Deutscher Journalistenpreis: Die Zeit, WirtschaftsWoche, Capital, brand eins, SZ Magazin und Frankfurter Neue Presse ausgezeichnet mit dem djp 2018 (FOTO)





Bei der Vergabe des Deutschen Journalistenpreises 2018 (djp) in
Frankfurt am Main haben Autoren der Wochenzeitung DIE ZEIT zwei der
insgesamt sieben Themenpreise erhalten. Weitere Auszeichnungen gingen
an die WirtschaftsWoche, die beiden Wirtschaftsmagazine Capital und
brand eins, das SZ Magazin der Süddeutschen Zeitung und die
Frankfurter Neue Presse. Ein Sonderpreis wurde ans manager magazin
vergeben. 200 Gäste, die Hälfte davon führende Journalisten aus allen
großen Medienstandorten und Redaktionen, feierten anschließend im
Westhafen Pier 1 am Main „die journalistenparty“.

Drei Auszeichnungen gab es für finanzwirtschaftliche Themen. Auf
dem Gebiet Bank & Versicherung erhielt den Preis ein dreiköpfiges
Team der ZEIT: Lisa Nienhaus, Mark Schieritz und Jens Tönnesmann.
Unter der Überschrift „Der Blockchain-Code“ erklärt ihr Beitrag,
erschienen am 1. März 2018, die neue Datentechnologie, die hinter der
Kryptowährung Bitcoin steht und künftig das Bank- und
Versicherungswesen sowie viele weitere Wirtschaftsbereiche
fundamental verändern kann. Die Jury würdigte die aufwändige
Recherche in Berlin, London, Jordanien und der Schweiz: Durch das
Vorstellen konkreter Anwendungen der Blockchain-Technologie sei es
gelungen, sie sehr anschaulich und verständlich zu erklären.

Im Themenbereich Vermögensverwaltung wurde Panagiotis Koutoumanos
für den Artikel „Kassenschlager als Brandbeschleuniger?“ geehrt,
erschienen am 7. Oktober 2017 in der Frankfurter Neuen Presse. Darin
analysiert und beschreibt er umfassend und ausgewogen den Markt für
Exchange Traded Funds (ETF). Den Vorteilen dieser Anlageform für den
einzelnen Investor stellt er die Risiken gegenüber, die davon für den
Kapitalmarkt insgesamt ausgehen.

Einen Sonderpreis zum Thema „Fintech“ erhielt Mark Böschen für
seinen Artikel „Renditemaschinen“ im manager magazin vom März 2018
über lernende Algorithmen in der Vermögensverwaltung.

Mit dem 2018 erstmals ausgeschriebenen djp Weltwirtschaft wurden
Georg Fahrion, Claus Hecking und Volker Pabst vom Wirtschaftsmagazin
Capital prämiert. Im August-Heft 2017 erschien ihre Reportage „Chinas
neuer Plan“ mit der Botschaft: „China gräbt die Welt um. Eine neue
Seidenstraße wird gebaut, von Schanghai bis nach Duisburg. Wer das
ganze Bild sieht, erkennt: Es geht hier um nichts weniger als die
Restauration eines Weltreichs.“ Durch intensive Recherchen vor Ort
wird diese These in eindrücklicher Sprache facettenreich belegt.

Im Themenbereich Bildung & Arbeit erhielt Caterina Lobenstein den
Preis für ihre Reportage „Warum verdient Frau Noe nicht mehr?“ in der
ZEIT vom 7. Dezember 2017. „Der tägliche Wahnsinn in der Altenpflege
ist selten so eindringlich beschrieben worden“, urteilte die Jury.
Als einen wesentlichen Grund für die oft beklagten Missstände
beschreibt die Autorin das Zusammenspiel traditioneller
Selbstlosigkeit der Pflegekräfte mit dem Renditestreben privater
Investoren. An konkreten Schicksalen zeigt sie die teilweise
beklemmenden Auswirkungen auf.

„Seit fünf Jahren frisst sich das Bakterium Xylella durch die
süditalienischen Olivenhaine. Die meisten Bauern schauen ihm traurig,
aber tatenlos dabei zu. Anders Giovanni Melcarne: Er kämpft gegen das
Baumsterben – mit kühlem Kopf und wissenschaftlicher Hilfe.“ So
beginnt der mit dem djp Innovation & Nachhaltigkeit ausgezeichnete
Text von Barbara Bachmann im Wirtschaftsmagazin brand eins vom Juni
2018 unter der Überschrift „Die Wurzeln einer Region“. In einer
klassischen Heldengeschichte zeigt die Autorin sprachlich fesselnd
mit lebendig dargestellten Protagonisten, wie Wissenschaft und
Lebenswirklichkeit miteinander verknüpft sind.

