Kölner Stadt-Anzeiger: Schauspielerin Andrea Sawatzki: Wer einen Angehörigen gepflegt hat, neigt in Familiendingen zum Perfektionismus





Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki hat als
Kind mit ihrer Mutter ihren an Alzheimer erkrankten Vater versorgt.
Dies habe dazu geführt, dass sie danach lange versucht habe, ihr
Familienleben perfekt hinzubekommen, sagte Sawatzki dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe): „Es prägt, wenn man als Kind
lernt: Wenn ich mich nicht zusammenreiße, ist die Hölle los zu Hause.
Das ist wie ein Panzer, in dem man steckt. Ich glaube, deswegen habe
ich auch so lange gebraucht, um wieder lockerer zu werden.“ Ohnehin
stecke in vielen Frauen noch das Idealbild der perfekten Hausfrau und
Mutter, so die 50-Jährige: „Ich glaube schon, dass viele Frauen die
Sehnsucht haben, ruhender Mittelpunkt der Familie zu sein.
Gleichzeitig möchten sie moderne, berufstätige Frauen sein – dadurch
geraten sie manchmal an den Punkt, wo sie sagen: Ich schaffe das
alles nicht, ich genüge nicht. Was Quatsch ist, weil dafür
übernatürliche Kräfte nötig wären.“ Ihr selbst sei es schwergefallen,
diese Ansprüche abzulegen: „Ich habe mir auch erst im Lauf der
letzten Jahre angewöhnt, einfach ein paar Sachen zu lassen und auf
meinen Mann oder meine Kinder zu übertragen.“

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

veröffentlicht von am 13. Dez 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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