Deutscher Journalistenpreis für Die Zeit, WirtschaftsWoche, Handelsblatt, Spiegel, Süddeutsche Zeitung und brand eins





Bei der Vergabe des Deutschen Journalistenpreises 2019 (djp) in
Frankfurt am Main haben Autoren der Wochenzeitung DIE ZEIT zwei der
insgesamt sieben Themenpreise erhalten. Weitere Auszeichnungen gingen
an den Spiegel, das Handelsblatt, die WirtschaftsWoche, die
Süddeutsche Zeitung und brand eins. 200 Gäste, knapp die Hälfte davon
führende Journalistinnen und Journalisten aus allen großen
Medienstandorten und Redaktionen, feierten anschließend „die
journalistenparty“. Mit Unterstützung der djp-Partner BASF, Daimler,
DWS, HSBC Deutschland, Pictet-Gruppe und Randstad prämiert der djp
jährlich herausragende Print- und Online-Texte, die sich mit Themen
aus der Wirtschaft und dem Finanzwesen befassen. Die Fidor Bank hat
als djp-Förderer den Sonderpreis „Fintech“ gestiftet. Alle prämierten
Beiträge sind auf www.djp.de nachzulesen.

Drei Auszeichnungen gab es für finanzwirtschaftliche Themen. Auf
dem Gebiet Bank & Versicherung erhielten den Preis Melanie Bergermann
und Saskia Littmann. Unter der Überschrift „Bullshit Banking“ hatten
sie in der WirtschaftsWoche aufgedeckt, wie leicht bei der
Internetbank N26 ein Konto für eine fiktive Person eröffnet werden
kann und so der Geldwäsche Vorschub geleistet wird. Dies löste
gezielte Untersuchungen der Aufsichtsbehörden aus. Diese
journalistische Leistung prämierte auch die Jury für den Sonderpreis
Fintech, wodurch der Beitrag gleich zweifach ausgezeichnet wurde. Im
Themenbereich Vermögensverwaltung ging der Deutsche Journalistenpreis
2019 an Felix Holtermann und Sönke Iwersen vom Handelsblatt, die für
ihre Leser auf Basis intensiver Recherchen die Vorgänge und
Hintergründe im Envion-Skandal vorbildlich transparent gemacht haben.
Das Berliner Start-up hatte hohe Renditen durch ökologisch sauberes
Schürfen von Kryptowährungen versprochen. Unter der Überschrift
„Chaos im Krypto-Reich“ erläutern die prämierten Autoren, wie dadurch
30.000 Anleger zu Schaden kamen.

Mit dem djp Weltwirtschaft wurde Johannes Böhme geehrt. Sein im
Magazin brand eins erschienener Beitrag „Der Kampf gegen den
Datenmüll“ geht der Frage auf den Grund, wie verlässlich und
aussagekräftig die statistischen Erhebungen und Auswertungen zum
weltweiten Handel sind. Ein komplexes Fachthema wird dem Leser
verständlich nahegebracht mit dem Ergebnis: Die Globalisierung
verzerrt wichtige Statistiken der Wirtschaft, weshalb in der
Forschung inzwischen neue Wege beschritten würden. Einen anderen
Aspekt der Globalisierung hat Petra Sorge in Afrika recherchiert,
wofür ihr der djp Innovation & Nachhaltigkeit zuerkannt wurde. Ihr im
Spiegel erschienener Beitrag „Vergiftetes Dorf“ zeichnet die Wege
beim Recycling von Autobatterien nach. Was gut klinge, sei für die
Menschen in Nigeria ein ökologischer und gesundheitlicher Albtraum,
so das Fazit, das sie gemeinsam mit ihrem dort beheimateten Co-Autor
Isaac Anyaogu und dem indischen Journalisten Ankush Kumar zieht. Am
Ende gelange das Blei, dessen Wiederverwertung durch eine indische
Firma in Nigeria Umwelt und Arbeiter vergiftet, zurück in die Autos
deutscher Hersteller. Die Veröffentlichung hat inzwischen Wirkung
gezeigt und zu ersten Verbesserungen geführt.

