Johnson Matthey bringt Platinum 2011 Heraus





Der heute veröffentlichte
Bericht von Johnson Matthey “PLATINUM 2011” zeigt, dass die
Bruttonachfrage nach Platin in 2010 im Einklang mit der weltweiten
wirtschaftlichen Erholung um 16 % auf 245,1 Tonnen angestiegen ist.
Die globalen Platinlieferungen stiegen um 0,6 % auf 188,5 Tonnen; das
Recycling von Platin nahm um fast ein Drittel auf 57,2 Tonnen zu. Das
wiederbelebte Wachstum im Fahrzeugbau und in industriellen Bereichen
war dafür verantwortlich, dass der Platinmarkt beinahe ausgeglichen
war. Der Überschuss betrug lediglich 0,6 Tonnen gegenüber 19,8 Tonnen
im Jahr 2009.

PLATINLIEFERUNGEN STIEGEN 2010 LEICHT AN

Die globalen Platinlieferungen stiegen 2010 – in einem Jahr,
welches für Hersteller uneinheitlich verlief – um lediglich 1,1
Tonnen auf 188,5 Tonnen. Obwohl die vergrösserte Produktion 2010 in
Südafrika zunahm, wurde bis Jahresende nicht das gesamte Metall
ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die Platinverkäufe aus Südafrika
unverändert auf niedrigem Niveau bei 144,2 Tonnen lagen. Die
russischen Platinlieferungen kletterten um 5 % auf 25,7 Tonnen. Die
Lieferungen aus Simbabwe wuchsen um beinahe ein Viertel auf 8,7
Tonnen, nachdem es im Land Projekte zur Steigerung der Produktion
gegeben hatte.

PLATINNACHFRAGE STIEG WEGEN DER ERHOLUNG DER FAHRZEUGINDUSTRIE

Die Nachfrage nach Platin für Autokatalysatoren stieg um 43 % auf
97,2 Tonnen, da sich die globale Fahrzeugindustrie nach einem
schlechten Jahr 2009 wieder erholte. Der Absatz von Platin zur
Verminderung von Fahrzeugemissionen stieg wegen der Zunahme der
Automobilproduktion weltweit. Der grösste Zuwachs bei der Nachfrage
nach Platin war in Europa zu verzeichnen, wo das Metall überwiegend
in Katalysatoren für Dieselfahrzeuge verwendet wird. Die verbesserten
wirtschaftlichen Bedingungen trugen zum Absatz von Fahrzeugen für
Firmenfuhrparks bei, wobei Dieselfahrzeuge bevorzugt werden. Das
Auslaufen nationaler Abwrackprogramme führte dazu, dass Diesel erneut
Marktanteile gewannen.

INDUSTRIELLE PLATINNACHFRAGE STIEG STARK AN

Die industrielle Bruttonachfrage nach Platin stieg 2010
sprunghaft um 48 % auf 52,6 Tonnen. Die wirtschaftliche Erholung in
den Industrieländern und starkes Wachstum in den Schwellenmärkten
führte zu einer gestiegenen Produktion von elektrischen und
chemischen Produkten sowie von Glasprodukten, bei denen Platin
entweder im Endprodukt oder während der Herstellung verwendet wird.
Es gab ein starkes Wachstum beim Absatz von Platin für die
Herstellung von LCD-Glas, wie es für Fernseher und elektronische
Displays verwendet wird. Die Nachfrage der chemischen Industrie nach
Platin zog an, da die Betriebe mit höherer Auslastung liefen, um die
wachsenden Märkte Indien und China zu versorgen.

