Frankfurter Neue Presse: Der Weltbürger. FNP-Kulturchef Michael Kluger über die Verleihung des Literaturnobelpreises an Mario Vargas Llosa.





Vargas Llosa ist ein hervorragender,
sogar populärer Autor, ein wunderbarer Erzähler, ein sprachmächtiger
Romancier und intelligenter Essayist. Und er ist ein unbestechlicher
bürgerlicher Intellektueller europäischer Prägung, ein
liberal-konservativer politischer Denker, ein Aufklärer, der stets
für Demokratie und Menschenrechte eintritt.

Vargas Llosa gehört wie Gabriel García Márquez, Carlos Fuentes,
Octavio Paz oder Augusto Roa Bastos in die Reihe der ganz großen
modernen Autoren der so reichen lateinamerikanischen Literatur. Der
Horror ungehemmter Macht, die Erniedrigung des Menschen,
Ungerechtigkeit, Zwang und Willkür – in seinem Werk hat er ein
dunkles Panorama der Wirklichkeit Südamerikas entworfen. Und daneben
in vielen anderen Büchern mit elegantem Humor eine Gegenwelt voller
Leichtigkeit und Fantasie gezeichnet.

Mario Vargas Losa verkörpert auf schönste Weise den Typus des
immer seltener werdenden engagierten Schriftstellers, der Literatur
und politisches Denken verbindet, der sein Metier virtuos beherrscht
und sich zugleich vor keinem “Ich klage an” scheut. Wer Vargas Llosa
noch nicht gelesen hat, beginne jetzt. Er wird einen fesselnden,
überwältigenden Schriftsteller entdecken.

Pressekontakt:
Frankfurter Neue Presse
Chef vom Dienst
Peter Schmitt
Telefon: 069-7501 4407

veröffentlicht von am 7. Okt 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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