Horst Lichter: Warum der TV-Star vom Schwarzwald wieder ins Rheinland zog





Horst Lichter (57) hat keine Angst mehr, irgendetwas zu
versäumen. “Die Gelassenheit des Alters ist wunderschön”, sagt der TV-Koch im
Interview mit der Zeitschrift FRAU IM SPIEGEL. “Wenn ich müde bin, und kann es
mir erlauben, gehe ich schlafen. Ich habe keine Angst, dass ich an diesem Abend
die Party meines Lebens verpasse.” Statt gehetzt zu sein, sei er heute
angekommen.

Eine Sache genieße er zurzeit “unfassbar”, weil er sie bisher gar nicht gekannt
habe: “Einen ganz normalen Alltag. Meine Frau und ich sind umgezogen, vom
Schwarzwald zurück ins Rheinland. Wir wohnen ganz um die Ecke vom Drehort in
Köln.” Daher könne er jetzt morgens zuhause mit seiner Frau aufstehen und
frühstücken. “Und wenn ich abends heimkomme, gibt es leckeres Essen. Wir
erzählen uns vom Tag und trinken ein Gläschen Rotwein. Dann spielen wir mit
unserer zuckersüßen Pudel-Dame Stella, sie ist jetzt 14 Wochen alt. Dieses
normale Leben, das vielen langweilig erscheinen mag, ist für mich wunderschön.
Dabei entspanne ich mich unglaublich.”

Auf die Frage, warum es ihm im Schwarzwald nicht mehr gefallen hat, antwortet
der TV-Star, dass er während des Jahres ungefähr 200 Nächte im Hotel in Köln und
etwa 50 Nächte zu Hause verbracht habe. “Da kann man sich vorstellen, dass das
auf Dauer nicht praktisch war. Was nützt das schönste Haus, die schönsten
Spielsachen, wenn man nie da ist?”, so Horst Lichter.

Auf seine Gesundheit achtet der 57-Jährige “mehr oder weniger” gut. Lichter zu
FRAU IM SPIEGEL: “Ich halte meine persönliche Waage – sowohl beim Gewicht als
auch bei allen Dingen, die ich genieße. Die Erfahrung habe ich im Leben gemacht
– ein Glas Wein ist wunderbar, zu viel ist Alkoholiker. Gutes Essen ist ein
Traum, zu viel macht die Figur kaputt und ist ungesund.”

Sein Sport ist – obwohl er ein paar Sportgeräte zu Hause hat – “das tägliche
Leben, dabei bewege ich mich sehr viel”.

Beruflich hat Horst Lichter einen guten Lauf. Ob er sich manchmal fragt, warum
das so ist? – “Ständig, ich weiß, dass Erfolg nicht selbstverständlich ist.”
Sein Motto laute, in guten Zeiten nicht durchzudrehen und nicht noch mehr zu
machen, sondern die Dinge zu pflegen, durch die der Erfolg entstanden ist. “Ganz
wichtig für mich ist, Demut zu haben und zu genießen.”

Lichter kennt auch schwierige Zeiten, er hatte zwei Schlaganfälle und einen
Herzinfarkt und stand kurz vor der Pleite. “Ohne tolle Menschen hätte ich diese
Tiefs nicht überstanden”, blickt er zurück. “Witzigerweise standen mir oft
Menschen bei, von denen ich es gar nicht erwartet hatte.” In schwierigen
Situationen komme meistens die Wahrheit ans Licht. “Dann sind auf einmal die,
die man nie so wahrgenommen hat, die wirklichen Freunde. Und die, in die man so
viel Zeit investiert hatte, sind auf einmal weg. Heute glaube ich zu wissen, wer
meine Freunde sind.” Wahre Freundschaft heiße für ihn, für den anderen da zu
sein, wenn er ihn brauche. “Auch wenn man sich lange nicht gesehen hat. Es zählt
die Qualität einer Freundschaft und nicht die Quantität”, findet der
Publikumsliebling.

Die TV-Nation kennt Horst Lichter aus Kochsendungen und der Trödelshow “Bares
für Rares” – doch neben Kochen und Antiquitäten hat er eine weitere
Leidenschaft: Motorradfahren. Für die ZDF-Doku “Horst Lichter sucht das Glück”
(25.12., 19.15 Uhr) war er wieder mit dem Motorrad unterwegs, dieses Mal in
Kroatien und mit dem Schauspieler Henning Baum. “Henning hat mich positiv
überrascht”, bekennt er. “Ihn kannte ich vorher nicht. Anfangs war er
zurückhaltend, wollte wohl sein Image des raubeinigen Machos aus dem Fernsehen
bewahren. Ich durfte einen wertvollen Menschen kennenlernen. Am Ende sind wir
fast Freunde geworden.”

Motorradfahren ist für Lichter deswegen so schön, weil er ganz allein mit sich
unterwegs sei. “Es gibt keine Störelemente – also kein Telefon, kein Radio und
keine Musik.” Er könne sein Umfeld richtig genießen. Natürlich sei er
konzentriert, weil es ja nicht ungefährlich sei. “Ich fahre mit dem Motorrad
nicht, weil ich irgendein Ziel habe, sondern um des Fahrens willen.”

An das erste antike Stück, das er sich zugelegt hat, kann er sich nicht
erinnern: “Weil ich schon von Kindheit an nach alten Dingen verrückt war. Ich
habe damals schon neue Spielsachen gegen alte getauscht”, erinnert er sich.
“Mein erstes neues Fahrrad habe ich gleich am ersten Tag getauscht – gegen ein
uraltes Rad von einem Mädchen auf der Straße. Alte Dinge haben mehr zu
erzählen.”

Mit seiner Frau Nada ist Horst Lichter seit über zehn Jahren verheiratet. “Ich
bin froh, eine Partnerin an meiner Seite zu haben, die mich ehrlich kritisiert,
aber gleichzeitig auch mein größter Fan ist – beides muss ausgewogen sein. Ich
brauche keine Partnerin – auch wenn wir Männer uns das oft wünschen -, die nur
dekorativ ist”, erklärt er. Bildlich gesprochen sei seine Frau für ihn das
Segel, das ihn im Wind vorantreibe, aber auch der Anker, der ihn am Boden halte.
Das sei wahre Liebe für ihn.

Zwischen den Jahren bleiben sie gemütlich zuhause. “Die Kinder und die Enkel
kommen. Das werden ganz normale und unaufgeregte Tage. Wer kocht und was es
geben wird, wird spontan entschieden”, erzählt Lichter.

Was er sich für 2020 wünscht? – “Dass es ein bisschen so bleibt, wie es gerade
ist.”

Pressekontakt:

Ulrike Reisch
Ressortleitung Aktuell
Frau im Spiegel
Tel.: 089-272708977
E-Mail: ulrike.reisch@funke-zeitschriften.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/29590/4475941
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Original-Content von: Frau im Spiegel, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 22. Dez 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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