Hussein, Gaddafi, Assad: Drei neue ZDFinfo-Dokus am Donnerstag (FOTO)





Internationale Konflikte, die bis heute wirken, diktatorischer
Machtmissbrauch, der ganze Regionen geprägt hat: Das Ende der Regimes
von Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi sowie aktuelle Auswirkungen
des Assad-Regimes beleuchten drei neue Dokumentationen, die ZDFinfo
am Donnerstag, 5. April 2018, ab 20.15 Uhr in Erstausstrahlung zeigt.

Zunächst blickt ab 20.15 Uhr die Dokumentation „Saddam Hussein –
Die letzten Tage eines Diktators“ zurück auf März 2003, als die USA
mit Verbündeten den Irak unter dem Vorwand angriffen, das Land
besitze Massenvernichtungswaffen. Dessen Diktator Saddam Hussein,
einst ein Verbündeter des Westens, wurde gestürzt und verschwand. Der
Film von Richard Puech beleuchtet, wie ihn Spezialkräfte aufspürten,
Husseins Baath-Partei entmachtet wurde, der Irak im Chaos versank und
Saddam Hussein schließlich im November 2006 zum Tode verurteilt und
im Folgemonat hingerichtet wurde. In der Dokumentation kommen
Zeitzeugen wie der US-Statthalter im Irak, Paul Bremer, CIA-Analyst
John Nixon, der ehemalige Stabschef von Colin Powell, Lawrence
Wilkerson, sowie Saddam Husseins Enkelin Harir zu Wort. Der Film
analysiert auch, wie der Sturz des Diktators und das Zurückdrängen
der Macht der Sunniten in Politik und Militär letztlich zur
Entstehung des sogenannten „Islamischen Staates“ führte.

Ab 21.00 Uhr rücken die letzten Wochen vor Muammar al-Gaddafis
Sturz und der Tod des Machthabers von Libyen im Jahr 2011 in den
Blick. In der Dokumentation „Killing Gaddafi – Jagd auf den Diktator“
geben ehemalige Botschafter, Berater und hochrangige Politiker
Auskunft darüber, inwiefern der Nato-Militärschlag gegen Libyen mit
teils falschen Propaganda-Informationen begründet wurde. Ging es
vorrangig darum, das Regime zu stürzen, oder eher darum, den
UN-Auftrag „Schutz der Zivilbevölkerung vor dem Diktator“
auszuführen?

2011 erfasste die Protestwelle des Arabischen Frühlings nicht nur
Libyen, sondern auch Syrien. Und bis heute lässt Machthaber Baschar
al-Assad im daraus resultierenden kriegerischen Konflikt seine Gegner
verhaften und verschleppen. Die Dokumentation „Syriens Folterhölle –
Die Vermissten des Assad-Regimes“ begleitet ab 22.30 Uhr ein
UN-Ermittlerteam um Bill Wiley, dem eine Großzahl von Dokumenten
syrischer Behörden vorliegt. Diese Papiere führen zurück bis ins Jahr
2011 und belegen das Schicksal vieler Regime-Kritiker – sie könnten
zum Schlüssel für eine Anklage gegen die Regierung Assad werden. Der
Film von Sara Afshar erzählt die Geschichte von Opfern des
Assad-Regimes.

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veröffentlicht von am 3. Apr 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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