Kinozeit: Debüt im WDR Fernsehen





In diesem Herbst präsentiert der WDR die neue Staffel Kinozeit: Debüt
mit sieben zum Teil preisgekrönten Debütfilmen, die ab 15. Oktober
immer dienstags um 23.40 Uhr im WDR Fernsehen laufen.

Der erste lange Film ist ein entscheidender Schritt ins Berufsleben
als Regisseur*in und quasi eine Visitenkarte, auf die die Branche und
die Zuschauer*innen schauen. Hier muss man sich das erste Mal
beweisen, Eindruck hinterlassen, sich abheben von allen anderen. Das
erfordert Mut, Engagement, Hartnäckigkeit – eine Vision. All dies
haben die sieben Regisseur*nnen der diesjährigen Staffel Kinozeit:
Debüt mit ihren Filmen bewiesen, und das wurde auch mit zahlreichen
Preisen anerkannt und gewürdigt. Für den WDR ist die Förderung des
filmischen Nachwuchses mit diesem Sendeplatz eine wichtige Aufgabe.

Die Debütstaffel wird eröffnet mit „Sommerhäuser“ von Sonja Maria
Kröner. Sommer 1976. Es ist Hochsommer. Ein Jahrhundertsommer. Alle
schwitzen. Und ganz eindeutig sind die Wespen dieses Jahr noch
lästiger als sonst. Das Portrait einer Familie, die den Sommer – wie
jeden Sommer – in ihrem Gemeinschaftsgarten verbringt. Doch der Tod
der herrischen Mutter Sophie lässt nach und nach subtile Risse im
fein gesponnenen Familiengeflecht zu Tage treten.

Es folgt „Babai“ von Visar Morina. Der zehnjährige Nori und sein
Vater Gezim verkaufen zusammen Zigaretten auf den Straßen des
Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Auf Noris Mutter möchte Gezim nicht
angesprochen werden. Der Vergangenheit zu entfliehen gehört zur
Stärke des Vaters. Nun will er dem Kosovo entfliehen, ohne Nori. Doch
der Sohn stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln ihn davon
abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. Der entsetzte Vater bringt er
seinen Sohn ins Krankenhaus. Als Nori entlassen wird, ist sein Vater
heimlich gegangen. Voller Wut und Entschlossenheit folgt er ihm auf
diese gefährliche Reise und findet tatsächlich seinen Vater in
Deutschland wieder. Mit kindlicher Konsequenz konfrontiert er ihn mit
seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen kann.

„Zwei im falschen Film“ von Laura Lackmann nimmt die Bedingungen der
romantischen Liebe ins Visier: Heinz, die eigentlich Laura heißt, und
Hans sind ein ganz normales Paar. Um ihren Jahrestag zu feiern, gehen
sie ins Kino – ein Liebesfilm steht auf dem Programm. Nur so recht
will die romantische Stimmung von der Leinwand auf die beiden nicht
überspringen. Was ganz beiläufig beginnt, wird zur Existenzfrage der
Beziehung, denn sie stellen fest: nichts ist mehr wie im Film!

Der Film „Freistatt“ von Marc Brummund basiert auf wahren
Begebenheiten und erzählt über den erbitterten Kampf eines Jungen um
den letzten Rest an Menschlichkeit und Würde in einem repressiven
Gesellschaftssystem. Der 14-jährige, rebellische Wolfgang wird 1968
in das Fürsorgeheim der Diakonie Freistatt abgeschoben, wo er zu
einem anständigen Jungen „erzogen“ werden soll. Wolfgang leistet
Widerstand gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die
perfiden Erziehungsmethoden des Heimleiters, lässt sich nicht von ihm
unterkriegen. Doch wie lange kann er sich noch gegen dieses System
von Gewalt und Unterdrückung wehren, ohne dabei selbst zu verrohen?

Was sollen die Koordinaten eines Lebens sein, wenn Arbeit und
Leistung nicht mehrdas Maß aller Dinge sind? Dieser Frage geht der
Film „Jetzt.Nicht.“ von Julia Keller und Janis Mazuch nach: Seine
Tage sind lang, sein Terminkalender voll – ein hochtourig getaktetes
Leben in der Marketingabteilung eines Kosmetikherstellers. Als Walter
(45) völlig unerwartet gekündigt wird, verliert er jeglichen Halt.
Die erzwungene Auszeit bringt existenzielle Fragen hervor. Auf der
Suche nach Antworten flüchtet sich Walter in die Identität eines
anderen Mannes.

Um die Fragen von Leistung und Arbeit, um Träume und den Preis dafür
geht es auch in „Marija“, von Michael Koch. Marija, eine junge
Ukrainerin, putzt in einem Hotel in Dortmund, träumt jedoch von einem
eigenen Friseursalon. Entschlossen ihren Traum in die Tat umzusetzen,
ist sie bereit, ihren Körper, ihre sozialen Beziehungen, zuletzt die
eigenen Gefühle dem erklärten Ziel unterzuordnen.

Und schließlich begeben wir uns in „Zwischen den Jahren“ von Lars
Henning auf eine Reise in die Dunkelheit. Becker, ein wortkarger,
etwas grobschlächtiger Mann, ist nach einer lebenslangen Haftstrafe
aus dem Gefängnis entlassen worden. Sein altes Leben liegt genau so
weit hinter ihm wie die schreckliche Tat, die er damals begangen hat.
Jetzt will er nur noch seine Ruhe, sein neues Leben führen. Doch als
der Mann auftaucht, dessen Leben er damals zerstört hat, holt ihn
seine Vergangenheit schnell wieder ein…

Fotos unter ARD-Foto.de

Pressekontakt:
Westdeutscher Rundfunk
Kommunikation
Tel. 0221 / 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

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veröffentlicht von am 11. Okt 2019. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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