DJV fordert Erhalt der Tarifpluralität





Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen alle Versuche zur Abschaffung der Tarifpluralität in Medienunternehmen ausgesprochen. Anlass ist die in den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD erzielte Übereinkunft in der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales, den Grundsatz der Tarifeinheit gesetzlich festzuschreiben. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken bezeichnete dieses Ziel als “lebensfremd und verfassungsfeindlich”: Journalistinnen und Journalisten wie auch Arbeitgeber seien in den letzten Jahrzehnten gut damit gefahren, dass sich der DJV als unabhängige Gewerkschaft um ihre beruflichen und tariflichen Interessen kümmere. “Das muss so bleiben!” Die von Union und SPD angestrebte Tarifeinheit würde den Arbeitnehmern eines Betriebs hingegen vorschreiben, dass nur eine Gewerkschaft Tarifverträge mit den Arbeitgebern aushandeln dürfe. Konken: “Wer die Tarifpluralität aufs Spiel setzt, stellt das Grundrecht der Arbeitnehmer auf faire und leistungsgerechte Tarifverträge zur Disposition.”
Der DJV-Vorsitzende wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass der DJV erfolgreich und im Interesse der Journalistinnen und Journalisten mit der dju in ver.di zusammenarbeite. “Unsere Gemeinsamkeit in der Tarifpolitik macht unsere Stärke aus.” Das dürfe nicht von praxisfremden Entscheidungen einer künftigen Bundestagsmehrheit torpediert werden.

veröffentlicht von am 19. Nov 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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