Film-Offensive: Netflix schraubt Produktion in Deutschland hoch und will Kinofilme akquirieren





Neben seinem Serienangebot will der Streamingdienst Netflix künftig mehr Filme anbieten und dafür in Deutschland die Eigenproduktion ausbauen, kündigt Kai Finke (Director Content Acquistions & Co-Productions DACH) im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de an. Netflix streckt aber auch den Filmverleihern die Hand aus und bekundet Interesse am Erwerb weiterer Filme, die derzeit nicht wie geplant in die Kinos kommen können.

“Wir sind offen dafür, Verleihern und Produktionsfirmen in der aktuellen Situation zu helfen. Bei –Berlin, Berlin– ist uns das bereits gelungen, zumal wir in diesem Fall unseren Zuschauern auch die Serie mit anbieten konnten. Es ist Bewegung im Markt, wie gerade erst wieder die Entscheidung von Disney zu –Mulan– gezeigt hat”, sagt Finke. Die direkte Auswertung über VoD-Angebote ohne vorherige Veröffentlichung im Kino wird in der Branche derzeit intensiv diskutiert.

“Wir verstehen natürlich, dass man das Thema so oder so sehen kann, aber für Filmschaffende ist es wichtig, mit ihren Produktionen ein Publikum zu finden und da stellt unsere Reichweite für die Veröffentlichung von Filmen eine spannende Alternative dar”, erklärt Finke dazu und deutet im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de an: “In den nächsten Monaten werden wir vielleicht noch den einen oder anderen Film herausbringen, der nicht ursprünglich für Netflix produziert wurde.”

Aber auch die Eigenproduktion von Filmen aus Deutschland will der Streamingdienst steigern. “Netflix-Filme wie –Birdbox–, –The Irishman– oder –Roma– sorgen bereits seit einiger Zeit international für viel Gesprächsstoff. Und auch in Deutschland bauen wir konsequent das Portfolio an Filmprojekten aus. Letztlich entspricht das doch auch dem Programmbedarf, da man sich ja nicht immer auf eine ganze Serienstaffel einlassen kann, sondern manchmal auch einfach nur gute Unterhaltung für einen Abend sucht.”

Am 2. September startet bereits “Freaks – Du bist eine von uns”. Der Titel ist unter der Regie von Felix Binder in Zusammenarbeit mit der Redaktion Kleines Fernsehspiel beim ZDF entstanden. “Den nächsten Film mit dem Titel –Schwarze Insel– drehen wir nach jetzigem Stand ab Herbst an der Nordseeküste”, verrät Kai Finke gegenüber DWDL.de. “Hierbei handelt es sich um ein Projekt nach einem Drehbuch von Miguel Alexandre und Lisa Hofer, bei dem Miguel auch Regie führt.”

Und sobald es die Pandemie-bedingten Umstände erlauben, soll die deutsche Film-Produktion für Netflix weiter hochgefahren werden: “Bis Ende 2021 allein aus meinem Bereich bis zu sechs Filmprojekte in Produktion gehen werden. Und zu diesen kommen dann noch weitere Produktionen hinzu, die meine Kollegin Sasha Bühler betreut. So wird sich die Anzahl der Netflix Original Filme made in Germany spürbar steigern.”

Pressekontakt:

Thomas Lückerath
Chefredakteur
Medienmagazin DWDL.de
Telefon: 0221 64306022
eMail: lueckerath@dwdl.de

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veröffentlicht von am 12. Aug 2020. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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