“Im Reich des Schlangen-Königs” schreibt Geschichte neu: Das National Geographic Special enthüllt bisher unbekannte Dimensionen der antiken Maya-Zivilisation (FOTO)





– Vermessung des guatemalischen Dschungels bringt unbekannte
Städte sowie über 60.000 bisher unentdeckte künstliche
Strukturen zum Vorschein
– Neue Technologie beweist, dass die Maya-Zivilisation weiter
verbreitet war, als bisher angenommen
– Einstündiges Special feiert am 6. Februar um 20.10 Uhr deutsche
TV-Premiere

Vom alten Ägypten bis zum alten China wurden die großen
Hochkulturen der Menschheit seit Jahrhunderten wissenschaftlich
erfasst und sind für die meisten Menschen sofort erkennbar. Die Maya,
eine der geheimnisvolleren antiken Zivilisationen, wurden bisher nie
in diese Kategorie eingeordnet. Eine innovative, neue Vermessung des
guatemalischen Dschungels hat es ermöglicht das Blätterdach des
Urwalds zu durchdringen. Bei der Kartographierung des Waldbodens
wurden mehr als 60.000 bisher unbekannte Strukturen entdeckt, die zu
einem riesigen, miteinander verbundenen Netzwerk aus Städten,
Befestigungen, Farmen und Straßen gehören. Darüber hinaus wurde eine
künstlich angelegte Landschaft mit speziellen landwirtschaftlichen
Nutzflächen entdeckt, die in der Lage war, eine gewaltige
Bevölkerungsmenge mit Nahrung zu versorgen – und das auf einem
Niveau, das fast industrielles Level erreicht. Diese komplette
Neuerzählung über die Maya wird in der Dokumentation “Im Reich des
Schlangen-Königs” zum ersten Mal vorgestellt. National Geographic
zeigt die Dokumentation am 6. Februar um 20.10 Uhr.

Über “Im Reich des Schlangen-Königs”:

Jahrzehntelang haben sich Archäologen durch den dichten Dschungel
gequält, um Stück für Stück ein Bild der alten Maya-Zivilisation
zusammenzusetzen. Anhand ihrer Forschungsergebnisse entwickelten sie
die Theorie, dass die Maya-Städte weitestgehend isoliert waren und
sich autark versorgt haben. Diese traditionelle Überzeugung wird nun
allerdings durch die Ergebnisse von Guatemala–s PACUNAM
LiDAR-Initiative, unter der Leitung eines Konsortiums von über 30
Wissenschaftlern und Archäologen aus führenden akademischen
Fakultäten in der ganzen Welt, auf den Kopf gestellt. Das Projekt
wird von der PACUNAM-Stiftung gefördert, die modernste Technologie
verwendet hat, um über 2.000 Quadratkilometer des guatemalischen
Urwalds per Flugzeug zu vermessen. Die Ergebnisse, die mithilfe von
aufwendigen digitalen Karten und einer Augmented Reality Applikation
dargestellt werden, übersetzen die Flugdaten in eine Bodenansicht,
die speziell für die Dokumentation angefertigt wurde. Sie zeigen ein
deutliches Bild der Landschaft unter dem Blätterdach, ohne das ein
einziger Baum gefällt werden musste. Anhand der Bilder kamen Forscher
zu der Schlussfolgerung, dass frühere Schätzungen über eine
Maya-Population von 1 bis 2 Millionen weit nach oben korrigiert
werden müssen – und, dass in den Maya-Tiefebenen wahrscheinlich bis
zu 20 Millionen Menschen gelebt haben. Umgerechnet auf die
Bevölkerungsverhältnisse in Europa zu dieser Zeit, hätte die Hälfte
der gesamten damaligen Bevölkerung Europas auf einem Gebiet gelebt,
welches ungefähr die Größe Italiens hatte.

“Es ist fast wie ein Zaubertrick”, sagt Tom Garrison, einer der
führenden Archäologen des Projekts und fügt hinzu: “Die Ergebnisse
dieser Vermessung sind die wichtigste Entwicklung auf dem Feld der
Maya-Archäologie in den letzten 100 Jahren.”

Während Archäologen die neuen Details über die Komplexität und das
Ausmaß der Maya-Zivilisation zusammenfügen, untersuchen sie auch, wie
die Regierung einer so riesigen Gesellschaft funktioniert hat. “Im
Reich des Schlangen-Königs” enthüllt, wie eine obskure, königliche
Dynastie, bekannt als die Schlangen-Könige, mittels Eroberung,
Eheschließungen und Marionettenkönigen zum unangefochtenen Herrscher
der Maya-Welt aufstieg. Bis Experten die Maya-Inschriften entziffert
hatten, waren die Schlangen-Könige vollkommen unbekannt. Heute deuten
Indizien darauf hin, dass sich ihre Macht von Mexiko bis Belize und
im Süden bis nach Guatemala erstreckte. 562 eroberten sie sogar
Tikal, die größte aller Maya-Städte.

