Erotik am Telefon boomt





Wie eine Umfrage ergab, sind es vor allem Männer der gehobenen Bildungsschicht, die per Live-Telefonsex den direkten Kontakt zu einer echten Dame bevorzugen.
Mittlere und untere Bildungsschichten dagegen vergnügen sich lieber mit einer anonymen, simulierten Stimme vom Band.

Während dem Telefonsex früher eher das Randgruppenimage anhaftete, ist diese Art der Dienstleistung heute aus dem Telefonbusiness nicht mehr weg zu denken. Vorbei die Zeit, da Sex per Telefon auf eine Verfehlung sexuell Perverser, Kontaktscheuer oder Verklemmter reduziert wurde.

Das Vergnügen individueller Anmache durch das Telefon hat sich zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftszweig und zur Alltagshandlung bundesdeutscher Bildungsbürger gemausert.
Dass Sex und Technik trotz öffentlicher Vorbehalte so eng verwoben sind, hat übrigens Tradition. Von Höhlenwänden bis zu Computernbildschirm – Sex war meist die erste Anwendung für ein neues Medium. Philosophisch betrachtet, entspringt diese Verbindung der menschlichen Lust, einerseits den Sex durch Technik zu ersetzen und zu perfektionieren, andererseits Technik auf eine sexuell befriedigende Weise zu besitzen oder zu beherrschen.

Aber zurück zum Telefonsex. Als Anfang der 80er Jahre der US-Telefonmarkt dereguliert wurde, wuchs Telefonsex zu einem Riesengeschäft. Daraufhin untersagte man 1991 „obszöne Telefongespräche in kommerzieller Absicht“ in den USA – allerdings betraf das nur Inlandsgespräche. Als Resultat stieg das jährliche Ferngesprächsaufkommen etwa in den afrikanischen Kleinstaat São Tomé von 40.000 auf 13 Millionen Minuten.

Auch in Deutschland wächst der Markt für Telefonsex kontinuierlich, da immer mehr Menschen diese moderne Form der Sexualität kennen und schätzen lernen. Durch unsere moderne, flexible Arbeitswelt gibt es immer mehr Jobreisende und häufiger Fernbeziehungen. Da bringt ein Schäferstündchen durchs Telefon etliche Vorteile. So setzt man sich bei Telefonsex zum Beispiel nicht den Risiken aus, mit Krankheiten infiziert oder in der „Rotlicht-Szene“ gesehen oder erkannt zu werden. Alles läuft in einem jederzeit selbst kontrollierbaren und völlig sicheren Rahmen ab. Da es mittlerweile ausreichend seriöse Anbieter auf diesem Sektor gibt, läuft man auch nicht Gefahr, in die Kostenfalle zu tappen. Wie bei jeder anderen Dienstleistung, sollte man auch hier das Kleingedruckte lesen und bei der Auswahl des Anbieters auf Preise und Leistungsangebot achten.

veröffentlicht von am 14. Jun 2010. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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