Interner Umgang mit Hinweisen auf Belästigung: Unabhängige Prüfung durch Monika Wulf-Mathies





Die frühere ÖTV-Vorsitzende und Mitglied der EU-Kommission a.D.
Monika Wulf-Mathies wird auf Bitte von WDR-Intendant Tom Buhrow
prüfen, wie der WDR mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen
ist. Für ihre unabhängige Prüfung erhält Monika Wulf-Mathies
uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, Vorgängen sowie
Gesprächspartnern. Die Ergebnisse werden nach Abschluss der
Untersuchung veröffentlicht.

Monika Wulf-Mathies begrüßt, dass der WDR seinen Umgang mit der
Aufarbeitung sexueller Belästigung noch einmal unabhängig überprüfen
lassen will: „Ich bin bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und zur
Aufklärung dieses schwierigen Kapitels beizutragen. Denn gerade der
öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte in Gleichstellungsfragen eine
Vorbildfunktion wahrnehmen. Ich finde es richtig, dass die
Sensibilität für Fragen sexueller Belästigung in der Gesellschaft
gewachsen ist und dass Frauen heute nicht mehr gezwungen sind,
anzügliche Bemerkungen und Handlungen einfach hinzunehmen oder
berufliche Nachteile zu erleiden. Um dies zu gewährleisten, bedarf es
der Bereitschaft, das eigene Führungsverhalten und vorhandene
Prozessabläufe zu hinterfragen.“ Unterstützt wird die ehemalige
ÖTV-Vorsitzende von einer Anwaltskanzlei ihres Vertrauens.

Darüber hinaus hat der WDR eine weitere Kanzlei beauftragt, aktuellen
Hinweisen auf weitere mögliche Fälle sexueller Belästigung
nachzugehen.

„Wir stellen uns auf den Prüfstand, denn wir haben nichts zu
verbergen. Ich bin dankbar, dass Frau Wulf-Mathies diese Aufgabe
angenommen hat. Mir ist wichtig, dass sie unabhängig und rückhaltlos
prüft, wie der WDR mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen
ist und umgeht“, betont Intendant Tom Buhrow.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die WDR-Geschäftsleitung ein
umfangreiches Paket an Sofortmaßnahmen für den internen Umgang mit
dem Thema beschlossen. Dieses umfasst Spezial-Schulungen, Dialoge und
Workshops.

In den vergangenen Tagen wurden – nicht nur in der öffentlichen
Berichterstattung, sondern auch in den sozialen Medien – Behauptungen
aufgestellt, vage und konkrete Verdächtigungen ausgesprochen sowie
Äußerungen der WDR-Spitze zum Teil aus dem Zusammenhang gerissen.
Fakt ist derzeit, dass es im WDR nachgewiesen einen Fall sexueller
Belästigung gab, der auch arbeitsrechtliche Konsequenzen hatte und
nun nochmals überprüft wird. Zudem wird allen anderen Hinweisen auf
weitere mögliche Fälle mit aller Sorgfalt nachgegangen.

Die aktuelle Faktenlage, Richtigstellungen sowie weitere
Aktualisierungen finden Sie auf unserer Unternehmensseite:

https://www1.wdr.de/unternehmen

Beachten Sie bitte auch die Einladung zum Pressetermin, heute, 14
Uhr, im Funkhaus Wallrafplatz, Köln.

Kurzbiografie Dr. Monika Wulf-Mathies
– geb. 17. März 1942, Dr. phil.
– Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport
und Verkehr (1982-1994)
– EU-Kommissarin (1995-1999)
– Leiterin des Zentralbereichs Politik und Nachhaltigkeit bei der
Deutschen Post DHL (2001-2008)

Pressekontakt:
Bei Fragen zum WDR wenden Sie sich bitte an:
WDR Presse und Information
Ingrid Schmitz
Unternehmenssprecherin
+49 221 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

Bei Fragen zu Dr. Monika Wulf-Mathies wenden Sie sich bitte an:
beckmann´s communications consulting coaching
Angela Beckmann
+49 228 422 666 70
+49 173 2603072
info@beckmanns.com

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 26. Apr 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung, Radio. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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