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29
D-10178 Berlin
T +49 (0)30-20 28-17 59
s.schleicher@kulturkreis.eu

Original-Content von: Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V., übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 20. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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