Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2010 geht an Olivier Le Lay – Verleihung am 7. September in Sulbach/Saar – Ein brillanter Interpret bedeutender deutschsp





Der französische Übersetzer Olivier Le Lay wird am Dienstag, 7. September, dem Geburtstag des im Jahre 2000 verstorbenen Sulzbacher Übersetzers Eugen Helmlé, den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2010 entgegennehmen. Das Preisgeld wurde in diesem Jahr um 4.000 Euro auf insgesamt 10.000 Euro erhöht.
Der seit 2005 jährlich verliehene Preis, der abwechselnd an einen deutschen und einen französischen Übersetzer geht, wird getragen von der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes, dem Saarländischen Rundfunk und ? seit diesem Jahr ? von der Stadt Sulzbach.
Olivier Le Lay hat eine vielgelobte Neuübersetzung von Döblins Jahrhundertroman “Berlin Alexanderplatz” vorgelegt, daneben hat er Bücher von Arno Geiger, Elfriede Jelinek und Peter Handke übersetzt. Der Preis wird um 19.00 Uhr in der Aula der Stadt Sulzbach, in der Gärtnerstraße, überreicht. Bereits um 18.00 Uhr wird der Platz vor der Aula den Namen “Eugen-Helmlé-Forum” erhalten, außerdem wird ein von Leo Kornbrust geschaffener Gedenkstein enthüllt.
“Berlin Alexanderplatz”, Alfred Döblins Jahrhundertroman, hat erst durch Le Lays wegweisende neue Übertragung nun auch im Französischen seinen unverwechselbaren Klang erhalten. Olivier Le Lay hat ein Gespür für den Puls der deutschen Sprache. Die gelungene Verbindung von Präzision und Einfühlung zeichnet seine Übersetzungen aus. Er ist ein ? durchaus im musikalischen Sinne des Wortes – brillanter Interpret bedeutender deutschsprachiger Literatur.
“Die Verleihung des diesjährigen Eugen-Helmlé-Übersetzerpreises zeigt, dass der Saarländische Rundfunk seiner Aufgabe nicht nur als Kulturberichterstatter und Kulturvermittler, sondern auch als Kulturförderer und Kulturproduzent über die Grenzen des Saarlandes hinweg gerecht wird”, sagte der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff.
Oswald Bubel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung ME Saar: “Mit dem Preis wollen wir dokumentieren, dass die besondere Beziehung zu unseren französischen Nachbarn und die kulturelle Verflechtung mit Frankreich ein Alleinstellungsmerkmal des Saarlandes sind, das gepflegt werden sollte. Deshalb ist die Stiftung gerne bereit, den Preis maßgeblich zu unterstützen”.

Hintergrundinformationen:
Der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis wurde 2004 zur Erinnerung an den bekannten Sulzbacher Übersetzer begründet. Seit 2005 vergeben die Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (Stiftung ME Saar) und der Saarländische Rundfunk diesen Preis gemeinsam an eine Übersetzerin oder einen Übersetzer für eine außergewöhnliche Übersetzungsleistung aus dem Deutschen ins Französische beziehungsweise aus dem Französischen ins Deutsche. Im Jahre 2010 ist die Stadt Sulzbach als dritter Partner den bisherigen Institutionen beigetreten. Die Preissumme beträgt ab diesem Jahr 10.000 Euro. Der Preis wird jeweils am 7. September, dem Geburtstag Eugen Helmlés, verliehen.
Die Jury des Eugen-Helmlé-Übersetzerpreises im Jahre 2010 bestand aus dem französischen Romanautor Roger Bichelberger, dem Bonner Verleger Stefan Weidle und SR-Literaturredakteur Ralph Schock.
Die bisherigen Preisträger waren Tobias Scheffel (2005), Claude Riehl (2006), Andrea Spingler (2007), Nicole Bary (2008) und Lis Künzli (2009).

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veröffentlicht von am 26. Aug 2010. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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