HAW Hamburg wertet Zahlungsbereitschaft für Tablet News-Apps aus – jetzt neue Studie verfügbar





Eine empirische Studie an der HAW Hamburg hat die Zahlungsbereitschaft für News-Applikationen bei 150 Tablet-Nutzerinnen und Nutzern analysiert. Die Studie stellt die Frage, wofür die Nutzer zu welchen Kosten zahlen. Grundlage der Untersuchung waren dabei die einzelnen journalistischen Konzepte und multimedialen Inhalte der News-Apps unter Berücksichtigung ihrer Kosten. Anhand dieser Faktoren wurde dann die Zahlungsbereitschaft ermittelt. Damit liegt jetzt eine aktuelle Untersuchung über die Zahlungsbereitschaft für journalistische Inhalte vor, die über Tablet Computer vertrieben werden. Ein überraschendes Ergebnis der Studie: Social Media Anwendungen im Rahmen von Tablet News-Apps sind nicht besonders attraktiv – trotz des Hintergrunds, dass viele der Befragten durchaus zu Social Media-affinen Zielgruppen zählen.
Die explorative Studie (lat. explorare = erforschen) wurde gemeinsam mit Studierenden aus den HAW-Bachelorstudiengängen „Medien und Information“ und „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ erstellt. Sie gibt Strategieempfehlungen für Nachrichten-Apps von Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsendern, insbesondere für deren Produktpolitik. Anhand der Studie kann ermittelt werden, wie eine News-App aussehen muss, damit sie nachgefragt wird.
Gut die Hälfte der Befragten zählte zu den typischen Tablet Usern: Alter 30 bis 49 Jahre, berufstätig, Rezipienten von hochwertigem Journalismus. 41 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich oder auch häufiger Tablet-Apps gegen Bezahlung. 87 Prozent der Probanden waren nachrichten- und medienaffine Nachfrager, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Befragung in Hamburg, einem der größten Medienstandorte Deutschlands, stattfand. Im Ergebnis zeigt sich, dass höchstens 40 Prozent der befragten Tablet-Rezipienten bereit sind, für die News-App ihrer favorisierten Medienmarke zu zahlen.
Die im Einzelnen analysierten Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Medienunternehmen ein abgestimmtes Konzept für ihre App-Strategie entwickeln sollten. Unter einer Medienmarke müssten demnach unterschiedliche App-Plattformen angeboten und mit deutlich unterscheidbarem Content bestückt werden. Zudem lehnen viele Konsumenten Werbung in News-Apps ab und sind bereit für werbefreie Nachrichten-Apps zu zahlen. Hierbei empfehle sich ein durchschnittlicher Preis von zirka 12,50 ? pro Monat, wenn beispielsweise die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ihren Marktanteil für News Apps mit qualitativen Produktmerkmalen maximieren möchten.
Alle Ergebnisse sowie Informationen zur Methode können im beigefügten Forschungsbericht eingesehen werden.

veröffentlicht von am 27. Sep 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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