Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke wird am 25. Juni in München zum 18. Mal verliehen / Erster Preisträger 2019 steht fest: Michael Bully Herbig und BALLON (FOTO)





Bereits zum 18. Mal zeichnet der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds
e.V. in München herausragende Filmemacher aus. Künstlerisch wertvolle
Filme humanistischer, gesellschaftspolitischer Dimension werden mit
dem Filmpreis geehrt. Rund fünfzig symbolische Brückenpfeiler sind
seit 2002 verliehen worden. Der erste Preisträger, der am Abend des
25. Juni 2019 in München diese einzigartige Auszeichnung erhalten
wird, steht nun bereits fest: Regisseur Michael Bully Herbig wird für
seinen packenden Fluchtthriller BALLON mit dem Friedenspreis des
Deutschen Films – Die Brücke geehrt. BALLON erzählt die wahre
Geschichte der Familien Strelzyk und Wetzel, die im Jahr 1979 mit
einem selbst gebauten Heißluftballon die Flucht aus der DDR in den
Westen wagen. Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten der
DDR-Geschichte.

Michael Bully Herbig gilt als einer der erfolgreichsten deutschen
Regisseure, Autoren, Produzenten und Schauspieler. Mit BALLON hat er
sich auf völlig neues Terrain begeben, denn aus der wahren Geschichte
hat er seinen ersten „ernsten“ Film gemacht, einen atemlosen
Thriller, der von Beginn an hochspannend ist. Herbig selbst sagt „Wir
erzählen von mutigen Menschen, die Freiheit wollten und fest daran
glaubten, dass sie ihr Ziel erreichen. Das ist die Faszination ihrer
Geschichte, die zugleich auch deutsch-deutsche Geschichte ist.“

Die Art wie Herbig diese Geschichte erzählt, sorge für atemlose
Spannung in jeder Sekunde, so die Jury des Friedenspreises. Das
Umfeld der beiden Familien, die Zeitumstände, die ständige
Bevormundung und Bedrohung durch den DDR-Staat schildere er genauso
glaubwürdig und souverän wie den Irrsinn, den es bedeutet, aus
unzähligen Metern heimlich gekaufter Ballonseide ein funktionsfähiges
Fluggerät zu bauen. Der Film zeigt eine Familie, die sich mit den
beengenden Lebensumständen nicht abfinden kann und für ihren Wunsch
nach Freiheit keine andere Alternative sieht als eine riskante
Flucht. Wachsende Beklemmung und Angst steigern sich zwanghaft bis
hin zur Psychose, in der die Gefahr wächst, an den psychischen
Belastungen zu zerbrechen. Diese Nöte, Ängste und Zweifel der
Familien inszeniere er so ebenso überzeugend wie ihren Mut und ihre
Solidarität, so die Jury weiter. Mit Friedrich Mücke, Karoline
Schuch, David Kross und Alicia von Rittberg hat Herbig herausragende,
in der Geschichte absolut glaubwürdige Darsteller gefunden.
Herausragend dabei Thomas Kretschmann, der den Stasioffizier Seidel
eher leise, aber stetig unterschwellig bedrohlich und fernab von
jedem Klischee spielt.

Herbig zeichne in BALLON ein differenziertes Bild von Thüringen
Ende der 70er Jahre. Das Szenenbild habe nichts vom üblichen,
freudlosen Einheitsgrau. Gleichzeitig mache der Regisseur das Gefühl
der ständigen Bedrohung in dem Staat eindeutig spürbar. Dass große
Teile der Geschichte aus der Sicht der Kinder erzählt sind, gibt
zusätzlich emotionale Tiefe.

„Herbig gelingt mit BALLON so ein spannender und mitreißender
Film, um die Freiheit des Einzelnen, als „Thriller“ in großen Bildern
erzählt und mit durchweg hervorragenden Schauspielern: Das bewegende
Porträt einer Familie, die für ihre Freiheit alles riskiert hat“,
begründet die Jury des Friedenspreises.

Pressekontakt:
Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V., Katrin Strauch
Tel.: +49 (0) 89 38 66 76 13
Mobil: +49 (0) 176 138 667 66
E-Mail: friedenspreis@pr-kombinat.de

Original-Content von: Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V., übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 22. Feb 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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