Kölner Stadt-Anzeiger: Missbrauchsskandal: Erzbistum Köln tendiert zu Nulltoleranz gegenüber Tätern aus dem Klerus – „Eine Frage der Glaubwürdigkeit“





Der neue Generalvikar des Erzbistums Köln, Stefan
Heße, hält den erneuten Einsatz von Geistlichen nach sexuellem
Missbrauch an Kindern und Jugendlichen kaum für möglich. Als
praktikable Lösung bleibe im Grunde nur die „Null-Toleranz“, die
Entlassung aus dem kirchlichen Dienst. „Diese US-amerikanische Praxis
wird auch von den deutschen Bischöfen diskutiert, und ich halte es
durchaus für möglich, dass auch wir zu dieser Lösung kommen“, sagte
Heße dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe). Es gehe „nicht
nur um vergangene Taten und Verjährungsfristen, sondern auch um die
Glaubwürdigkeit der Kirche: Kann ein Täter noch glaubhaft im Auftrag
der Kirche das Evangelium verkünden?“ Heße nannte Umgang mit den
Tätern „die viel-leicht schwierigste Herausforderung, vor der wir
stehen“. Dabei müsse den Verantwort-lichen auch klar sein, „dass die
Täter ja nicht verschwänden, wenn sie keine Priester mehr wären“,
betonte der Verwaltungschef des Kölner Kardinals Joachim Meisner.
Auch ein Ex-Pfarrer würde in der öffentlichen Wahrnehmung „nach wie
vor der Kirche zugeordnet“. Die deutsche Bischöfe wollen ihre Regeln
für den Umgang mit Tätern aus den Reihen des Klerus, der in eigenen
Leitlinien geregelt ist, spätestens nächstes Jahr erneut überprüfen.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Politik-Redaktion
Telefon: +49 (0221)224 2444
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veröffentlicht von am 25. Mai 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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