DIW: Der Afghanistan-Krieg kommt Deutschland viel teurer als bisher bekannt





Die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan kostet Deutschland rund drei Milliarden Euro pro Jahr. So lautet das zentrale Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, über das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe exklusiv berichtet (Erscheinungstermin: 21. Mai). Die Zahl steht in deutlichem Gegensatz zu den Angaben des Bundesverteidigungsministeriums, das die deutschen Einsatzkosten in Afghanistan für das laufende Jahr auf gut eine Milliarde Euro beziffert.

Insgesamt, so das DIW, dürfte die Beteiligung am Afghanistan-Krieg die Deutschen etwa 36 Milliarden Euro kosten. Dabei unterstellen die DIW-Forscher ein realistisches Szenario, bei dem das bestehende Bundeswehrkontingent in Afghanistan nicht weiter aufgestockt und zwischen
2013 und 2016 wieder abgezogen wird.

In ihrer Studie haben die DIW-Forscher neben den unmittelbaren Verteidigungsausgaben auch die afghanistanbezogenen Kosten in anderen Ministerien berücksichtigt, ferner die langfristigen Kosten, die durch verwundete und gefallene Soldaten verursacht werden, und auch die Zinskosten für die Finanzierung des Afghanistan-Einsatzes.

Autor: Christian Rickens

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veröffentlicht von am 20. Mai 2010. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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