Emil Nolde: Der Beginn der Moderne in Halle





MDR FIGARO widmet dem Maler und Visionär der Kunst
am Freitag, 19. April, einen Thementag anlässlich der Ausstellung
„Emil Nolde. Farben heiß und heilig – 100 Jahre Moderne in der
Moritzburg“.

Emil Nolde ist einer der bedeutendsten deutschen Maler des
Expressionismus und längst zu einem Klassiker der Moderne avanciert.

Ein wichtiger Meilenstein für die Karriere des norddeutschen
Künstlers war dabei Halle an der Saale. Hier wurde vor 100 Jahren ein
Schlüsselwerk von Emil Nolde angekauft: das „Abendmahl“. Dieses
religiöse Gemälde provozierte durch seine neue, radikale Ästhetik die
konservative Kunstwelt im wilhelminischen Deutschland und löste 1913
einen Skandal aus. Der hallesche Museumsdirektor wurde mit einer
Zeitungskampagne überzogen, die ihre Wirkung auch in der
Reichshauptstadt Berlin entfaltete. So polemisierte der mächtige
Berliner Museumsdirektor Wilhelm von Bode öffentlich gegen den jungen
Direktor der Moritzburg. Sein Credo: zeitgenössische Kunst dürfe auf
gar keinen Fall im Museum gezeigt werden.

Der Erwerb des „Abendmahls“ und der darauf folgende Kunststreit
machten jedoch beide berühmt: Halle wurde zu einem Hort der
Avantgarde in Deutschland und Emil Nolde zu einem Visionär der Kunst.
Aus diesem Anlass ist nun ab 21. April die großangelegte, historisch
spannende wie ästhetisch reizvolle Schau „Emil Nolde. Farben heiß
und heilig – 100 Jahre Moderne in der Moritzburg“ in Halle zu sehen.

Die Sendungen des MDR FIGARO-Thementages zu dieser Ausstellung im
Überblick:

Wunder der Kunst, Schrecken der Geschichte:

Im „Journal am Morgen“ gibt MDR FIGARO-Kunstredakteur Andreas Höll
einen Überblick über das malerische Oeuvre, das Nolde zwischen 1908
und 1918 geschaffen hat und beleuchtet dann die zwiespältige Rolle,
die der Künstler im „Dritten Reich“ spielte: zuerst als
Nazi-Sympathisant, dann als „entarteter“ Künstler, dessen Werke 1937
in der berüchtigten Ausstellung im Münchner Haus der Kunst gezeigt
wurden.

Im Rausch der Farben – Emil Noldes Malerglück:

Im „Journal am Mittag“ steht der Maler im Mittelpunkt, der ganz im
Geiste seiner sinnlich-rauschhaften Bilder bekannt hat:
MDR-FIGARO-Autorin Katrin Becker erzählt über Noldes Gartenbilder,
seine Beschäftigung mit der Religion und seine Abenteuer als
Expeditionsmaler in der Südsee: „Farben in ihrem Eigenleben, weinend
und lachend, Traum und Glück, heiß und heilig wie Liebeslieder und
Erotik.“

Gefeiert, „entartet“, geraubt – Nolde und Halle:

Im „Journal am Nachmittag“ wird von MDR-FIGARO-Autorin Ulrike
Thielmann Emil Noldes wechselvolle Beziehung zu Halle beleuchtet:
sein Aufstieg zum gefeierten Maler, unterstützt von einem halleschen
Netzwerk aus Mäzenen und Kunstfreunden, dann der
nationalsozialistische Bilderraub, dem nicht nur wichtige Arbeiten
von Nolde zum Opfer fielen, sondern rund 160 Werke – ein Drama, von
dem sich die Moritzburg bis heute nicht erholt hat.

Pressekontakt:
Margit Parchomenko, MDR Kommunikation,
Tel.: (0341) 3 00 64 72; presse@mdr.de

veröffentlicht von am 18. Apr 2013. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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