Kulturhauptstadt Hannover 2025 – Team Hannover hat zum Auftakt ins Rathaus geladen (FOTO)





– Bewerbung bietet Chancen für Hannovers Kultur und die gesamte
Stadtentwicklung

– Team Hannover besteht aus Expertinnen und Experten, Gremien,
Unterstützern und Politik

– Fahrplan zur Kulturhauptstadt Hannover 2025

UNESCO City of Music, eine außergewöhnliche Museums- und
Theaterlandschaft, Herrenhausen, die Kunstfestspiele, eine lebhafte
Kulturszene: Hannover ist eine Kulturmetropole. Nun bewirbt sich die
Stadt um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“. Doch in
dieser Bewerbung geht es um mehr, um einen erweiterten Kulturbegriff:
Wie wollen wir zukünftig in einer Stadt zusammenleben? Denn Kultur
bewirkt vor allem eines: Sie bringt Menschen zusammen, ob beim
gemeinsamen Kunsterlebnis oder dem kreativen Projekt im Stadtteil,
beim traditionsreichen Feiern bei „Lütje Lage“ auf dem traditionellen
Schützenfest oder beim großen Musikkonzert. Wenn im September 2019
die erste Bewerbungsmappe, das sogenannte Bid Book, eingereicht wird,
muss die Stadt die Frage beantworten: Wie kann Hannover beispielhaft
für andere europäische Städte zeigen, wie sich die kulturellen
Herausforderungen unserer Zeit zukunftsweisend lösen lassen?
„Hannover hat dafür die besten Voraussetzungen“, sagt Oeds Westerhof,
der niederländische Berater des Bewerbungsprozesses aus der
derzeitigen europäischen Kulturhauptstadt Leeuwarden. Die kulturelle
Vielfalt, die Infrastruktur und das Engagement in der Kulturszene
sind vorhanden. Nun gilt es den roten Faden und das Leitmotiv als
verbindendes Dach zu finden. Im Zentrum steht der Auftrag, „Kultur“
als Transmissionsriemen einer nachhaltigen Veränderung der Stadt
spürbar zu gestalten und Themen aufzugreifen, die auch anderen
Städten in Europa unter den Nägeln brennen – um nach beispielhaften
Lösungsansätzen für urbane Räume zu suchen.

Ausgangspunkt Hannover 2030: Chancen für die ganze Stadt

Die Idee der Bewerbung stammt aus dem Stadtdialog 2030. Die
HannoveranerInnen selbst zeigten sich überzeugt, dass die Teilnahme
an dem hochkarätigen Wettbewerb der Europäischen Union eine große
Chance für Hannover bietet. Hier liegt das Potenzial die zahlreichen
Zukunftsthemen der Stadtentwicklung in einem Gesamtprojekt zu
forcieren – in einem integrierten Zusammenspiel von Kunst,
Stadtraumentwicklung, Mobilitätskonzept und Nachhaltigkeitsthemen.
Wie immer bei Beteiligungsprozessen werden Themenfelder
identifiziert, die dann von einem kleinen Team von ExpertInnen in
eine kreativ exzellente Idee überführt werden – um vor der
internationalen Jury erfolgreich zu sein. Der Rat in Hannover hat die
Bewerbung beschlossen und die Verwaltung mit der Vorbereitung der
Bewerbung unter Einbindung der Politik und einer breiten
Öffentlichkeit beauftragt.

Hannover, Deutschland, Europa: Der Dreiklang der Bewerbung

„Hannover kann wegweisend auf drei Ebenen werden: Wir sehen uns
eingebettet in ein weltoffenes Europa, als Kulturmetropole
Deutschlands und können mit der außergewöhnlichen kulturellen
Vielfalt unserer Stadt punkten. In der Bewerbung kommt es aber auch
auf die visionäre Stadtentwicklung an. Hier haben wir den großen
Vor-teil, dass wir mit dem Stadtentwicklungsplan „Mein Hannover 2030“
vorgearbeitet haben“, so Oberbürgermeister Stefan Schostok. Eine
Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 bietet demnach
drei Perspektiven:

1. Die internationale Perspektive:

Die kulturell interessierte Welt schaut auf Hannover. Als vor
kurzem mit dem Max-Spohr-Preis für Vielfalt und Diversity
ausgezeichnete Stadt hat Hannover bewiesen, dass das Thema
Weltoffenheit zu ihren Stärken zählt. Mit dem Schwerpunkt
Internationalisierung zum Beispiel in Form von vielen internationalen
Städtepartnerschaften und Netzwerken zeigt die Stadt, dass der Blick
immer über die Stadt- und Landesgrenzen hinausgeht. Mit der bereits
etablierten Hochkultur hat Hannover das Potenzial über die Grenzen
des Landes, aber auch über Europa hinaus zu wirken.

2. Der bundesweite Imagefaktor:

Viele Menschen halten Hannover für die am meisten unterschätzte
Stadt Deutschlands. Neben der wichtigen Assoziation mit Hannover als
internationalem Messestandort und als Deutschlands grüner Metropole
gilt es die Wahrnehmung als Stadt voller kultureller Vielfalt zu
stärken. Der Titel Kulturhauptstadt würde die Reputation auch in
Europa erheblich steigern.

