“Fremd im eigenen Viertel” / ZDF-Dokumentationüber deutsche Schüler in der Minderheit





Patrizia, Meryem, Nathan und Maxi erlauben einen
seltenen Blick in die Realität deutscher Schulen: Für die
Dokumentation “Fremd im eigenen Viertel”, die das ZDF am Dienstag,
26. April 2011, 22.15 Uhr, in der Reihe “37°” ausstrahlt, betrachtet
Peter Schmidt Integration einmal anders, aus dem Blickwinkel der
Deutschen.

Patrizia (14) geht in die 8. Klasse der Komenius Schule in
Duisburg-Hamborn, eine Brennpunktschule mit einem Ausländeranteil von
fast 80 Prozent. “Der Stadtteil hat sich total verändert”, erzählt
ihre Mutter. Es gibt nur noch wenige Geschäfte, in denen Deutsch
gesprochen wird. Für Patrizia ist das alles normal. Sie kennt es gar
nicht anders. “Ich war immer in der Minderheit, schon in der
Grundschule und sogar im Kindergarten.” Was bedeutet das für die
deutschen Schüler? Werden sie schlechter behandelt, lernen sie
langsamer, sind sie auch schlechter in Deutsch?

Meryem (15) hat zwei Schwestern, ihre Mutter arbeitet als mobile
Sozialpflegerin. Viele glauben, sie sei Muslima, weil sie einen
ausländisch klingenden Namen hat und dunkle Haare. Aber ihren
arabischen Vater hat sie nie richtig kennen gelernt. Die 15-Jährige
besucht ebenfalls die Komenius Schule, sie geht in die 9. Klasse.
Hier soll lernen Spaß machen, so hat es der Pädagoge Komenius vor
rund 400 Jahren in seinen Schriften veröffentlicht. Von Spaß kann an
der Schule nicht die Rede sein. Die meisten Hauptschüler hier waren
schon an anderen Schulen, die deutschen Schüler geraten oft ins
Hintertreffen. Das sagt auch Meryems Mutter, die mit Sorge auf die
Zukunft ihrer Tochter sieht. “Wer den Stempel dieser Hauptschule
unter dem Zeugnis hat, da kann auch die Mittlere Reife nicht helfen.”

Nathan hatte Glück, er brauchte früher mit dem Lernen etwas
länger, und jetzt macht er in Hamburg-Jenfeld an der Otto-Hahn-Schule
das Abitur. “Klar, das Level ist hier nicht so wie in Blankenese, das
kriegen wir nicht hin,” sagt eine Integrationshelferin an der Schule,
“aber bei fast 50 Nationen und knapp 80 Prozent Migrationsschülern
geht das auch gar nicht.” Aber leider bleibt so einiges auf der
Strecke, Nathan ist Pfarrerssohn, aber er geht selten in die Kirche.
Trotzdem findet er es schlecht, dass im Religionsunterricht an seiner
Schule christliche Inhalte kaum Platz haben. Mal in die Bibel
schauen, mal ein Problem mit christlichen Augen zu beobachten, das
sei hier nicht erwünscht.

Maxi (19) geht in Nathans Klasse. Er hat noch drei Geschwister,
seine Mutter ist Hausfrau, sein Vater Flugingenieur. Nach dem Abitur
macht er ein Freiwilliges Soziales Jahr. Sein Vater hatte am Anfang
Schwierigkeiten mit der Schule. “Als wir hierher zogen, war ich schon
geschockt und dachte, wenn das mal gut geht, aber Maxi hat was draus
gemacht.” Für Maxi ist alles okay an seiner Schule. Er kennt es nicht
anders und vermisst deshalb auch nichts.

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 –
70-16100, und über
http://bilderdienst.zdf.de/presse/fremdimeigenenviertel

Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

veröffentlicht von am 21. Apr 2011. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de