Dragqueen Nina Queer zweifelt an neuer Toleranzwelle, ausgelöst durch Conchita Wurst: „Sie lebt in ihrer eigenen homosexuellen Blase.“





Conchita Wurst hat den Eurovision Songcontest 2014
gewonnen und damit bei vielen Menschen die Hoffnung auf mehr Toleranz
gegenüber Homosexuellen ausgelöst. Berlins erfolgreichste und
bekannteste Dragqueen Nina Queer hat daran große Zweifel, die sie
heute (Donnerstag) im N24-Talk „Studio Friedman“ um 23.10 Uhr klar
ausspricht: „Conchita Wurst lebt in ihrer eigenen kleinen
homosexuellen Blase, in der ich natürlich auch lebe. Wir leben als
gefeierte Stars in dieser Szene. Natürlich, uns rollt man den roten
Teppich aus, und da ist es ganz schnell und einfach zu glauben, jetzt
ist das alles erledigt. Ich werde überall eingeladen, bin total
etabliert, ich bin total toleriert, akzeptiert. Aber so ist es nicht.
Wenn man aus dieser homosexuelle Blase raus geht, gibt es ganz viele
spießige, heterosexuelle, konservative Menschen, die sagen: So, mein
Freundchen, hier hört die Toleranzgrenze auf. Hier hört deine kleine
Welt auf und da fängt meine an.“

Schon als junger Mensch litt Nina Queer unter den
schwulenfeindlichen Anfeindungen, denen sie ausgesetzt war – und
geändert hat sich bis heute nichts:

„Das ist die Hölle, durch die ich meine ganze Kindheit gegangen
bin, durch die ich in meiner Jugend durch musste, und das war die
Hölle, bis ich alt und reif genug war, mich mit meinem Mundwerk
verteidigen zu können. Jetzt, wo ich es kann, warum muss ich es dann
noch? Ich bin es leid und frage mich, warum? Wir haben 2014, die
Hexenverbrennung, die Nazi-Zeit – es ist längst vorbei.“

CSU-Politiker und Rechtsanwalt Norbert Geis dagegen fordert in der
Sendung von Schwulen und Lesben mehr Toleranz gegenüber Menschen, die
mit offen ausgelebter Homosexualität ein Problem haben:

„Sie müssen auch mir gegenüber tolerant sein. Ich habe eine andere
Meinung zu dieser Frage als sie. Ich habe noch nie so viel Intoleranz
erlebt, wie gerade in solchen Fragen – von ihrer Seite und von Seiten
ihrer Anhänger.“

Frei zur Verwendung bei Nennung der Quelle N24.

„Studio Friedman“ – immer donnerstags, um 23.10 Uhr auf N24.

Die komplette Sendung im Internet unter:
www.n24.de/studio-friedman

Pressekontakt:
N24 Programmkommunikation
Cornelia Felber
Tel.: +49 30 2090 4604
E-Mail: Cornelia.Felber@N24.de
N24-Presseportal: www.presse.n24.com
Twitter: @N24_Presse

veröffentlicht von am 15. Mai 2014. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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