Ein französisches Kater-Karma-Drama in Hamburg





Eifrige Leser von Wolfgang A. Gogolin würden sein neues Buch mit einer Mischung aus atemloser Spannung, packenden Dialogen, Aufregung und Angst beschreiben. In seinem neuesten Katzenroman „Französisch von unten“ lässt uns der Autor für fünf Tage am Leben des Buchhalters Juste Simon teilhaben, der ungewollt in eine Verkettung von unerklärlichen Todesfällen und düsteren Ereignissen gerät. Schnelle Wortwechsel und Wendungen im Minutentakt bestimmen auf 212 Seiten die Atmosphäre des Buchs.

Die Handlung:

In einem kleinen Fischerdorf in der französischen Normandie herrscht Frieden und Harmonie. Zumindest scheint es so, doch die idyllische Fassade trügt. Wolfgang A Gogolin nimmt uns in seinem neuesten Roman für 5 Tage mit in das Leben des pedantischen Buchhalters Juste Simons, in dessen Leben nichts mehr nach Plan läuft.

Die Scheidung von seiner geliebten Frau Marguerite zwei Jahre zuvor, die er noch immer nicht verdaut hat und ein Autounfall, in Folge dessen Simons sich selbst für verrückt hält, haben sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Und dann ist da noch der Bürgermeister Laval, der mit seinen perfiden Plänen die Harmonie in dem kleinen Dörfchen Arnaud bedroht und für Geld nahezu alles tut: Er plant die Schließung des örtlichen Kindergartens und der Kirche, die ziemlich in die Jahre gekommen ist. Von den Einnahmen soll ein Bordell in Arnaud errichtet werden. Wen wundert es bei diesen Ereignissen noch, dass finstere Gestalten ein Komplott gegen den örtlichen ‚Papst‘ schmieden?

Das alles ist für den moralischen und peniblen Juste Simons, der das geordnete Leben und die Arbeit im Rathaus von Arnaud gewohnt ist, einfach zu viel.

Als er beginnt, in Folge des schrecklichen Autounfalls bei einigen Menschen und sogar Tieren blaue Zahlen auf der Stirn zu sehen und die Träger kurz darauf mysteriös ums Leben kommen, weiß er, dass die Zahlen für ihr Todesdatum stehen.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der wilde, streunende Kater Merlin, der gemeinsam mit dem Protagonisten Juste Simons den Autounfall hatte. Katzen verfügen, wie wir wissen, über 7 Leben – und Merlin durchlebt sie in der kurzen Zeit des Romans mit allen Höhen und Tiefen. Auch die Bewohner des Dorfes sind nach den Erlebnissen nicht mehr die gleichen. Aus Mitbewohnern und Nachbarn haben sich zwei Lager gespalten: Dicke Freunde oder Feinde bis aufs Blut.
Der Katzenroman lebt von Veränderung – und alle Menschen und Tiere werden von ihr für immer gezeichnet. Wer es schafft, das Buch ohne erhöhten Puls zu lesen, muss die Ruhe in Person sein. Eine mitreißende Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Über den Autor:

Wolfgang A. Gogolin ist 1957 in Hamburg geboren und ist der Autor von mittlerweile 9 Büchern aus verschiedenen Genres. Nach seinem Abitur absolvierte der damals noch unbekannte Autor und Ausbildung zum Rechtspfleger und arbeitete 10 Jahre lang als Standesbeamter. Als 2002,sein erstes Buch, Karawane des Grauens, eine Satire für Beamte, erschien, entschied er sich, von nun an nur noch als Autor zu arbeiten.

Bis heute lebt er mit seiner Ehefrau, die er 2002 geheiratet hat, in Hamburg. Gogolin ist neben seiner Arbeit als Autor der Veranstalter der “Spät-Lese”, ein kultureller Treffpunkt für Lesebegeisterte im Hamburger Stadtteil Barmbek.

Nach seiner ersten Publikation im Jahr 2003 verfasste er viele Kurzgeschichten, die in mehreren Bänden erschienen. In verschiedenen Zeitschriften und Anthologien wurden bis heute mehrere Dutzend Artikel von ihm veröffentlicht. 2004 erschien sein Roman “Der Puppenkasper”. Weitere Kurzgeschichten – Sammlungen folgten 2006 und 2007.

2008 veröffentlichte Gogolin ein Buch mit dem Titel “Eintritt frei für Männer”. Seine Werke wurden von verschiedenen Verlagen gedruckt, zum Beispiel dem Oldigor Verlag und Mohland/Goldebek.

Im März 2010 brachte Wolfgang A. Gogolin eine weitere Kurzgeschichtensammlung, “Geist der Venus”, heraus (Mohland Verlag). 2011 erschien ein neuer Roman mit dem Titel “Schlafen bei Licht” im selben Verlag. 2013 und 2017 folgten zwei weitere Bücher.

veröffentlicht von am 18. Apr 2019. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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