Den djp Mobilität & Logistik erhielten Henryk Hielscher und
Rüdiger Kiani-Kreß für ihre Recherche und Analyse der Gründe, die zur
Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin führten. In der
WirtschaftsWoche vom 19. Januar 2018 verweben die Preisträger unter
der Überschrift „Ende der Legende“ politische und wirtschaftliche
Aspekte zu einem schlüssigen Bild, benennen Verantwortliche und
bleiben dabei stets sachlich und distanziert. Dennoch fühlt sich der
Leser mitten im Geschehen durch eine spannende Dramaturgie und
lebendige Sprache.

Für wegweisende Beiträge über Trends in den übrigen
Wirtschaftsbereichen wird der djp Offenes Thema verliehen. Er wurde
Till Krause und Lorenz Wagner zuerkannt für ihren Beitrag „Im
Einflussgebiet“, erschienen am 27. Oktober 2017 im SZ Magazin der
Süddeutschen Zeitung. Kritisch und verbraucherorientiert schauen sie
hinter die Kulissen eines neuen Wirtschaftsphänomens: Sie nehmen ihre
Leser mit die „wilde, neue Welt“ der Influencer und ihrer Follower
und stoßen dabei auf Methoden und Machenschaften voller Lug und Trug.

Auf www.djp.de können alle prämierten Beiträge im pdf-Format
heruntergeladen werden. Eine Bildergalerie vermittelt Eindrücke von
der Preisverleihung und der anschließenden djp-Party. Für
Glückwünsche und Kommentare ist auf Twitter das Hashtag #2018djp
eingerichtet.

Ab sofort können auf der djp-Webseite Beiträge für den Deutschen
Journalistenpreis 2019 eingereicht und von Lesern empfohlen werden.
Verliehen wird er am 26. September 2019.

Namhafte Partner, hochrangige Jury, neuer Teilnahmerekord

Mit Unterstützung der djp-Partner Clariant, Daimler, DWS, HSBC
Deutschland, Pictet-Gruppe und Randstad prämiert der djp jährlich
herausragende journalistische Arbeiten aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz, die sich mit Themen aus der Wirtschaft und dem
Finanzwesen befassen. Die Fidor Bank hat als djp-Förderer den
Sonderpreis „Fintech“ gestiftet. Weitere Förderer sind E.ON, news
aktuell, Business Wire, Frankfurt Main Finance, rhein-maintv und die
K&K Verlagsanstalt. In diesem Jahr haben 409 Journalisten 475
Beiträge aus 90 Medien eingereicht oder wurden empfohlen. Dies ist
ein neuer Teilnahmerekord.

Der 65-köpfigen djp-Jury gehören Herausgeber, Chefredakteure und
Ressortleiter der führenden deutschsprachigen Wirtschaftsmedien sowie
die Leiter renommierter Journalistenschulen an. Seitens der
Wirtschaft und Wissenschaft engagieren sich namhafte Repräsentanten
von Verbänden, Unternehmen und Hochschulen in den einzelnen
Themen-Jurys. Die Juroren erhalten alle Wettbewerbsbeiträge in
anonymisierter Form. Je Themengebiet nominieren sie bis zu sechs
Artikel, und zwar drei aus der Kategorie tagesaktuelle Medien und
drei aus periodischen Medien. Von diesen sechs Beiträgen prämieren
sie einen mit dem djp.

Ausgelobt waren 2018 als Gesamtpreisgeld 36.000 Euro, für jedes
der sieben Themengebiete 5.000 Euro, davon 2.500 Euro für den
Preisträger und je 500 Euro für die weiteren Nominierten. Hinzu kamen
1.000 Euro für den Sonderpreis. Ein Fünftel der Preisgelder fließt an
gemeinnützige Zwecke: Die Preisträger und Nominierten erhalten neben
der persönlichen Prämie das Recht, eine gemeinnützige Organisation zu
benennen, die die djp-Partner daraufhin mit einer Spende
unterstützen. Seit der ersten djp-Vergabe 2007 wurden insgesamt
120.600 Euro an mehr als 150 Organisationen überwiesen.

Der Veranstalter „The Early Editors Club“ (TEEC) ist ein Netzwerk
für Journalisten und Wirtschaftsvertreter zum Informationsaustausch
und zur Förderung des Qualitätsjournalismus. Regelmäßig finden
Frühstückstreffen in Frankfurt und anderen Städten statt. Über die
TEEC-Webseite können Journalisten Presseanfragen simultan an mehrere
der angeschlossenen Unternehmen und Experten richten, die ihrerseits
aktuelle Statements im Netzwerk verbreiten.

Pressekontakt:
Volker Northoff
The Early Editors Club (TEEC)
Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 40 89 80-00
Telefax: 069 / 40 89 80-10
E-Mail: info@early-editors.de

Original-Content von: djp – Deutscher Journalistenpreis, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 21. Sep 2018. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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