3. Die integrative Kraft für Hannover:

Eine Bewerbung als Kulturhauptstadt ist ein anspruchsvoller
Prozess. Denn es gilt vielfältige Interessen, Projekte und Meinungen
zu berücksichtigen. Die Kulturhauptstadt Hannover soll auf eine
breite öffentliche Akzeptanz treffen mit einer Aufbruchsstimmung, wie
es zuletzt bei der EXPO 2000 gelungen ist. Daher ist die gesamte
Phase von einem Beteiligungsprojekt begleitet, das auch Plattformen
für die Interessen aller gesellschaftlichen Gruppen schafft. Eine
gemeinsame Idee und Vision, der Wille und die Motivation eine
überzeugende Bewerbung auf den Weg zu bringen, die Hannover
repräsentiert, ist ganz unabhängig vom Titelgewinn eine große Chance
für die Stadtidentität selbst.

Nachbarschaft weitergedacht: Die erste Themenrichtung

Der beschlossene Arbeitstitel „Nachbarschaft“ gibt im weitesten
Sinne die Richtung vor: Es geht um das Zusammenleben in einer Stadt
im europäischen Kontext. Vor dem Hintergrund, dass das Leitmotiv auch
international überzeugen soll, wird dieses Thema weiterentwickelt.
Der bisherige Prozess hat fünf Kategorien identifiziert:

– Kulturstadt Hannover – wie z.B. Musik, Film, Tanz und Theater,
bildende Künste, Literatur, Museen, Sozio-und Stadtteilkultur
– Gartenkunst und -tradition
– Baukunst und Architektur: Das Erbe des Zeitgeistes
– Mobilität (Digitalisierung)
– Internationaler Austausch

Das Team Hannover

Unter der Leitung von Konstanze Beckedorf arbeitet das neue „Team
Kulturhauptstadt Hannover“ eng zusammen mit dem Kulturbüro der
Stadtverwaltung. Das Team setzt sich aus ExpertInnen mit besonderen
Kompetenzen aus dem Bereich Kultur, Beteiligung, Projektmanagement
und Kommunikation zusammen. „In diesem besonderen Projekt wird
hierarchiefrei und fachübergreifend gearbeitet. In dem straffen
Zeitplan werden wir auch neue Wege einschlagen und mit höchster
Priorität kooperieren“, so Konstanze Beckedorf zur Arbeitsweise des
Teams.

Der Kulturhauptstadtexperte Oeds Westerhof hat bereits wertvolle
Impulse und Inspirationen gegeben, da er schon eine Kulturhauptstadt
zum Sieg begleitet hat. Sein Credo: „Wenn man das macht, was man
immer macht, bekommt man auch das, was man immer hatte. Bei der
Bewerbung um den Titel nutzt man Kultur als Motor um neue Wege in
allen Bereichen der Stadtentwicklung zu gehen.“

Neben UnterstützerInnen und BotschafterInnen der Bewerbung besteht
das „Team Hannover“ zudem aus unterschiedlichen Gremien und Gruppen:
Es wird im Augenblick ein Kulturrat aus Kulturschaffenden gebildet.
Im Kuratorium beraten hochrangige Persönlichkeiten aus wichtigen
Themenfeldern den Prozess. Im Beirat sitzen Vertreterinnen und
Vertreter aller relevanten Gruppen der Stadt. Die Politik ist im
Kulturausschuss involviert. Und nicht zuletzt wird die Bewerbung auch
dezernatsübergreifend durch die Führungskräfte und Mitarbeiter der
Stadtverwaltung inhaltlich erarbeitet und gefüllt.

Der Fahrplan zur Bewerbung

Das Ziel der ersten Bewerbungsphase ist die Abgabe des Bid Books
im September 2019. Am 24. September 2018 erfolgt der offizielle
„Call“ der Kulturstiftung der Länder im Auftrag der
Kultusministerkonferenz für das offizielle nationale
Auswahlverfahren. Am 1. und 4. Oktober 2018 werden sich Kuratorium
und Beirat zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenfinden. Im
Anschluss findet der Kulturausschuss am 12. Oktober 2018 statt.
Parallel arbeitet das Team Kulturhauptstadt mit
KommunikationsexpertInnen an der Präsentation am 16. Oktober mit
allen deutschen Bewerberstädten in Berlin. Hier geht es um eine
Vor-stellung der Stadt und eine erste Richtung der Bewerbung. Die AG
Kulturhauptstadt mit leitenden Mitarbeitenden der Stadtverwaltung
beginnt nach dem ersten Workshop am 12. September mit der weiteren
Ausarbeitung. Gespräche mit potentiellen BotschafterInnen aus Stadt
und Kultur sowie eine Kommunikationskampagne sind in Vorbereitung und
werden den weiteren Prozess begleiten.

Wie geht es nach der Abgabe des Bid Books weiter?

2019 Pre-Selection: Präsentation der Bewerbung vor der
europäischen Jury, die daraufhin die sog. „Shortlist“ mit den Namen
der Städte veröffentlicht, die in die zweite und entscheidende Runde
kommen.

Selection 2020: Abgabe des 2. Bid Books: Konkretisierung und
Optimierung der Bewerbung. Jede der Städte auf der „Shortlist“ wird
von einer Delegation der Jury besucht und präsentiert sich und ihr
Konzept erneut. Bekanntgabe des Titelträgers/der Titelträgerstadt.
Daraufhin beginnen die Vorbereitungen für das Veranstaltungsjahr 2025
im Detail.

Alle UnterstützerInnen kommunizieren ab sofort unter den Hashtags:
#khh25 und #teamhannover

Pressekontakt:
Landeshauptstadt Hannover
Prof. Dr. Annika Schach
Leiterin Kommunikation
Trammplatz 2, 30159 Hannover
Telefon 0511-168-42414
Email: annika.schach@hannover-stadt.de

Original-Content von: Landeshauptstadt Hannover, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 20. Sep 2018. gespeichert unter Musik. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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