Krügers Bericht – Eine kontroverse Liebesgeschichte





Der zweite Roman des Berliner Autors Erik J. Roberts handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einer Fünfzehnjährigen und einem Assistenzarzt. Die Umstände bedingen, dass Doktor Marcus Krüger wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen in Untersuchungshaft sitzt. Um seinem Anwalt Material für eine geeignete Verteidigungsstrategie zu liefern, verfasst er einen Bericht über die Abfolge der Ereignisse, die zu seiner Inhaftierung führten. Neben der Liebesbeziehung zu Nele Könnecke stehen für ihn die berufliche Existenz und das Sorgerecht für seine Tochter auf dem Spiel.
Für Krüger bedeuten Ehe und Arbeitsplatz die Hölle. Er wird »mit brachialer Wucht aus dem trostlosen Rinnsals seines Lebens gerissen«, als er die dreizehnjährige Nele kennenlernt, zu der er tiefe Liebe empfindet. Nach zwei Jahren innerer Zerrissenheit, Begierde und Konflikten wird aus beiden ein Paar, das sich über Konventionen hinwegsetzt. Doch Krügers zutiefst gedemütigte Frau übt Rache, die nicht nur das leidenschaftliche Glück, sondern auch Krüger selbst zerstören soll.
Erik J. Roberts nähert sich in seiner kontroversen Erzählung sensibel dem Thema Parthenophilie, dem Interesse an pubertierenden Mädchen. Provozierend sticht er damit in das Hornissennest der diesbezüglich hoch emotional aufgeheizten öffentlichen Debatte. Erinnert sei hier an die »Lolita-Affäre« der Schleswig Holsteinischen CDU. Sinnlichkeit und große Emotionen machen Krügers Bericht zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. Wer Vladimir Nabokovs »Lolita« oder Marguerite Duras“ »Der Liebhaber« schätzt, wird Krügers Bericht lieben.
Erik J. Roberts arbeitet als Arzt und Schriftsteller in Berlin. Wenn etwas seine Bücher verbindet, dann ist es die Kontroverse. Er findet in seinen Romanen stets das Außergewöhnliche und Emotionale, was aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. 2010 veröffentlichte Roberts seinen ersten Roman »Im Netz der Deutschlandclique« (neue Version 2012 im Engelsdorfer Verlag geplant), einen Politthriller, der zur Zeit der zweiten Großen Depression in Berlin des Jahres 2016 spielt. Der aktuelle Roman knüpft an gegenwärtige Diskussionen über Wirtschaftskrise und Überwachungsstaat an, radikalisiert jedoch die Situation und geht damit über »reale« Szenarien hinaus. »Das Buch zur Krise!«, die noch ihren Boden sucht.

veröffentlicht von am 27. Jan 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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