Karakasoglu: Berufliche Bildung stärken statt Stillstand





Zu den aktuellen Zahlen am Lehrstellenmarkt erklärt Yasemin Karakasoglu, Mitglied im Kompetenzteam von Peer Steinbrück:

Es ist eine groteske Situation. Während Handwerk und Industrie über weit mehr als 100.000 noch nicht besetzte Ausbildungsplätze klagen, sind im vergangenen Jahr 76.000 Jugendliche ohne einen Ausbildungsplatz geblieben. 266.000 Jugendliche befinden sich in einem perspektivlosen Übergangssystem und der Anteil der ausbildenden Betriebe ist auf einen historischen Tiefstwert gesunken. Die schwarz-gelbe Bundesregierung schweigt oder beschreibt die Lage am Ausbildungsmarkt – vollkommen wirklichkeitsfremd – als durchweg positiv. Auch hier steht die Bundesregierung für Stillstand und Nichtstun.

Es kommt gerade jetzt darauf an, jungen Menschen eine verlässliche Perspektive zu geben um sie nicht zu demoralisieren und um sie als Fachkräfte der Zukunft zu gewinnen. Hierzu braucht es eine moderne und gute Berufsausbildung und eine Berufsausbildungsgarantie und branchenbezogene Ausbildungsfonds, wie von der SPD gefordert. So sichern wir den wirtschaftlichen Erfolg in unserem Land. Die Unternehmen sind aufgefordert, in Bildung zu investieren. Weniger Schulnoten als vielmehr individuelle Fähigkeiten und Talente sollten bei der Auswahl eines Auszubildenden eine Rolle spielen. Dort, wo Jugendliche noch nicht alle Fähigkeiten besitzen, die für ihren zukünftigen Beruf notwendig sind, sollten sie gezielt gefördert und unterstützt werden. Viele Unternehmen sind hier schon sehr aktiv, es gibt aber einen deutlichen Nachholbedarf.

Der Ausbildungsplatz alleine ist nicht alles. Auch in der beruflichen Ausbildung kommt es auf die Qualität an – in den Betrieben wie in den Berufsschulen. Eine Qualitätsoffensive von Politik und Tarifpartnern für die berufliche Ausbildung ist deshalb dringend notwendig. Dazu gehört eine Mindestausbildungsvergütung ebenso wie eine Stärkung der Berufsschulen und der Berufsschullehrer. Hier müssen wir bereits bei der Lehrerausbildung an den Universitäten beginnen und das Berufsbild insgesamt stärken. Berufsschullehrer dürfen nicht weiter als Lehrer zweiter Klasse angesehen werden.

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veröffentlicht von am 8. Aug 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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