Japan und die Ukraine wollen die Reaktion nach Nuklearunfällen perfektionieren





Japan und die Ukraine wollen ihre Kräfte vereinen, um die Folgen
von Nuklearunfällen zu beseitigen. Die entsprechende Resolution on
Deepening the Relations with Ukraine (Resolution zur Vertiefung der
Beziehungen mit der Ukraine) wurde einstimmig im Repräsentantenhaus
des japanischen Parlaments Kokkai (die aus zwei Kammern bestehende
Legislative des Landes) bestätigt.

Die Resolution des japanischen Parlaments führt die
beklagenswerte Erfahrung, die sowohl die Ukraine als auch Japan mit
Kernkraftwerkunfällen gemacht haben, als Grundlage für die bilaterale
Kooperation an. Die beiden Länder beschlossen, laut der vor kurzem
unterzeichneten Vereinbarung, den Weltfrieden zu sichern und ihre
Partnerschaft auszuweiten, indem sie ihre Reaktion nach nuklearen
Notfällen perfektionieren. Interessanterweise verfügt die Ukraine
über vier funktionierende Kernkraftwerke, während Japan 16 aufweist.

Als Gegenleistung für die unschätzbaren Hilfe Japans im Jahr 1986
half die Ukraine beim Nukleaunfall in Fukushima im Jahr 2011, der als
Folge des grossen Erdbebens im Osten Japans geschah Die Ukraine
sandte Strahlungsmessgeräte, Personenschutzausrüstungen, Decken und
medizinische Geräte. Nicht nur japanische Beamte dankten der Ukraine
für die Hilfe. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon lobte die
Ukraine für die Entsendung von Experten zur Unterstützung Japans bei
der Bewältigung der Folgen des Nuklearunfalls im Kernkraftwerk
Fukushima-1.

Die Ukraine erlebte vor fast 26 Jahren einen dramatischen
Nuklearunfall. Die weithin bekannte Katastrophe, die dem Grossteil
der erwachsenen Weltbevölkerung unter dem Namen Tschernobyl-Unglück
bekannt ist, geschah am 26. April 1986. Die Explosion und das Feuer
am 4. Reaktor des Kernkraftwerks im Norden der Ukraine führte zu
einer massiven radioaktiven Strahlung. Mehr als 400.000 Kubikmeter
Beton und 7300 Tonnen Metallgerüst wurden verwendet, um 16 Tonnen
Uran und Plutonium, 200 Tonnen an radiaktivem Corium und 30 Tonnen
kotaminierten Staub wegzusperren.

Seit dem Nuklearunfall in der Ukraine verwandelte sich das einst
drittgrösste Atomland der Erde in ein atomfreies Land. Trotzdem
verwendet die Ukraine bis heute Atomenergie und verfügt über
Atomforschungseinrichtungen. Ukrainische Wissenschaftler sind auch
weiterhin führend in Bereichen wie Nuklearmedizin und der sicheren
Verwendung von Atomenergie. So entwickelten sie beispielsweise
Ausrüstung, mit der sie, mit hochaktiven Proben von Iod-131 arbeiten
können, was in der Pharmabranche verwendet wird,

Interessanterweise waren ukrainische Atomwissenschaftler an der
Konstruktion des Large Hadron Collider in der Nähe von Genf (Schweiz)
beteiligt.

Pressekontakt:
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Maria Ivanova
+380-443324784, news@wnu-ukraine.com, Projektmanagerin bei Worldwide
News
Ukraine.

veröffentlicht von am 18. Apr 2012. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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