Frankfurter Rundschau: Interview mit dem 18-jährigen Buchautor Jeremias Thiel





Die Frankfurter Rundschau hat in ihrer Wochenendausgabe ein Interview mit dem jungen Buchautor Jeremias Thiel veröffentlicht. Die folgende Zusammenfassung ist ohne Sperrfrist zur Veröffentlichung mit Quellenangabe “Frankfurter Rundschau” frei.

“Armut bleibt kleben” Der 18-jährige Buchautor Jeremias Thiel über seine Befreiung aus der Hartz-IV-Falle und darüber, was für Arbeitslose getan werden muss

Aus der Hartz-IV-Falle in den Deutschen Bundestag: So stellt sich der junge Buchautor Jeremias Thiel seinen weiteren Lebensweg vor. “Mein absoluter Traum ist es, einmal SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Kaiserslautern zu werden, um meine Ideale auch real umzusetzen”, sagte der 18-jährige Student im Interview mit der Frankfurter Rundschau (Wochenendausgabe).

Thiel hat seine bisherige Lebensgeschichte in dem Buch “Kein Pausenbrot, keine Chance, keine Kindheit” niedergeschrieben, das an diesem Montag im Piper-Verlag erscheint. Dort schildert er, wie er als Elfjähriger zum Jugendamt seiner Heimatstadt Kaiserslautern ging, um sich aus dem Leben in der Familie langzeitarbeitsloser und psychisch kranker Eltern zu befreien. Mit Hilfe von Behörden und durch Stipendien konnte Thiel, der zunächst in einem SOS-Kinderdorf unterkam, das Abitur machen und im Herbst 2019 sein Politik-Studium an einem College im US-Bundesstaat Minnesota aufnehmen.

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht Thiel über die große Kraft, die es ihn bis heute kostet, sich aus den ärmlichen Verhältnissen seiner Familie zu befreien: “Ich wusste immer, dass ich die Extra-Meile gehen muss, um ernstgenommen zu werden.” Auch jetzt sei er nie sicher, wie er sein Leben finanzieren könne: “204 Euro Kindergeld reichen jedenfalls nicht. Und da ist keine Familie, die mal gerade etwas zuschießen kann. Armut bleibt kleben.”

Leidenschaftlich plädiert Thiel in der Frankfurter Rundschau für eine bessere Unterstützung arbeitsloser Menschen. “Sie erhalten viel zu wenig Förderung und staatliche Unterstützung, und ihnen fehlt es an Möglichkeiten, ihre Potenziale zu entfalten.” Vor allem Kinder müssten “Möglichkeiten haben, aus ihrem Umfeld wenigstens zeitweise herauszutreten” – etwa durch eine eigene Kindergrundsicherung.

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Frankfurter Rundschau
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veröffentlicht von am 15. Mrz 2020. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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