„Deutschland – Heimat – Fremdes Land“





Über Abschottung, Zerrüttung und das Zerwürfnis
von russischen „Spätaussiedlern“ mit ihrer neuen Heimat berichtet am
Montag, 26. Februar, 22.45 Uhr „Die Story im Ersten“.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kamen Millionen Menschen aus
den einstigen Sowjetrepubliken nach Deutschland. Lange Zeit blieben
die „Spätaussiedler“ unauffällig – man wollte deutsch sein, nicht als
Außenseiter wahrgenommen werden und wählte traditionell CDU.

Doch spätestens mit der Flüchtlingskrise hat sich das Bild
gewandelt: Eine neue, hier geborene Generation definiert sich
selbstbewusst über ihre russischen Wurzeln, bleibt beim Feiern und im
Bekanntenkreis unter sich, während viele Ältere sich an nationalen
Gruppen, insbesondere an der AfD, orientieren. Sie eint die scharfe
Ablehnung von Neu-Zuwanderern, liberaler Lebensentwürfe sowie das
Bekenntnis zu Familie, Glaube und Heimat.

Die Filmemacher Galina Dick und Rainer Fromm besuchten Treffpunkte
der jungen Aussiedlergeneration wie die Nürnberger Diskothek „Only“.
Kleidung und Stil der Location orientieren sich am modernen
Szeneleben Russlands. Ein russisch sprechender DJ ist genauso
selbstverständlich wie Wodka und russisches Schaschlik. Es ist ein
bunter Mix der Kulturen aus alter und neuer Heimat, der selbstbewusst
zur Schau getragen wird.

Auf Abschottung setzen viele ältere Russlanddeutsche. Die
Filmemacher haben Menschen wie Elisabeth Spiegelberg getroffen, die
mit der neuen, alten Heimat Deutschland hadern. Zwei Jahre lang hat
sich die Russlanddeutsche in der CDU engagiert; heute setzt sie sich
aus Frust über die Flüchtlingspolitik Merkels für die AfD ein.

Die Dokumentation ergründet, welche Rolle fundamentalchristliche
sowie rechte Bewegungen, aber auch Nachwirkungen des Stalin-Terrors
für das Selbstbild und die politischen Einstellungen der
russlanddeutschen Community spielen. Der Film dokumentiert die
Sehnsüchte vieler Russlanddeutschen nach einer idealisierten
deutschen Heimat und einer christlichen Lebensführung, die in
Deutschland immer wieder mit einer multikulturellen Wirklichkeit
kollidieren.

Pressekontakt:

MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Katrin Stolle, Tel.: (0341) 3 00
64 53, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 21. Feb 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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