NACHFRAGE NACH PLATINSCHMUCK SANK 2010

Der Absatz von Platin an die Schmuckindustrie fiel 2010 nach
einem extrem guten Jahr 2009 um 14 % auf 75,1 Tonnen. Die Nachfrage
der chinesischen Schmuckindustrie blieb mit 51,3 Tonnen hoch. Sie lag
aber erheblich unter dem ungewöhnlichen hohen Niveau des Jahres 2009.
Zu dem Rückgang trug eine Kombination von höheren Preisen und hohen
Lagerbeständen bei. Die Nachfrage in China lag jedoch erheblich höher
als 2008, dem letzten Zeitpunkt, zu dem der Platinpreis sich auf
ähnlicher Höhe bewegte wie 2010.

DIE NETTONACHFRAGE NACH PLATIN FÜR SACHINVESTITIONEN BLIEB HOCH

Niedrige Zinssätze und ein grundsätzlich positiver Ausblick auf
die Entwicklung von Angebot und Nachfrage führten dazu, dass die
Nachfrage nach Platin für Sachinvestitionen 2010 mit 20,2 Tonnen hoch
blieb; ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Anleger haben in grossem
Umfang in den neu aufgelegten und mit physischen Platinreserven
abgesicherten Platinum ETF (Exchange Traded Fund) in Nordamerika
investiert. Der gehaltene Bestand an den schon seit längerem
angebotenen European ETFs hat geringfügig abgenommen.

PROGNOSE FÜR DEN PLATINHANDEL GEHT VON HÖHEREN WERTEN ALS 2010
AUS

Es wird erwartet, dass die wachsende Nachfrage aus der
Fahrzeugbranche und der Industrie anhält. Da die Lieferungen nur
geringfügig ausgeweitet werden dürften, prognostiziert Johnson
Matthey, dass der Platinpreis in den nächsten sechs Monaten bei
durchschnittlich 1.870 $ pro Unze liegen wird. Während des
sechsmonatigen Zeitraums, der mit Ende April 2011 abschloss, lag der
Durchschnittspreis bei 1.762 $. Bei einer insgesamt positiven Lage
von Angebot und Nachfrage und einer Fortsetzung des globalen
Wirtschaftswachstums liegt ein Platinpreis von 2.000 $ in diesem
Zeitraum im Bereich des Möglichen. Sofern die Zinssätze in den
wichtigsten Märkten niedrig bleiben, könnten spekulative Anlagen den
Platinpreis stützen. Obwohl marktfremde Schocks wie
Ölpreissteigerungen oder Bedenken wegen hoher Staatsverschuldungen
sich erneut nachteilig auf den Preis auswirken können, erscheint es
als wahrscheinlich, dass die starke materielle Nachfrage aus China
Preisdellen ausgleichen wird. Insofern ist es nicht wahrscheinlich,
dass der Preis unter 1.750 $ fällt.

REKORDNACHFRAGE ERZEUGTE 2010 MANGELSITUATION AUF DEM
PALLADIUMMARKT

Die Bruttonachfrage nach Palladium stieg um 23 % und erreichte im
letzten Jahr das Rekordniveau von 299,4 Tonnen. Dies ist überwiegend
auf die starke Nachfrage aus dem Bereich des Fahrzeugbaus und der
Sachinvestitionen zurückzuführen. Obwohl Palladiumlieferungen im
letzten Jahr zunahmen und das Recycling um beinahe ein Drittel auf
57,4 Tonnen stieg, entstand auf dem Markt wegen der starken Nachfrage
eine Nachfragelücke im Umfang von 15,2 Tonnen.

PALLADIUMLIEFERUNGEN 2010 LEICHT GESTIEGEN

Die weltweiten Palladiumlieferungen nahmen im letzten Jahr um 5,9
Tonnen auf 226,7 Tonnen zu. Die Lieferungen von Palladium aus
russischer Förderung nahmen um 2 % zu. Die Verkäufe aus staatlichen
russischen Lagerbeständen erreichten wiederum ca. 31 Tonnen.

