Deutschland fällt und Deutschland steht auf! / „Ein Tag schreibt Geschichte – 30. April 1945“ am 30. April 2011 ab 12 Uhr bei VOX





„Es war erkennbar, dass da ein hoffnungsloser Mann
vor einem steht“, berichtet Adolf Hitlers Sekretärin Traudl Junge
über den Zustand des Führers kurz vor seinem Selbstmord am 30. April
1945. An diesem Tag, 12 Jahre und 3 Monate nach der Machtergreifung,
setzt Hitler seinem Leben ein Ende – der Untergang des Dritten Reichs
steht kurz bevor. In der zwölfstündigen Dokumentation „Ein Tag
schreibt Geschichte – 30. April 1945″ (am 30. April 2011 ab 12 Uhr
bei VOX) lässt SPIEGEL TV-Autor Michael Kloft diesen
geschichtsträchtigen Tag genau 66 Jahre später noch einmal Revue
passieren. In „Stundenprotokollen“ mit Moderatorin Maria Gresz und
Schauspieler Clemens Schick werden die wichtigsten Ereignisse des
Tages zusammengefasst. Die vierzehn sich anschließenden
Dokumentationen liefern Hintergrundinformationen und neue
Erkenntnisse über den Selbstmord von Adolf Hitler und Eva Braun. Eine
dieser neuen bisher unveröffentlichten Quellen ist ein Verhör von
Traudl Junge aus dem Jahr 1946 durch US-Ermittler, das von
Schauspielerin Fritzi Haberlandt vorgetragen wird.

30. April 1945: Deutschland fällt und Deutschland steht wieder
auf! Während in Köln schon seit drei Wochen Frieden herrscht und in
Aachen die Eröffnung von 30 neuen Einzelhandelsgeschäften geplant
wird, dringen in Berlin Truppen der Roten Armee ins Regierungsviertel
vor. Dort befindet sich auch Adolf Hitler. „Die Tendenz – auch von
der ganzen Umgebung – war, ihn dazu zu bewegen, er sollte doch nach
Bayern gehen und dort in den Alpen den letzten Kampf führen. Und das
hat er klipp und klar abgelehnt. Er hat gesagt: Nein, er würde in der
Reichshauptstadt bleiben und wenn es eben so weit wäre, dann würde er
dann auch in der Reichshauptstadt fallen“, berichtet sein ehemaliger
Adjutant Bernd Freytag von Loringhoven. Tatsächlich setzt er seinem
Leben am 30. April, gemeinsam mit seiner noch am Tag zuvor
geheirateten Ehefrau Eva Braun, selbst ein Ende. Zuvor diktiert er
seiner Sekretärin Traudl Junge noch sein privates und politisches
Testament. „Da habe ich das Gefühl gehabt, jetzt kommt der Augenblick
der Wahrheit. Jetzt werde ich als erste und einzige erfahren, warum
das alles so zu Ende geht und warum diese Katastrophe passiert ist.
Und ich habe eigentlich gedacht, Hitler findet auch Worte der
Entschuldigung. Für alles, was jetzt noch am Ende passiert oder dass
es einfach so missglückt ist. Und ich bin dann eigentlich ganz
erstarrt gewesen und irgendwie fassungslos, dass dieses Testament im
Grund nur die alten Parolen wiederholt hat und auch ganz deutlich
gesagt hat, dass der Nationalsozialismus mit ihm zu Ende geht und
dann trotzdem eine Nachfolge-Regierung ernannt wird. Das alles fand
ich ungeheuer verwirrend noch während er es diktiert hat“, erinnert
sie sich. Was sich genau vor und nach Hitlers Selbstmord abgespielt
hat, dokumentiert Michael Kloft in den vier Stunden vor Mitternacht
in „Hitlers Tod“ anhand von Zeitzeugen-Interviews, u.a. mit dem
letzten Überlebenden aus dem Führerbunker Rochus Misch und den bisher
nur in Auszügen veröffentlichten Tonbändern der Vernehmung seines
Adjutanten Otto Günsche und seines Kammerdieners Heinz Linge durch
die Staatsanwaltschaft München aus dem Jahr 1956. „Es war besonders
überraschend, wie nah man Dank dieser einzigartigen Quellen
tatsächlich an die Ereignisse im Bunker herankommt – als sei es
gestern gewesen“, lautet das Fazit von Michael Kloft. In der
Dokumentation „Filmstar Hitler – der Diktator und die Traumfabrik“ um
19:10 Uhr zeigt Michael Kloft Schauspieler, Regisseure und
Produzenten und ihre ganz persönliche filmische, fiktionale oder
satirische Auseinandersetzung mit Adolf Hitler. Es kommt u.a. Bernd
Eichinger in einem seiner letzten Interviews vor seinem Tod zu Wort:

Bernd Eichinger („Der Untergang“):

