Grimme-Preis: acht SWR (Ko-)Produktionen nominiert





Fiktion: “Tatort – Anne und der Tod” / Serien: “Eden” / Info
& Kultur: “Das innere Leuchten” und “Elternschule” / Kinder & Jugend: “Der Krieg
und ich”

Die Nominierungen zum Grimme-Preis 2020 stehen fest. Ins Rennen um den
renommierten Medienpreis, der am 27. März in Marl verliehen wird, gehen acht
Produktionen und Koproduktionen des SWR. In der Kategorie Fiktion hat “Tatort –
Anne und der Tod” mit dem Ermittlerduo Lannert und Bootz Chancen auf eine
Auszeichnung. Das deutsch-französische Projekt “Eden” (SWR/ARTE/ARTE France/ARD
Degeto) ist für “Serie” nominiert, außerdem die Koproduktion “Brecht”
(WDR/BR/SWR/ARTE) in der zugehörigen Kategorie Spezial. Zwei SWR Produktionen
gehen für Info & Kultur ins Rennen: “Das innere Leuchten” und “Elternschule”,
zudem die Koproduktion “Wie –Holocaust– ins Fernsehen kam” (WDR/NDR/SWR) sowie
“24h Europe – The Next Generation” (rbb/SWR/BR/ARTE/ARD-alpha/RTBF/YLE/Ceska
Televize) in der zugehörigen Kategorie Spezial. Die Dramaserie “Der Krieg und
ich” (SWR/LOOKSfilm) ist in der Kategorie Kinder & Jugend nominiert.

“Der Krieg und ich”

In acht Episoden erzählt die Dramaserie “Der Krieg und ich”, wie Kinder den
Zweiten Weltkrieg erlebt haben Die behutsam inszenierten Geschichten richten
sich an ein Publikum ab acht Jahren. Die Protagonisten sind Kinder aus
Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Russland und der
Tschechischen Republik. Basierend auf Tagebüchern und Biografien von Kindern aus
ganz Europa wurden Charaktere erschaffen, die Kindern von heute die
Identifikation mit den Kindern von damals erleichtern. Ihre Geschichten werden
mit Archivmaterial und einer detailreichen Modellwelt kombiniert und ermöglichen
dem jungen Publikum so, ein Verständnis für die Zeit zu entwickeln. “Der Krieg
und ich” ist eine internationale Koproduktion von SWR, LOOKSfilm und Toto Studio
sowie weiteren europäischen Partnern. Die Drehbücher schrieben Matthias Zirzow,
Maarten van der Duin und Ramona Bergmann. Regie führte Matthias Zirzow.
Produzent der Serie ist Gunnar Dedio. Die Redaktion im SWR liegt bei Lene Neckel
und Stefanie von Ehrenstein (Leitung). Ausgestrahlt wurde die Serie ab 31.
August 2019 im KiKA.

“Tatort – Anne und der Tod”

Ein schwerer, aber nahezu unbeweisbarer Verdacht, eine mehr als gut beleumundete
Verdächtige und ein tiefer Blick in den Alltag eines mobilen Pflegedienstes: Für
die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz geht es in
“Tatort – Anne und der Tod” um die Frage, ob zwei natürlich wirkende Todesfälle
von einer Altenpflegerin verursacht wurden – wobei sie mehr über Pflegenotstand
lernen, als sie je wissen wollten. Als Gegenüber von Richy Müller und Felix
Klare überzeugt Katharina Marie Schubert als verdächtige Pflegerin Anne Werner.
Wolfgang Stauch schrieb das Drehbuch, inszeniert hat Jens Wischnewski. “Tatort –
Anne und der Tod” ist eine Eigenproduktion des SWR. Ausführende Produzentin
Franziska Specht, die Redaktion liegt bei Brigitte Dithard. Erstausstrahlung:
19.Mai 2019 im Ersten.

