Faszination Faksimile – Echte Handwerkskunst, keine Investition





Media Exklusiv aus Gütersloh hebt sich mit seinem Produktportfolio von anderen Buchläden ab. Denn statt den neuesten John Grisham Roman oder Stephen King Bestseller, hat sich das Unternehmen auf Produkte der besonderen Art spezialisiert. Diese Produkte sind einfach anders und heben sich deshalb aus der Masse der üblichen Buchartikel ab. Diese Produkte lassen jeden Kunden staunen und bei jedem Liebhaber das Herz schneller schlagen. Die Rede ist von Faksimiles. Wir haben uns mit den Büchern der besonderen Art beschäftigt und bei der Media Exklusiv GmbH nachgefragt:

Was macht ein Faksimile so besonders?
Was hat es mit dem Papier auf sich?
Warum sind Faksimiles dann keine Investitionen?

WAS MACHT EIN FAKSIMILE SO BESONDERS?

Faksimile sind originalgetreue Abbildungen alter mittelalterlicher Handschriften und Codices, beschreibt Media Exklusiv. Viele Leute sind vermutlich der Meinung, dass es sich lediglich um ein Buch handelt, das reich verziert ist. Dem ist aber nicht so. Denn Faksimiles bilden das Original in exakter Weise nach. Das bedeutet:

Der Einband wurde genau auf die Art und Weise hergestellt, wie beim Original.
Alle Schäden des Originals müssen millimetergenau auf das Faksimile übertragen werden.
Das Einbandmaterial muss den exakten Eigenschaften der ursprünglichen Schrift entsprechen.
Das Papier für die Erstellung des Faksimiles muss genau zu den Eigenschaften des Ursprungs passen.
Die Farbgebung auf den Seiten der „ähnlichen Bücher“ werden in akribischer Feinarbeit über einen digitalen Drucker erstellt. Hierzu sind teilweise mehrere 100 Durchgänge nötig, bis die Druckfarbe exakt den Farben der mittelalterlichen Handschrift entspricht.
Das Faksimile wird in genau der Buchbindeart gebunden, wie das Original.

Allein durch die Zahl der Arbeitsschritte ist zu erkennen, dass ein Faksimile etwas Besonderes ist. Und es handelt sich hier wirklich um eine hochwertige Handwerkskunst, so Media Exklusiv. Der Beruf eines Buchbinders war in alten Zeiten ein sehr geschätzter Beruf. Aber im Zuge der Industrialisierung und durch die wachsende Beliebtheit der Bücher und der sich verändernden Buchgenres, wurde dieser Beruf mehr und mehr von Maschinen ersetzt. Nur mehr wenige Leute verstehen sich auf die wirkliche alte Handwerkskunst des Buchbindens, erklärt Media Exklusiv.

WELCHE ROLLE SPIELT DAS VERWENDETE PAPIER?

Egal wie das Faksimile hergestellt wird, so Media Exklusiv, es kommt immer besonders auf die Auswahl eines passenden, hochwertigen und qualitativen Papieres an. Das gewählte Papier muss:

säurefrei
alterungsbeständig
optisch und haptisch dem Original entsprechen.

Denn je mehr die Papierstärke und die Papierstruktur dem Originalpapier entsprechen, umso ähnlicher sind sich letzten Endes Faksimile und Original. Diese Papiere sind keine Papiere, die an jeder Ecke erhältlich sind. Auch die Herstellung des Papiers ist ein wahres Kunsthandwerk, erläutert Media Exklusiv. Da es nicht zufriedenstellend ist, das bloße Aussehen von Pergament nachzuahmen, werden oftmals bei der Faksimilierung Dicke, Gewicht und die Eigenschaft des Papiers hinsichtlich des Druckes, besonders der Durchlässigkeit des Drucks (oder der Schrift) auf die Rückseite des Blattes untersucht. Nicht selten müssen Unternehmen aus aller Welt angefragt werden, damit das richtige Herstellungsverfahren für das Papier ausfindig gemacht werden kann. Für die Erstellung des Faksimiles der Kennicott Bibel musste beispielsweise die älteste Papierwalze Italiens damit beauftragt werden. Die Herstellung des Papiers zieht sich nicht selten in die Länge, so Media Exklusiv aus Erfahrung. Für die Kennicott Bibel dauerte der gesamte handwerkliche Prozess mehr als ein Jahr, bis das Papier die gewünschte Lichtdurchlässigkeit, Optik und Haptik des ursprünglichen Pergaments hatte, berichtet Media Exklusiv weiter.

SIND FAKSIMILES EINE INVESTITION?

Auch wenn die Herstellung eines Faksimiles sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und damit wirkliche Kunstwerke entstehen, handelt es sich dennoch nicht um Originale. Der Preis eines Faksimiles setzt sich vor allem aus dem

aufwendigen Herstellungsverfahren,
den zahlreich damit betrauten Unternehmen,
den notwendigen Versicherungen gegen Beschädigung des Originals,
den Gebühren für die Genehmigungen und
der Zeit zusammen.

Für die Kennicott Bibel mussten beispielsweise unzählige Silberhandwerker per Hand das Silber in das Faksimile einbringen. Silber ist zwar auch ein wertvoller Stoff, aber dadurch, dass es in einem Buch ist, kann das Silber auch keine Rendite abwerfen. Faksimiles sind eher eine Investition in den Erhalt alter Prunkbücher und eine Investition in den Erhalt alter Handwerkskunst. Aber keine Investition für die spätere Rente, betont Media Exklusiv.

veröffentlicht von am 30. Jun 2021. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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