Im Themenbereich Bildung & Arbeit erhielt Hannes Vollmuth vom SZ
Magazin den Preis für seinen Artikel „Alles, was Recht ist“. Darin
macht er die tiefgreifenden Folgen der Digitalisierung in der
Arbeitswelt am Beispiel der Anwaltsbranche deutlich. Mit sorgfältig
ausgewählten Protagonisten stellt er die alten und die neuen
Arbeitsweisen überzeugend und eindrucksvoll gegenüber, so das Urteil
der Jury. Ein hochaktuelles Thema wird facettenreich recherchiert und
dramaturgisch lebhaft und eindringlich erzählt.

Die Redaktion der Wochenzeitung DIE ZEIT wurde sowohl im Bereich
Mobilität & Logistik als auch beim Offenen Thema mit dem Deutschen
Journalistenpreis ausgezeichnet. Prämiert wurden zum einen Johannes
Edelhoff, Götz Hamann, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck und
Christian Salewski für ihre gemeinsam mit Redakteuren des
ARD-Magazins Panorama durchgeführte Recherche über den
LKW-Maut-Betreiber Toll Collect. Unter der Überschrift „Ein Kartell
gegen die Steuerzahler“ stellten sie, ausgelöst durch Enthüllungen
eines Whistleblowers, politisch brisante Vorgänge anhand zahlreicher
weiterer Quellen und exklusiver Informationen detailliert und
sprachlich fesselnd dar. Ihr Kollege Roman Pletter erhielt die
Auszeichnung für sein Porträt von Joe Kaeser, dem
Vorstandsvorsitzenden von Siemens, den er ein Jahr lang begleitete.
„Der Industriekanzler“, so der Titel des Beitrags, wird dargestellt
im Spannungsfeld zahlreicher Herausforderungen und Krisen in
Wirtschaft und Politik, in denen der oberste Manager eines weltweit
tätigen Industriekonzerns agieren und reagieren muss. Inhaltlich und
stilistisch ein herausragender Text, gut recherchiert und voller
interessanter Fakten, befand die Jury.

412 Wettbewerbsteilnehmer – hochrangige Jury – anonymisiertes
Auswahlverfahren

Insgesamt lagen den 71 Jurorinnen und Juroren 470 Print- und
Online-Artikel aus 90 verschiedenen Medien vor, die auf vielfältige
Weise das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland und weltweit
widerspiegeln. Sie wurden recherchiert und geschrieben von 412
Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz. Veranstalter des Deutschen Journalistenpreises ist „The
Early Editors Club“ (TEEC), ein Netzwerk für Journalisten und
Wirtschaftsvertreter zum Informationsaustausch und zur Förderung des
Qualitätsjournalismus,

Der Jury gehören Chefredakteure und Ressortleiter aller führenden
deutschsprachigen Printmedien für Wirtschafts- und Finanzthemen an,
die Leiter von fünf Journalistenschulen, renommierte
Institutsdirektoren und Hochschulprofessoren sowie die Preisträger
des Vorjahres. Sie erhalten zu allen Wettbewerbsbeiträgen nur den
Text in anonymisierter Form, jedoch keine Layouts. Allein das Wort
zählt. Zugelassen sind alle journalistischen Textgattungen, von
Kommentar und Glosse über Exklusivmeldungen, ausführliche Reportagen
und Analysen bis hin zu großen Titelgeschichten, Serien und
Interviews.

Seit 2007 fast 130.000 Euro djp-Spenden für gemeinnützige Zwecke

Als Gesamtpreisgeld für 2019 waren 36.000 Euro ausgelobt, für
jedes der sieben Themengebiete 5.000 Euro, davon 2.500 Euro für den
Preisträger und je 500 Euro für bis zu fünf weitere Nominierte. Hinzu
kamen 1.000 Euro für den Sonderpreis.

Ein Fünftel der Preisgelder fließt an gemeinnützige Zwecke: Die
Preisträger und Nominierten erhalten neben ihrer persönlichen Prämie
das Recht, eine gemeinnützige Organisation zu benennen, die die
djp-Partner daraufhin mit einer Spende unterstützen. Seit der ersten
djp-Verleihung 2007 konnten auf diese Weise mehr als 180
Organisationen mit insgesamt fast 130.000 Euro unterstützt werden.

Gefördert wird der djp von E.ON, Frankfurt Main Finance, news
aktuell und der K&K Verlagsanstalt.

Pressekontakt:
Volker Northoff
The Early Editors Club (TEEC)
Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 40 89 80-00
Telefax: 069 / 40 89 80-10
E-Mail: info@early-editors.de

Original-Content von: djp – Deutscher Journalistenpreis, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 27. Sep 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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