Tikal, eine beliebte Touristenattraktion und eine der meist
erforschten Städte der Maya-Welt, erscheint nun in einem ganz neuen
Licht, nachdem mithilfe der LiDAR-Vermessungstechnik eine bisher
unbekannte Pyramide im Zentrum der Stadt entdeckt wurde. Von
Archäologen bislang als natürliches Gebilde abgetan, handelt es sich
bei dieser Entdeckung um eine der bedeutendsten in Tikal in den
letzten Jahrzehnten. Zudem haben die Messergebnisse ergeben, dass die
Stadt vier- bis fünfmal so groß ist, wie vorher angenommen. Am
Stadtrand von Tikal und einer Vielzahl anderer Orte haben die
LiDAR-Daten umfangreiche Verteidigungs- und Befestigungsanlagen
gefunden, die eine radikale neue Theorie unterstützen, laut der die
Maya in groß angelegte Kriege verwickelt waren.

Francisco Estrada-Belli, ein National Geographic Explorer und
einer der Archäologen, die gemeinsam das Projekt führen, hat die
antike Maya-Stadt Holmul fast zwei Jahrzehnte untersucht und dabei
Nachweise für das Erbe der Schlangen-Könige gefunden. Bei der
Freilegung eines gigantischen, in Stein gemeißelten Freskos und eines
Königsgrabes tief in den Pyramiden der Stadt fand er Hinweise auf ein
Königspaar, das im 7. Jahrhundert lebte und offenbar Teil der
gewaltigen Dynastie der Schlangen-Könige war. In den sumpfigen Tälern
rund um die Stadt verwendete er die LiDAR-Daten, um zu zeigen, wie
hunderte Hektar Land trockengelegt, bewässert, und in Farmland
umgewandelt wurden – und das auf einem erstaunlichen Niveau. Auf
einem Gebiet, das in seiner Ausdehnung ungefähr dem Zentraltal von
Kalifornien entspricht, wurden die Nahrungsvorräte angebaut, mit
denen wahrscheinlich die gesamte Gegend rund um Tikal versorgt werden
konnte.

“In den Vermessungsdaten tauchen ganze Städte auf, von denen wir
davor noch nie gehört haben”, sagt Estrada-Belli im Rahmen des
Specials. “Wir müssen noch 20.000 Quadratkilometer erforschen – und
es wird garantiert noch hunderte von Städten geben, von denen wir
bisher noch nichts wissen.”

National Geographic Explorer Albert Lin macht sich in “Im Reich
des Schlangen-Königs” auf den Weg, um eine dieser bisher
unerforschten Stätten zu erkunden. Die PACUNAM LiDAR Initiative hat
bisher nur knapp ein Zehntel des Zielgebiets kartographisch erfasst
und noch einiges an Arbeit vor sich, aber Lin findet die Pyramide,
die er sucht. Sieben Stockwerke hoch ist sie immer noch weitestgehend
intakt, aber so überwuchert, dass sie mit bloßem Auge fast nicht zu
erkennen ist. Es wird ein immenser wissenschaftlicher Einsatz
erforderlich sein, um sämtliche neue Erkenntnisse vollständig
auszuwerten.

“Wir sind gerade einer Karte gefolgt, die von Lasern in den Himmel
gezeichnet wurde, haben einen Hubschrauber verwendet, um in den
Dschungel zu gelangen, und haben uns danach stundenlang durch den
Dschungel geschlagen, um das hier zu finden”, sagt Lin in “Im Reich
des Schlangen-Königs”, als er vor der Pyramide steht. “Die
LiDAR-Daten schreiben die Geschichte der Maya neu,” fügt er hinzu.

Sendetermin:

– “Im Reich des Schlangen-Königs” am 6. Februar 2018 um 20.10 Uhr
auf National Geographic
– Wahlweise im englischen Original oder der deutschen
Synchronfassung
– Im Anschluss auch über Sky Go, Sky On Demand, Sky Ticket,
EntertainTV, Unitymedia Horizon sowie Vodafone Select und GigaTV
verfügbar

Pressekontakt:
Felicia Ruf
PR & Kommunikation
FOX NETWORKS GROUP GERMANY GmbH
Tel: +49 89 203049 121
felicia.ruf@fox.com

Bildanfragen: bildredaktion@fox.com

Original-Content von: National Geographic, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 2. Feb 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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