DIW-Chef Fratzscher: Autoprämie wäre kontraproduktiv





Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, ist gegen eine Auto-Prämie in der Corona-Krise.

Eine solche Hilfe wäre “kontraproduktiv”, sagte Fratzscher am Mittwoch im Inforadio vom rbb. Es dürften nicht nur die einflussreichen Branchen mit der besten Lobby bedient werden, sondern auch jene, die keine Stimme hätten. Gerade kleine und mittlere Unternehmen seien auf Hilfe angewiesen, so Fratzscher:

“Natürlich ist die Autobranche für Deutschland wahnsinnig wichtig … Aber das Geld sollte viel besser dorthin kommen, wo es die Menschen wirklich benötigen, kleine und mittlere Unternehmen, die zu kämpfen haben, die keine Kredite mehr aufnehmen können, weil sie schon überschuldet sind, die brauchen eigentlich diese Hilfe. Das ist so ein typisches Beispiel einer Lobby, wo man sagt, ja, die Automobilbranche ist wichtig, aber das heißt nicht, dass die dann auch immer am meisten bekommen müssen, sondern in diesem Fall ist es wirklich kontraproduktiv.”

Das Interview mit dem DIW-Präsidenten Marcel Fratzscher gibt es als Podcast auf inforadio.de oder in der ARD-Audiothek.

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veröffentlicht von am 3. Jun 2020. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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