“Eden”

Die deutsch-französische Serie “Eden” erzählt von Menschen, die in einem von
Migration verunsicherten Europa als Alteingesessene oder Neuankömmlinge ihren
Platz finden müssen. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen der EU-Politik
und der privaten Sicherheitsindustrie, die Lebensrealität der ankommenden
Flüchtlinge und die Reaktionen der europäischen Gesellschaft darauf. Fünf
Handlungsstränge an verschiedenen Orten in Europa werden miteinander verknüpft,
spannende Einzelschicksale lassen in unterschiedliche Welten eintauchen und
entfalten ein Politdrama, das die Frage nach dem humanen Miteinander immer im
Auge behält. “Eden” wurde von Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen und Marianne
Wendt nach einer Idee von Jano Ben Chaabane und Felix Randau kreiert, Head-Autor
ist Constantin Lieb. Regie führte Dominik Moll. “Eden” ist eine Produktion von
Lupa Film, Atlantique Productions und Port au Prince Film in Koproduktion mit
ARTE, SWR, ARTE France und ARD Degeto sowie mit Nexus Factory und Umedia.
Erstausstrahlung am 2. und 9. Mai 2019 auf ARTE.

“Das innere Leuchten”

Manfred Volz war früher Schreiner. Seine berufliche Vergangenheit spürt man,
wenn man ihn minutenlang dabei beobachtet, wie er die Arbeitsflächen der
gemeinschaftlichen Küche des Wohnbereiches bearbeitet. “Das innere Leuchten” von
Stefan Sick taucht in die Welt seiner Protagonisten ein und wagt eine poetische
Interpretation des besonderen Zustands der Demenz. Wenn Herr Volz beispielsweise
nach dem Musizieren mit Sohn und Enkel erwähnt, dass es draußen ganz hell sei
und man vielleicht hinaus müsse, dann folgt der Film dieser Aufforderung und
nimmt seine Hauptfigur gleich mit auf eine sommerliche Wiese. “Das innere
Leuchten” ist Teil der SWR Reihe “Junger Dokumentarfilm”, die Diplomanden und
Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg ermöglicht, ihren ersten Film für
Fernsehen oder Kino zu realisieren. Die Filme entstehen in inhaltlicher
Zusammenarbeit mit der Redaktion Dokumentarfilm des SWR und werden vom Sender
und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg finanziell gefördert. Redaktion beim
SWR haben Simone Reuter und Marcus Vetter. “Das innere Leuchten” wurde am 7.
November 2019 im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

“Elternschule”

Der Film “Elternschule” begleitet Kinder und Eltern durch ihre Zeit in der
Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung “Pädiatrische Psychosomatik”.
Hier werden Neurodermitis, Allergien, Schlaf- und Essstörungen und
Verhaltensauffälligkeiten behandelt. Familien lernen, dass es Auswege gibt aus
einem Alltag, der von chronischem Stress bestimmt wird. Der Dokumentarfilm
begleitet sie vom Aufnahmegespräch bis zur Nachsorge, ein halbes Jahr nach der
Entlassung. Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen so das Auf und Ab einer
ganzheitlichen Behandlung. Dabei wird nicht nur den Kindern einiges abverlangt –
vor allem sind die Eltern gefordert. Sie nehmen Abschied von festgefahrenen
Verhaltensmustern und lernen ihre Kinder neu kennen. Das Publikum erlebt
Fortschritte, Rückschläge – und Heilung. “Elternschule” ist ein Film von Jörg
Adolph und Ralf Bücheler, produziert von if. Productions: Ingo Fliess, Verleih
Zorro Film. Redaktion beim SWR hat Eva Witte. Gefördert wurde der Film vom
Filmfernsehfonds Bayern (FFF), von BKM – Kulturelle Filmförderung der
Bundesregierung und vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF). Der Film wurde in der
Reihe “Dokumentarfilm im Ersten” am 3. Juli 2019 im Ersten ausgestrahlt.

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links unter:
http://swr.li/grimme-nominierungen-2020

Fotos über www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:

Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285, Grit.krueger@swr.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/7169/4493752
OTS: SWR – Südwestrundfunk

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 16. Jan 2020. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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