DJV-Tarifinfo zu Tarifaktionen





Der Süden trifft sich in Ulm
Unter dem Motto “Unser Mantel ist unteilbar” sind heute mehr als 500 Tageszeitungsjournalisten aus Baden-Württemberg und Bayern zum Aktionstag nach Ulm gekommen. Damit waren deutlich mehr Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf der Gewerkschaften DJV und ver.di gefolgt als noch am ersten Warnstreiktag Anfang Oktober in Stuttgart. Sie kamen von Zeitungen in Stuttgart, Ulm, Heilbronn, Ludwigsburg, Tübingen, Reutlingen. Unterstützung kam aus Augsburg, Kempten und Kaufbeuren. Nach einer ersten Begrüßung im Haus der Begegnung marschierten die Journalisten in einem Demozug zum Marktplatz. Dort rief ihnen Thomas Godawa, Vorsitzender des DJV Baden- Württemberg, entgegen: “Qualität gibt es nicht zum Nulltarif.”
Auch Wolfgang Grebenhof aus dem DJV-Bundesvorstand war mit von der Partie: “Wir wollen jetzt endlich ein reelles, ein verhandelbares Angebot und lassen uns nicht länger mit nebulösen Vorschlägen abspeisen”, sagte er an die Adresse der Verleger gerichtet. Das “Tarifwerk Zukunft” des BDZV nannte Grebenhof unter dem Applaus der Kollegen “ein gefräßiges Raubtier, das über unsere Portemonnaies herfallen will”.
Bielefeld: Alter Mantel passt nicht
Zeitgleich zur fünften Tarifverhandlungsrunde mit den Zeitungsverlegern in Berlin versammelten sich knapp 200 Journalistinnen und Journalisten aus Ostwestfalen-Lippe, Köln und Bonn auf dem Jahnplatz in Bielefeld. Unterstützung erhielten sie vom stellvertretenden DJV-Bundesvorsitzenden Michael Anger und vom Vorsitzenden des DJV NRW Frank Stach. DJV und ver.di hatten zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Von der zentralen Kundgebung gingen zwei deutliche Signale aus: “Dieser Mantel taugt nicht!” und “Unsere Arbeit ist mehr wert!” Teilweise in alte, zerrissene Mäntel gekleidet und
“Zeitungsverleger – Mantelzerleger” rufend, protestierten die Journalisten aus Nordrhein-Westfalen gegen mögliche Einschnitte beim Manteltarifvertrag. Die Verleger wollen u.a. Veränderungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie beim Urlaubsanspruch. Auch ihr Regionalisierungsmodell sorgte für viel Kritik: Es würde die Gehälter fast aller NRW-Tageszeitungsredakteure einfrieren.
Tarif-Mittagspause in Hamburg
Mit einer Tarif-Mittagspause haben heute die Beschäftigten der Hamburger Morgenpost die Gewerkschaftsforderung nach einer deutlichen Gehaltserhöhung für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen unterstützt.
“Die Gehälter der Redakteurinnen und Redakteure dürfen nicht von der allgemeinen Entwicklung abgekoppelt werden”, erklärte der Hamburger DJVLandesgeschäftsführer Stefan Endter. “Die Redaktionen haben in den vergangenen Jahren durch große Zurückhaltung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung geleistet.”
Frankfurt: Erst Demo, dann Suppe
Auch in Hessen gingen Kolleginnen und Kollegen für bessere Tarifverträge auf die Straße. Mehr als 80 Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse, des Darmstädter Echos, der Frankfurter Rundschau und des PDF trafen sich vor dem Gebäude der Neuen Presse in Frankfurt. An dem, was sie wollten, bestand kein Zweifel: faire Tarifverträge, angemessene Bezahlung. Von dort zogen sie am Hauptbahnhof vorbei zum DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße, wo auf die Streikenden eine warme Suppe wartete.Bei kaltem Novemberwetter eine Wohltat!

veröffentlicht von am 11. Nov 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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