„Er ist ein Mensch, heißt: Er kam nicht aus dem All. Er ist auch
kein Elefant. Er ist ein Mensch.“ „Durch mein Zeigen mache ich es
doch viel banaler. Dass der hinkt und zittert heißt doch nicht, dass
ich sage: Der arme Hitler! Sondern das sagt: Was? Der hat das
wirklich noch im Griff gehabt? Warum hat den überhaupt noch einer
ernst genommen? Das muss ich mich doch fragen. Warum haben die den
nicht einfach in die Toilette gesperrt und den Schlüssel umgedreht.
Das ist doch interessant.“

„Eine Gleichung zu machen: Ich zeige Hitler als Mensch, ist gleich
menschlich, ist gleich nicht so schlimm oder nicht so böse. Das ist
die Gleichung nicht. Die Gleichung geht ja gar nicht auf. Ich zeige
einen Menschen, so gut ich ihn aus all den Unterlagen oder Fakten,
die ich bei Zeitgenossen vorfinde, zeigen kann. Wie er so war oder
wie er auf andere Menschen gewirkt hat. Und das ist ja auch die
Aufgabe, wenn man sich mit so einem Thema auseinander setzt.“

Heinrich Breloer („Speer und Er“):

„Bei Hitler arbeitet man immer am offenen Herzen.“ „Zeige Hitler
keinesfalls losgelöst von Auschwitz. Das muss man immer dazu zeigen.
Ich zeige die Leichenberge. Ich zeige, was dieser Mann angerichtet
hat.“

Thomas Pigor („Adolf: Ich hock– in meinem Bonker“, Hitlers Stimme)
„Es wurde ja die ganze Zeit im Dritten Reich darauf hingearbeitet,
dass Hitler um Gottes Willen nicht menschlich gezeigt wird.“

Martin Wuttke („Inglorious Bastards“):

„Als ich abgedreht war, rief Tarantino: ,Tonight wie killed
Hitler!– Und dann haben die alle applaudiert.“

„Ein Tag schreibt Geschichte – 30. April 1945“ im Überblick:

12:00 Uhr: Stundenprotokoll 12:00 Uhr

12:30 Uhr: „Deutschland am 30. April 1945“

13:00 Uhr: Stundenprotokoll 13:00 Uhr

13:05 Uhr: „Brutalität in Stein – Das Parteitagsgelände von
Nürnberg“

14:00 Uhr: Stundenprotokoll 14:00 Uhr

14:05 Uhr: „Hitlers Berg – Die Machtzentrale in den Alpen“

14:30 Uhr: Stundenprotokoll 14:30 Uhr

14:35 Uhr: „Eva Braun – Die Geliebte des Diktators“

15:00 Uhr: Stundenprotokoll 15:00 Uhr

15:05 Uhr: „Hitlers Testament – Eine Analyse“

15:30 Uhr: Stundenprotokoll 15:30 Uhr

15:35 Uhr: „Hitlers Selbstmord – Eine Rekonstruktion“

16:00 Uhr: Stundenprotokoll 16:00 Uhr

16:10 Uhr: „Wo ist Hitler? – Heiße Spuren im Kalten Krieg“

17:00 Uhr: Stundenprotokoll 17:00 Uhr

17:05 Uhr: „Joseph Goebbels – Verführer im Dienste Hitlers“

18:00 Uhr: Stundenprotokoll 18:00 Uhr

18:10 Uhr: „Entscheidung zum Krieg – Der Sommer 1939“

19:00 Uhr: Stundenprotokoll 19:00 Uhr

19:10 Uhr: „Filmstar Hitler – Der Diktator und die Traumfabrik“

20:00 Uhr: Stundenprotokoll 20:00 Uhr

20:15 Uhr: „Hitlers Tod: Der Bunker“

21:00 Uhr: Stundenprotokoll 21:00 Uhr

21:05 Uhr: „Hitlers Tod: Das Testament“

22:00 Uhr: Stundenprotokoll 22:00 Uhr

22:05 Uhr: „Hitlers Tod: Der Selbstmord“

23:00 Uhr: Stundenprotokoll 23:00 Uhr

23:05 Uhr: „Hitlers Tod: Die Kapitulation“

Bei „Ein Tag schreibt Geschichte – 30. April 1945“ handelt es sich
um ein neuartiges Dokumentations-Konzept, das gemeinsam von VOX,
dctp.tv und SPIEGEL TV entwickelt wurde, um Geschichte erlebbar zu
machen. Eine weitere zwölfstündige Dokumentation ist zum zehnten
Jahrestag der Geschehnisse am 11. September 2001 geplant – einem
weiteren Tag, der Geschichte schrieb.

Einige Dokumentationen und Stundenprotokolle sind online unter
VOXNOW abrufbar. Das Zugangspasswort wird auf Anfrage zugestellt.
Bitte schicken Sie eine Email an: Julia.Kikillis@vox.de

Weitere Informationen zu „Ein Tag schreibt Geschichte – 30. April
1945″ finden Sie im VOX-Pressezentrum unter
http://kommunikation.vox.de

Pressekontakt:
Bei Rückfragen: VOX Kommunikation und Presse, Julia Kikillis, Tel.:
0221/456 – 81505
Bei Fotowünschen: VOX Bildredaktion, Lotte Lilholt, Tel.: 0221/456 –
81512

veröffentlicht von am 26. Apr 2011. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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