Kölner Stadt-Anzeiger: 15-jähriger Brandstifter muss wegen versuchten Mordes für mehr als vier Jahre in Haft





Ein 15-Jähriger aus der Gemeinde Hellenthal, der wegen sieben
Brandstiftungen im Schleidener Tal angeklagt war, muss wegen versuchten Mordes
in zwei Fällen und schwerer Brandstiftung für vier Jahre und sechs Monate in
Haft. Dies berichten “Kölner Stadt-Anzeiger” und “Kölnische Rundschau”
(Freitag-Ausgabe). Die 8. Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Aachen
wertete in seinem Urteil vom Donnerstagabend strafmildernd sein bereitwilliges
Geständnis, das es ermöglicht habe, Fälle zu klären, die ihm möglicherweise gar
nicht hätten nachgewiesen werden können. Auch habe er im und vor dem Prozess
Reue gezeigt. Strafverschärfend wertete das Gericht hingegen den entstandenen
Schaden in Millionenhöhe, vor allem beim Brand des Städtischen
Sturmius-Gymnasiums in Schleiden, und die Tatsache, dass er fünf Menschen durch
die Brandstiftungen in Lebensgefahr gebracht habe und einige von ihnen auch
verletzt wurden.

Der Staatsanwalt hatte eine Jugendstrafe von sechs Jahren gefordert, der
Verteidiger für ein geringeres Strafmaß plädiert. Der 15-Jährige hatte die Taten
in vollem Umfang gestanden. Er bedauere dies zutiefst, sagte er vor Gericht. Bei
den Geschädigten hatte er sich für die Brandstiftungen sowohl schriftlich im
Vorfeld als auch persönlich in der Hauptverhandlung entschuldigt.

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Kölner Stadt-Anzeiger
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veröffentlicht von am 28. Nov 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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