ESC-Länder punkten bei junger Zielgruppe / ISM-Studie zeigt: Eurovision weckt Interesse an Teilnehmerländern





Die europäische Musikgemeinde hat entschieden: Im
nächsten Jahr findet der Eurovision Song Contest in Israel statt.
Während der diesjährige ESC in Portugal damit bereits Geschichte ist,
haben zwei Professoren der International School of Management (ISM)
in einer deutschlandweiten Studie geprüft, welche Auswirkungen der
Wettbewerb für Tourismus und Marketing hat. Es zeigt sich: Der ESC
ist auch in einer jungen Zielgruppe relevant und beeinflusst ihre
Einstellung zu den Gastgeber- und Teilnehmerländern.

Um die Aktualität und (Nach-)Wirkung des Eurovision Song Contest
nachzuvollziehen, befragten ISM-Professoren Dr. Martin Fontanari und
Dr. Jens Perret eine vornehmlich junge Probandengruppe
(Durchschnittsalter 22 Jahre) zum ESC und seinen Teilnehmerländern.
Dabei gaben 95% der Befragten an, den ESC gut bis sehr gut zu kennen.
Fast 67% der Befragten haben ihn live im Fernsehen verfolgt, nur 8%
über Social Media, was in der Altersgruppe zunächst überrascht. “Aus
Interviews mit den Studierenden ist hervorgegangen, dass der ESC als
Event mit der Familie vor dem heimischen Fernseher angesehen und
verankert ist”, erklärt Perret.

Eine zentrale Fragestellung der Studie war, inwiefern die durch
die teilnehmenden Künstler generierten Sympathien positive
Auswirkungen auf die Einstellung gegenüber den jeweiligen Ländern
haben. Schon in der Befragung vor dem diesjährigen Wettbewerb machte
sich ein ESC-Faktor bemerkbar: “Interessant ist, dass die Befragten,
die den Eurovision aktiv verfolgen, sich signifikant mehr für die
Länder interessieren, in denen der ESC stattfindet, als diejenigen,
die ihn nicht verfolgen”, berichtet Perret. Auf die Frage, ob der
Wettbewerb Länder bekannter machen kann, sind die Meinungen aber
gespalten. “Der ESC schafft es, das Interesse der Probanden an den
Austragungsorten zu stärken. Gleichzeitig sprechen sie ihm diese
Fähigkeit aber im Allgemeinen ab.”

Wird die Wirkung des Wettbewerbs also unterschätzt? Immerhin ein
Viertel der Befragten konnten den letztjährigen Eurovision Song
Contest korrekt geographisch verorten. Die falschen Antworten
entfielen dabei häufig auf Oslo. Die Austragung dort ist acht Jahre
her, doch der Sieg für Deutschland mit Lena Meyer-Landrut scheint als
Schlüsselmoment in Erinnerung geblieben zu sein.

Auch beim diesjährigen ESC lässt sich eine Wirkung verzeichnen:
42,5% der Befragten gaben an, dass der ESC ein Interesse an Portugal
geweckt hat – trotz des schlechten Abschneidens der portugiesischen
Sängerin. Das Event im Land zu hosten ist für das Image des Landes
entscheidender als die Platzierung der jeweiligen Vertreter.
Bemerkenswert ist auch die positive Entwicklung Italiens, was die
Sympathiewerte vor und nach dem Wettbewerb betrifft. “Der Beitrag hat
durch seine offensichtliche Thematisierung der Flüchtlingspolitik ein
Thema aufgegriffen, das für diese Gruppe von hohen Interesse ist”, so
Perret. “In dem Fall ist die Politisierung des ESC als durchaus
positiv aufgefasst worden.”

Wenn der ESC im nächsten Jahr in Israel stattfindet, stellt sich
der positive Effekt für das Gastgeberland jedoch nicht zwangsläufig
ein. “Ob Israel auch von Sympathiepunkten profitieren kann, ist
hinsichtlich der aktuellen politischen Lage in Nahen Osten fraglich”,
schätzt Perret. Dementsprechend wird einer Folgestudie der ISM im
nächsten Jahr ein hoher Wert beigemessen. Über die detaillierten
Ergebnisse zur aktuellen Studie können sich Interessierte in Kürze
auf der Forschungsseite der Hochschule informieren:
https://www.ism.de/forschung/forschungsaktivitaeten

Hintergrund:

Die International School of Management (ISM) zählt zu den
führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den
einschlägigen Hochschulrankings rangiert die ISM regelmäßig an
vorderster Stelle.

Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München,
Hamburg, Köln und Stuttgart. An der staatlich anerkannten, privaten
Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs
für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten,
anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der
ISM zeichnen sich durch Internationalität und hohe Lehrqualität aus.
Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie
integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 175
Partneruniversitäten der ISM.

Pressekontakt:
Maxie Strate
Leiterin Marketing & Communications
ISM International School of Management GmbH – Gemeinnützige
Gesellschaft
Otto-Hahn-Straße 19
D-44227 Dortmund
Fon: 0231.97 51 39-31
Fax: 0231.97 51 39-39
maxie.strate@ism.de

Original-Content von: International School of Management (ISM), übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 18. Mai 2018. gespeichert unter Musik. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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