DIE BRUTTONACHFRAGE NACH PALLADIUM FÜR AUTOKATALYSATOREN STIEG UM
35 %

Eine höhere globale Produktion von Kleinbussen sowie die
strengeren Emissionsvorschriften in einigen Märkten führten 2010 zu
einer Erhöhung der Palladiumnachfrage um 35 % auf 169,5 Tonnen. Das
starke Wachstum bei Kleinbussen liess die Nachfrage nach Palladium in
China um 42 % auf jetzt 30,3 Tonnen steigen.

DIE INDUSTRIELLE NACHFRAGE NACH PALLADIUM STIEG IM LETZTEN JAHR

Die industrielle Bruttonachfrage nach Palladium lag 2010 mit 76,8
Tonnen um 2,2 Tonnen höher. Der Einsatz von Palladium in der
Chemieindustrie stieg um 22 %, da die Verbrauchernachfrage nach
Kunststoffen zu erheblichen Kapazitätserweiterungen und stärkerer
Nutzung vorhandener Anlagen führte. Die Palladiumnachfrage aus der
Dentalbranche beruhigte sich etwas, die Nachfrage aus dem Bereich der
Elektrik nahm zu.

DIE NACHFRAGE NACH PALLADIUMSCHMUCK SANK, WÄHREND DIE
SACHINVESTITIONEN EIN REKORDNIVEAU ERREICHTEN

Die Bruttonachfrage nach Palladium im Bereich der
Schmuckindustrie sank um 20 % auf 19,3 Tonnen. Dies lag überwiegend
an einem Rückgang der Herstellung von Palladiumschmuck in China, der
bei weitem die Zunahme der Herstellung von Palladiumschmuck in Europa
und Nordamerika übertraf. Die identifizierbare Nachfrage nach
Palladium für Sachinvestitionen stieg 2010 um 74 % auf 33,7 Tonnen.
Es wurden hohe Investitionen in US-ETFs vorgenommen. Die
Investitionsbestrebungen wurden von grundsätzlich positiven
Aussichten bezüglich Angebot und Nachfrage bei Palladium sowie
steigenden Preisen und niedrigen Einstiegskosten für Investoren
getragen.

DIE PROGNOSE FÜR PALLADIUM GEHT VON EINEM DURCHSCHNITTSPREIS VON
825 $ IN DEN NÄCHSTEN SECHS MONATEN AUS

Es wird erwartet, dass Palladiumlieferungen 2011 zurückgehen, da
zurückgehende Verkäufe aus russischen Lagerbeständen weitaus stärker
ins Gewicht fallen werden als Steigerungen in anderen Bereichen.
Ferner wird erwartet, dass die Nachfrage aus dem Fahrzeugbau und der
Industrie in diesem Jahr weiter steigt. Selbst wenn es nicht zu einer
Wiederholung der im Jahr 2010 ungewöhnlich starken Nachfrage nach
Sachinvestitionen in Palladium kommt, ist es wahrscheinlich, dass der
Palladiummarkt erneut einen Nachfrageüberhang aufweist. Johnson
Matthey prognostiziert, dass die günstigen Rahmenbedingungen in den
nächsten sechs Monaten weiterhin einen Preis zwischen 715 $ und 975 $
stützen. Der durchschnittliche Handelspreis dürfte in diesem Zeitraum
bei 825 $ liegen. In dem sechsmonatigen Zeitraum, der Ende April 2011
abschloss, lag er bei durchschnittlich 762 $.

Platinum 2011 ist die von Johnson Matthey erarbeitete kostenlose
Marktstudie zu den Metallen der Platingruppe. Johnson Matthey ist das
weltweit führende Unternehmen bei der Produktion, Lieferung und
Verwendung von Metallen der Platingruppe.
http://www.platinum.matthey.com/publications/pgm-market-reviews/

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Jonathan Butler +44(0)7967-278024
Peter Duncan +44(0)7967-278236
Rainaldo O–Meara +44(0)7967-278018

Pressekontakt:
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veröffentlicht von am 16. Mai 2011. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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