kressreport: Nico Hofmann im Interview: „Die amerikanische Serienkultur beeinflusst das junge Publikum sehr stark“





Produzent und UFA-Fiction-Chef Nico Hofmann,
54, schlägt am kommenden Mittwoch im Ersten mit „Bornholmer Straße“
wieder einmal ein Kapitel deutscher Historie auf. Die Geschehnisse
der Nacht vom 9. November 1989 werden anhand des ehemaligen
Grenzpolizisten Harald Jäger in einer Tragikomödie erzählt – jenem
Mann, der damals den Schlagbaum am Grenzübergang Bornholmer Straße
öffnete.

Hofmann findet, dass die deutschen Produzenten bei den
Erzählformen wesentlich anspruchsvoller werden müssen, um mit der
Konkurrenz aus Übersee und Skandinavien mithalten zu können. „Die
amerikanische Serienkultur beeinflusst das jüngere Publikum sehr
stark“, so Hofmann im neuen kressreport (Ausgabe 20.14). „Wir müssen
unter Beweis stellen, dass wir in der Lage sind, auf dem gleichen
erzählerischen Level Serien zu produzieren.“

Der Produzent ist davon überzeugt, dass „gewisse Erzählformen in
ein paar Jahren nicht mehr funktionieren, weil sie zu ausgedroschen,
zu langweilig und zu bieder werden.“ Der Zuschauergeschmack heute sei
differenzierter als früher. „Im Mittelweg geht gerade gar nichts mehr
– Gott sei Dank“, so Hofmann im Interview.

In seinen kommenden Projekten habe er mit neuen Erzählform
experimentiert. „An –Deutschland– und –Nackt unter Wölfen– hängt mein
Schicksal. An diesen beiden Projekten lasse ich mich nächstes Jahr
messen“, sagt Hofmann im aktuellen kressreport. „Nackt unter Wölfen“,
eine Geschichte über das KZ Buchenwald, hat er gemeinsam mit dem MDR
verfilmt und soll im zweiten Quartal 2015 zu sehen sein;
„Deutschland“ wird als Spionageserie für RTL produziert.

Warum Hofmann jeden Twitter-Verlauf zu seinen Filmen analysiert,
wie sich die Zusammenarbeit zwischen ARD und ZDF unterscheidet und
warum er in „Bornholmer Straße“ ähnliches Verkaufspotenzial sieht wie
in „Unser Mütter, unsere Väter“ – der ZDF-Dreiteiler wurde inzwischen
in mehr als 150 Ländern abgesetzt -, lesen Abonnenten im kressreport
20.14, der am 31. Oktober 2014 erscheint.

Pressekontakt:
Christine Lübbers
Redakteurin
Haymarket Media GmbH / kressreport

Weidestraße 122a
22083 Hamburg
Deutschland

Tel: +49 (0)40 69206-253
Fax: +49 (0)40 69206-333
E-Mail: christine.luebbers@kress.de

veröffentlicht von am 30. Okt 2014. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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