Feature-Preis „Bremer Hörkino“ 2015 geht an MDR FIGARO-Autorin für Justizkrimi





Margot Overath wird heute für ihr Stück „Oury
Jalloh – die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls“ – ein
MDR-Feature in Koproduktion mit dem NDR und dem WDR – ausgezeichnet.

Margot Overath demonstriert erneut, wie sich Zivilcourage mit
publizistischer Sorgfalt verträgt. Das Feature überzeugte die Jury
„wegen seiner dokumentarischen Glaubwürdigkeit, dramaturgischen
Klarheit und thematischen Relevanz inmitten der aufgeheizten Debatte
über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland – formal ein
Radiostück aus einem Guss, konsequent und schnörkellos; ein
Justizkrimi, dessen leider reale Handlung stringent und schlüssig
erzählt wird.“

Inhalt: Am siebenten Januar 2005 verbrennt in einer Dessauer
Polizeizelle ein an Händen und Füßen gefesselter Mann bei lebendigem
Leib. Was geschehen ist, wird nur gedeutet. Klare Beweise liegen
nicht vor. Da auch der zweite Prozess vor dem Landgericht Magdeburg
keine endgültige Aufklärung zum Entstehen des Brandes bringt, knüpft
die Autorin an die Recherche für ihr erstes Feature zum Fall Jalloh
„Verbrannt in Polizeizelle Nummer fünf“ an und hinterfragt die
Ermittlungsergebnisse erneut. Mit Unterstützung von
Gerichtsmedizinern, Toxikologen und Kriminalbeamten geht sie
Ungereimtheiten nach und bekommt Hinweise auf einen dritten Mann.
Ging es am Anfang um unterlassene Hilfeleistung des
Dienstgruppenleiters, ermittelt die Staatsanwaltschaft Dessau seit
2014 gegen Unbekannt wegen Mordes.

MDR FIGARO strahlte das Feature erstmals am 22. Oktober 2014 aus.
Redaktionell verantwortlich war Ulf Köhler, Sprecher/in waren Bärbel
Röhl, Joachim Schönfeld und Conny Wolter, Regie führte Nikolai von
Koslowski.

Margot Overath lebt im Bremer Umland und arbeitet seit 1980 fürs
Radio. Sie forschte am Hamburger Institut für Sozialforschung über
die RAF. Als freie Autorin ist sie für alle Hörfunk-Anstalten der ARD
tätig.

Für „Oury Jalloh – die widersprüchlichen Wahrheiten eines
Todesfalls“ erhielt Margot Overath bereits den „CIVIS-Preis“. Dieser
wird am 7. Mai in einer festlichen TV-Gala in Brüssel verliehen.
CIVIS-Schirmherr ist der Präsident des Europäischen Parlaments,
Martin Schulz. Moderiert wird die TV-Gala von Wissenschaftsjournalist
und Physiker Ranga Yogeshwar.

Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Sebastian Henne,
Tel.: (0341) 3 00 63 76, E-Mail: presse@mdr.de

veröffentlicht von am 6. Mai 2015. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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