Joseph Maria Olbrich: Triumph des Jugendstils im Leopold Museum –
BILD





102 Jahre nach seinem Tod kehrt Joseph Maria Olbrich
im Triumphzug zurück nach Wien. Das Leopold Museum zeigt ab 18. Juni
mit über 400 Exponaten die bisher umfassendste Ausstellung des
Jugendstilarchitekten.

Wien 1900 und die Sammlung Leopold

Das Kuratorenteam Prof. Rudolf Leopold, Peter Weinhäupl und Franz
Smola setzt mit der großen Sommerausstellung des Leopold Museum
„Jugendstil und Secession. Joseph Maria Olbrich“ den u.a. mit der
Schau „Die nackte Wahrheit“ und den Ausstellungen zu Adolf Hölzel,
Kolo Moser, Wien 1900 und Jugendstil pur! Josef Maria Auchentaller
eingeschlagenen Weg fort. Ziel ist es bekannte aber auch zu Unrecht
in Vergessenheit geratene Größen der Welt um 1900 zu würdigen und in
einen Kontext mit den Inhalten der Sammlung Leopold von Gustav Klimt
und Wiener Werkstätte bis zu Egon Schiele zu stellen.

Von Troppau nach Wien

In Zusammenarbeit mit dem Institut Mathildenhöhe Darmstadt und der
Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin ist es dem Leopold
Museum gelungen, die gesamte Bandbreite von Olbrichs Werk fassbar zu
machen. Joseph Maria Olbrich (1867-1908) ist – vergleichbar mit Kolo
Moser – einer der Universalkünstler des Jugendstils, auf der
ständigen Suche nach der Realisierung des Ideals „Gesamtkunstwerkes“.
Geboren 1867 in Troppau/Opava (Schlesien) ist Olbrich ab 1886 in
Wien, besucht die Staatsgewerbeschule (seine Lehrer sind u.a. Camillo
Sitte und Julius Deininger), studiert Architektur bei Carl von
Hasenauer.

Secessionsgebäude: Meilenstein der Weltarchitektur des Otto
Wagner-Schülers

Ab 1893 arbeitet er – wie auch Josef Hoffmann – für Otto Wagner,
wird dessen Lieblingsschüler. Olbrichs Hauptwerk, die 1897/98
entstandene Wiener Secession zählt heute zu den berühmtesten
Bauwerken der Welt. Unter Olbrichs weiteren während der Wiener Zeit
entstandenen Projekten sind u.a. die Villa Friedmann in der
Hinterbrühl /Mödling (1898) und das Haus Bahr (1899), erbaut für den
bedeutenden Kritiker und Schriftsteller Hermann Bahr. Durch den
einzigartigen Zauber der Wiener Kunst um 1900 mit Meisterwerken so
genialer Künstlerpersönlichkeiten wie Gustav Klimt, Kolo Moser, Josef
Hoffmann oder Joseph Maria Olbrich sind die Begriffe „Wien 1900“ und
„Wiener Moderne“ mittlerweile absolute „Trademarks“.

Mathildenhöhe – Künstlerkolonie für den Großherzog

Darmstadt, die zweite Station des Künstlers, bedeutete für Olbrich
den endgültigen Durchbruch. Für den Großherzog von Hessen-Darmstadt
entwarf er ab 1899 auf der „Mathildenhöhe“ eine moderne
Künstlerkolonie, baute und koordinierte die Projekte seiner Kollegen.
Die Villen waren Glanzpunkte der ersten Ausstellung der Kolonie „Ein
Dokument deutscher Kunst“ (1901). Neben den Bauten Olbrichs
entstanden Möbel, Textilien, Zeichnungen und Aquarelle, aber auch
kunsthandwerkliche Objekte (Glas- und Zinnobjekte, Bestecke, Stoffe,
Uhren etc.). Sogar der Entwurf für ein Kraftfahrzeug der Fa. Opel ist
erhalten. Otto Wagner nominiert Olbrich 1904 für eine Professur an
der Wiener Akademie, jedoch ohne Erfolg.

Paris, Turin, St. Louis

Olbrichs Beiträge zu den Weltausstellungen in Paris (1900), St.
Louis (1904) und zur Ersten Internationalen Ausstellung für Moderne
Dekorative Kunst in Turin (1902) festigen seinen Ruf. 1905 wird
Olbrich Ehrenmitglied des American Institute of Architects. Frank
Lloyd Wright, Jahrgangskollege von Olbrich wird bei seiner Ankunft in
Europa 1910 als der „amerikanische Olbrich“ bezeichnet. Letzte
Station Olbrichs ist Düsseldorf. 1908 vollendet er das Warenhaus
Tietz, einen luxuriösen Konsumtempel. Es entstehen Bauten und
großzügige Villen in Köln. Im selben Jahr erkrankt Olbrich an
Leukämie. Er stirbt am 8. August in Düsseldorf. Beerdigt wird Olbrich
am 12. August in Darmstadt.

Jugendstil und Secession
Joseph Maria Olbrich
18. Juni bis 27. September
Leopold Musuem
Museumsplatz 1, 1070 Wien

www.leopoldmuseum.org

Bilder zur Ausstellung sind unter dem Menüpunkt „Pressebilder“
abrufbar unter: http://www.leopoldmuseum.org/presse/

Weitere Bild(er) sind ab morgen abrufbar im AOM/Original Bild
Service sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at,
www.pressefotos.at und www.picturedesk.com.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Bild(er) abrufbar unter:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100616_OTS0167

Rückfragehinweis:
Leopold Museum-Privatstiftung
Mag. Klaus Pokorny – Presse / Public Relations
Tel.: 0043 1 525 70 – 1507
mailto:presse@leopoldmuseum.org
www.leopoldmuseum.org

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/573/aom

veröffentlicht von am 16. Jun 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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