Künstlergespräch mit Claudia Kapp im Kunstverein Braunschweig





Zone des Übergangs
Ein zentrales Interesse der Installationen ist die Zone des Übergangs, in welcher das Licht mit der Dunkelheit zusammentrifft. Damit korrespondieren die Werke in Spannungsbögen auch mit dem beginnenden eher dunklen November. Kapp nutzt in ihren Arbeiten unterschiedliche Medien wie Video, Sound und Licht in vielfältiger Weise. Sie deutet Räume, Alltagsgegenstände sowie gesellschaftliche Rituale und kulturelle Bräuche neu, um sie auf eine überhöhte und mystische Ebene zu führen.

Farbiger Kunstherbst in den ZeitOrten
Die glühende Leuchtschrift auf dem Dach des Hauses lockt den Betrachter, scheint ihn direkt anzusprechen: YOU YOU. Doch die Fenster und Türen der Fassade sind mit Platten verschlossen, der Zugang ins Innere ist versperrt. Die Installation Rising Set (The Dark Hours of the Sun) besteht aus fünf Sonnenuntergängen, die nebeneinander projiziert werden. Das romantisch-verklärte Bild der versinkenden Sonne wird durch seine Vervielfältigung unendlich und durch die Geschichte einer Erzählerin in den Kontext ägyptischer Mythologie gesetzt: Die Stimme geleitet den Besucher durch die 12-stündliche Nachtfahrt der Sonne. Die Beschreibungen der Unterwelt skizzieren auf poetischer Ebene die archetypischen Elemente einer Expedition durch das von C.G. Jung beschriebene kollektive Unbewusste. Der Besucher begibt sich auf eine Reise durch das Haus, während seine Wahrnehmung im Spiel mit Licht und Dunkel sowie ungewohnten Raumsituationen irritiert wird.

Stipendium in New York und zwei Ausstellungen in Niedersachsen
Claudia Kapp (geb. 1974) hat 2010 das vom Land Niedersachsen initiierte und gemeinsam mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergebene New York-Stipendium erhalten, das einen zwölfmonatigen Aufenthalt im International Studio and Curatorial Program in New York und zwei Ausstellungen in niedersächsischen Kunstvereinen umfasst. Die Ausstellung YOU YOU entstand in Kooperation mit Benjamin Blanke (geb. 1973) und Anna Jandt (geb. 1980, Mitglied der Künstlergruppe FORT).

Marcel Dzama im ZeitOrt Kunstverein Braunschweig
Die fantastischen Figurationen Marcel Dzamas aus Tusche und Aquarell sind noch bis 13.11. im Hauptgebäude vom ZeitOrt Kunstverein Braunschweig – dem klassizistischen Haus Salve Hospes – zu sehen.

Mehr außergewöhnliche Tipps in Sachen Kunst und Kultur
Ideen für Wochenendreisen mit Kunst, Kultur und mehr in sechs Epochen von der Urzeit bis zur Zukunft hat das Team der ZeitOrte: www.zeitorte.de/reiseangebote/wochenendreisen.html

veröffentlicht von am 1. Nov 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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