Jan Josef Liefers im Exklusiv-Interview mit HÖRZU: „Mir ist schmerzhaft bewusst geworden, dass ich nun der einzige lebende Mann in unserer Familie bin“





Rock –n– Roll und der Tod: Das sind die
wichtigsten Themen in Jan Josef Liefers– aktuellem Kinofilm „So viel
Zeit“, der am 22. November startet. Die Geschichte: Im Leben des
Musikers Rainer geht alles schief. Seine Frau hat einen anderen, sein
Sohn findet ihn öde, da eröffnet ihm seine Ärztin auch noch, dass er
bald an einem Hirntumor sterben wird. Im Gespräch mit HÖRZU verrät
der 54-jährige Schauspieler, welche Botschaft er mit diesem Film
vermitteln möchte.

„Für mich“, so Liefers, „dreht sich der Film um drei Dinge:
erstens um die Kraft der Musik, zweitens um die Kraft der
Freundschaft und drittens um die Frage, wie man seine Lebenszeit
sinnvoll nutzt. Die Kernfrage lautet: Was würdest du anders machen,
wenn dir das Ende deines Lebens angesagt wird?“

Auf die Frage von HÖRZU, ob sich der Star selbst schon einmal mit
dieser Frage auseinandergesetzt habe, verrät Liefers: „Ja, als mein
eigener Vater an Krebs erkrankte und später daran starb. Zwischen
Diagnose und Tod hatte er noch drei Jahre – aber diese Zeit hat er
nicht genutzt, um die ganze Klaviatur der heutzutage angebotenen
Therapien durchzugehen, sondern sich für Lebensqualität statt für
mehr Lebenszeit entschieden. Während der ihm bleibenden Spanne hat er
manches besser gemacht als früher. Er wollte seine Enkel erleben,
etwas mit ihnen unternehmen. Das fand ich bemerkenswert, und es deckt
sich mit meinem Empfinden: Wir merken meist erst, was wichtig und
bedeutsam ist, wenn es schon zu spät ist.“ Heute, so Liefers, fehle
ihm sein Vater manchmal sehr: „Mir ist schmerzhaft bewusst geworden,
dass ich nun der einzige lebende Mann in unserer Familie bin.“

Findet der Star Trost in der Religion? Liefers: „Ich bin kein
religiöser Mensch, und ich glaube in diesem Sinne nicht an einen
Masterplan. Religion ist ein System, dass wir uns geschaffen haben,
um uns in einen höheren Zusammenhang zu stellen und gleichzeitig
Regeln zu geben. Denn es ist schwer zu ertragen, dass wir nur
zufällig existieren und dass sich die Evolution einen Scheiß dafür
interessiert, ob wir glücklich werden.“

Wie würde Liefers selbst gern abtreten? Träumt er als Künstler
davon, auf der Bühne zu sterben? „Auf der Bühne muss es nicht sein“,
sagt Liefers, „aber ohne Ankündigung mitten aus dem bunten Leben
gerissen zu werden fände ich gut. Auch wenn es nicht leicht für die
anderen ist. Peng – und aus!“

Das ganze Interview mit Jan Josef Liefers erscheint am 16.
November 2018 in HÖRZU.

Alle Zitate und Infos nur bei Nennung der Quelle HÖRZU frei.

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Redaktionelle Rückfragen:
Mike Powelz
Chefreporter HÖRZU
Tel: 040-554472310
mike.powelz@funke-zeitschriften.de

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veröffentlicht von am 14. Nov 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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